Fußnoten zur Fußballgeschichte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Hannover-96-DVD
{ 14:31, 25-Jul-2010 }
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Nanu, was ist das denn? Nicht über den Hannover-96-Fanshop, sondern nur über polnische Fachanbieter ist die deutschsprachige DVD „Hannover 96 Athletik Training“ für 29,90 PLN erhältlich. Die Schulungsabteilung des Niederschlesischen Fußballverbandes hat in Kooperation mit der Universität Stettin und der Sportakademie (AWF) Breslau elf Spieler des Bundesligisten in die Trainingsräume und zu gemeinsamen Aufwärmübungen auf den Rasen begleitet. Der aus Stettin stammende Konditionstrainer der Niedersachsen Edward Kowalczuk kommentiert die Trainingseinheiten. Ein Beitrag zeigt uns Tormann Robert Enke bei der „Ganzkörperstabilisation mit Sling-Trainer“. So ist die 2010 erschienene DVD dann auch eine Hommage an den Nationaltorwart, der sich am 10.11.2009 das Leben nahm, weil ihn der Leistungsdruck im Profisport auffraß.
Die DVD entstand in Niedersächsisch-Schlesisch-Pommerscher-Kooperation WM der "Deutsch-Polen"
{ 15:55, 9-Jul-2010 }
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Wissen Sie, was die im deutschen Profifußball aktiven Spieler Marc Pfertzel (VfL Bochum), Jeff Kornetzky (KSC), Regis Dorn (SV Sandhausen, zuvor Hansa Rostock), sein Mannschaftskollege David Ulm sowie Arsenal-London-Trainer Arsène Wenger gemeinsam haben? Alle fünf werden von der deutschen Sportpresse und Kommentatoren regelmäßig als „Elsässer“ bezeichnet, ohne dabei auf die Zugehörigkeit des auch deutschsprachigen Elsass zu Frankreich herumzureiten. Gut so – man lässt ihnen ihre regionale Eigenart. Diese Tage läuft die Fußballweltmeisterschaft. Und auch bzw. gerade wegen des Einsatzes der beiden Oberschlesier Miroslav Klose und Lukas Podolski sowie des aus dem – je nach Geschmack – westpreußischen oder pommerellischen Dirschau stammenden Deutschen Piotr Trochowski ist unser Team derzeit so erfolgreich. Doch haben Sie bislang ein einziges Mal „der Oberschlesier“ oder „der Pommerelle“ gehört? Zum Toreschießen gut genug. Aber östlich Berlins ist ein regionaler Charakter Mangelware. Oder sind es die teils desolaten Kenntnisse um unsere Geschichte? Mir graust vor dem nächsten platten Bericht über die „Multikulturalität“ unserer mit „Migranten“ gespickten Mannschaft und den Erfolg von "so genannten" „Deutsch-Polen“.
Die WM-Begeisterung für die deutsche Nationalmannschaft mit ihren zwei oberschlesischen Leistungsträgern Podolski und Klose griff auch in ihrer Heimat um sich. Hier deutsche Fans, die die 4:0-Demontage Argentiniens in Nesselwitz (Pokrzywnica) im Kreis Kandrzin-Cosel (Kedzierzyn-Kozle) feiern.
"Oberschlesien ist mit Euch". Die Bar Centrum in Chronstau (Chrzanstowice) im Landkreis Oppeln (Opole) war ein fester Treffpunkt für die Anhänger von Schwarz-Rot-Gold. Vorn in der Mitte mit Schlips der Vorsitzende des Verbandes deutscher Gesellschaften (VdG) in Polen, Bernard Gaida. Für eine Reform der "Pro-Regionalliga-Reform-2012"
{ 17:19, 13-Jun-2010 }
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Im Internet unter http://www.pro-regionalliga-reform-2012.de/ - und auch in Facebook vertreten - hat sich eine Initiative gebildet, die ab 2012/13 die dreigleisige, jedoch umformierte Regionalliga erhalten will, in der eine Staffel vollständig den U-23-Mannschaften vorbehalten sein soll, während der Rest in einer Nord- und Südstaffel um Punkte kämpfen soll. Nach zahlreichen Lizenzentzügen in diesem Jahr und dem weiteren Zustrom unattraktiver II. Mannschaften ist auch beim DFB klar, dass die jetzige Struktur hanebüchen ist. Beim DFB plante man zuletzt unterhalb der 3. Liga einen Unterbau mit sieben Regionalligen (eine U-21-Staffel - nicht mehr U 23(!) - für die wohl 18 "besten" Zweitvertretungen sowie sechs weiteren Ligen, in denen also durchaus die "übrigen" sportlich qualifizierten oder in Zukunft aufsteigenden II. Mannschaften in den Spielbetrieb integriert werden sollten). Man kann davon ausgehen, dass aufgrund der die letzten Jahre immer angestrepten Parität zwischen den drei Regionalbereichen "Nord + Nordost", "West + Südwest" und "Süd" je 2 Ligen innerhalb jedes Bereiches geschaffen werden sollten. Dabei wäre allerdings denkbar, dass man mit einer gemeinsamen Spielklasse Hessen-Südwest auch eine Regionalverbandsgrenze überschreiten könnte, sofern man nicht stringend an den Verbandsgrenzen festhält und endlich ausgewogene regionale Verteilungen in den Vordergrund stellt. Für Nord und Nordost indes wäre eine Spielklasse für den jeweiligen Regionalverbandsbereich in Form der Rückkehr zu den alten Regionalligen Nord und Nordost quasi "gesetzt" (bestenfalls wäre denkbar, dabei Mecklenburg-Vorpommern zu Nord umzugliedern).
Die eingangs genannte Initiative ist m.E. ein wertvoller Beitrag, um die unsägliche Entwicklung an der Schnittstelle zwischen Profi- und Amateurfußball zu bremsen und auch in Zukunft eine "Durchlässigkeit" zu gewährleisten. Dabei ist man aufgrund der Mehrheitsverhältnisse auch so realistisch, das Vordringen von II. Mannschaften bis in die 3. Liga durchaus zu dulden. Auf- und Abstieg II. Mannschaften sähen dann wie folgt aus: "Aus der U23-Liga steigt das beste Team auf. Unabhängig vom Tabellenplatz steigt das schlechteste U23-Team in der 3.Liga in die U23-Liga ab. So wird auch gleichzeitig sichergestellt, dass es nicht mehr als vier U23-Teams in der 3.Liga geben kann". Nun gut, immerhin muss man die Fans dann auch auf den denkbaren Fall vorbereiten, dass - sofern 4 II. Mannschaften die letzten 4 Plätze der 3. Liga belegen sollten, nur der 20. als schlechteste II. Mannschaft absteigt, während die übrigen 3 Absteiger attraktivere Erstvertretungen auf den Plätzen 14-16 wären. Ein Abstieg von mehr als einer U-23-Mannschaft wäre ja nicht denkbar, da die Zahl von derzeit 4 II. Mannschaften ansonsten sinken bzw. mittelfristig sogar das gänzliche Verschwinden von II. Mannschaften bedeuten würde. Wäre zwar schön, aber dieses Szenario würden die starken Profivereine auf dem DFB-Bundestag natürlich niemals zulassen. Umgekehrt wäre theoretisch auch denkbar, dass die schlechteste II. Mannschaft als Viertplatzierter der 3. Liga in die U-23-Regionalliga absteigt. Aber soweit man all diese doch sehr theoretischen Szenarien akzeptiert, kann man immer noch zufrieden sein - denn das alles ist besser, als wir derzeit erleben! Mein eigentliches Anliegen beinhaltet jedoch etwas anderes - den bereits erwähnten Kampf, bei allem Neuen den zuletzt wenigstens geschaffenen regionalen Proporz zu wahren, der mit einer Reform anders als den vom DFB avisierten 6 Regionalligen auf Basis der "Drittelparität" in ernste Gefahr gerät! Diese könnte wieder auf der Strecke bleiben, wenn sich alles nur um das - zugegebenermaßen - Hauptproblem II. Mannschaften dreht. Wieso...? Jetzt wird es total kompliziert: Werfen wir zunächst einen sehr langen Blick zurück: Mit der Saison 2000/01 hatte bereits eine in eine Nord- und eine Südgruppe zweigeteilte Regionalliga ihr Debüt gegeben. Die Reformer setzten sich das hehre Ziel, möglichst ausgeglichene Gruppen zu bilden und jede mit zwei Direktaufsteigern und vier Direktabsteigern auszustatten, um sich gleichfalls des Problems unbefriedigender Aufstiegsqualifikationen zu entledigen. Beschlossen wurde auf dem DFB-Bundestag 1998 in Wiesbaden eine geographische Aufgliederung, die an die alte zweigeteilte 2. Liga der Jahre 1974 bis 1981 erinnerte..., wäre da nicht das „leidige“ Problem der neuen Bundesländer! Genau an dieser Stelle beginnt jedoch eine weitere Episode des schier endlosen Ringens der neuen Bundesrepublik um ein Austaxieren veränderter Proportionen, des erbitterten Kampfes um Besitzstände, des Unverständnisses für die veränderte Geographie und der Unfähigkeit zu wirklichen Reformen. Hintergründe der Regional- und Oberligareform sind so komplex, dass es zunächst einmal gilt, umfassend das Ergebnis zu beleuchten: Vergleicht man die damals geschaffene Regionalliga Süd mit der alten 2. Liga Süd (1974-81), so fällt auf, dass beide vom geographischen Zuschnitt identisch sind, sieht man davon ab, dass zum Start die beiden thüringischen Vereine Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt sowie die Sportfreunde Siegen aus Westfalen das Feld vervollständigten - doch dazu später mehr. Auf dem DFB-Bundestag 1998 in Wiesbaden beschlossen die Delegierten nämlich, dass der Regionalliga Süd grundsätzlich nur die Regionalbereiche Süd und Südwest, also die Oberligen Südwest, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern unterstellt sind, bzw. deren Meister regelmäßig die vier Regionalligaaufsteiger in diese Staffel stellen. Die weiteren elf der insgesamt sechzehn Bundesländer bildeten folglich das Gebiet der Regionalliga Nord, das damit exorbitant über den Raum der alten 2. Liga-Nord hinaus griff. Die Nordstaffel hat also in alleiniger Zuständigkeit die „Lasten“ der Deutschen Einheit zu tragen. Zum Vergleich: Im so bemessenen Norden lebten 48 Millionen Menschen, im Süden hingegen nur 34 Millionen! Und Erfurt, Jena sowie Siegen, die wegen ihrer Regionalverbandszugehörigkeit eigentlich dem Norden (Regionalbereiche West, Nord und Nordost) hätten zugeteilt werden müssen? Lediglich Makulatur..., Erfurts Abstieg und Jenas Aufstieg in die Regionalliga Nord hat beide Thüringer Mannschaften in ihre „richtige Gruppe“ geführt, während auch Siegen bei einem Zweitligaabstieg zunächst in die Nordgruppe gekommen wäre, während dann bis zum tatsächlich eintretenden Siegener Abstieg 2006 vom DFB immerhin diese Regelung der festen Zuordnung nach Regionalbereichen aufgehoben wurde. Die zunächst „falsche“ Zuordnung der drei Vereine war lediglich Folge davon, dass die Qualifikanten der Saison 1999/2000 aus den Regionalverbänden Süd- und Südwest nicht das notwendige Starterfeld von 18 Mannschaften im Süden bestückt hatten. Zurück zur Nordgruppe, die weitere traurige Merkwürdigkeiten preisgab. Auch ihr waren bei den vier avisierten Regionalligaaufsteigern vier Oberligen zu unterstellen. Selbst nach dem Zusammenschluss der beiden Nordstaffeln Schleswig-Holstein/Hamburg und Niedersachsen/Bremen zur eingleisigen Oberliga Nord ab der Saison 2004/05 gab es weiterhin zwischen den Meistern der Oberliga Nordost-Nord und Nordost-Süd Entscheidungsspiele um den Regionalligaaufstieg, da diese Spielklassen nur halbe Oberligen waren. Die zugehörigen Vereine erhielten entsprechend auch nur halbe Fernsehgelder. In der Deutschen Einheit des DFB stellte ein Gebiet mit über 17 Millionen Einwohnern (von bundesweit 82 Millionen) bei fast einem Drittel der Fläche der Bundesrepublik also einen von acht Aufsteigern in die Regionalliga! Anders gesagt, Ostvereine hatten in der Zeit des Bestens der zweigeteilten Regionalliga die gleichen Aufstiegschancen wie Vereine der „Dorfligen“ Hessen (6 Millionen Einwohner) oder Südwest (5 Millionen Einwohner). Man bedenke, was das daraus resultierende Hochrüsten im Kampf um den Aufstieg im Nordosten zur Folge hatte (siehe VfB Leipzig). Man bedenke zudem, dass sich aufgrund fehlender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit in den beiden „halben“ Oberligen des Nordostens ein erschreckend traditionsträchtiges Starterfeld z.B. mit dem 1. FC Magdeburg, dem Halleschen FC, dem FC Sachsen Leipzig, dem BFC Dynamo, Tennis Borussia und dem 1.FC Union Berlin fand. Übrigens erlaubte der DFB diese Staffeleinteilung nur „für eine Übergangszeit“. Faktisch wurden die Oberligen 1998 somit von 10 auf 8 reduziert. Verlierer der Besitzstandswahrungspolitik war neben dem Nordosten der Regionalverband Nord (Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Hamburg). Zwar gab es in der alten Bundesrepublik neben den weiteren sechs sämtlich erhaltenen „westdeutschen“ Oberligen bereits eine großflächige Oberliga Nord, ihrer Größe entsprechend stieg jedoch meist nicht nur der Meister auf. Der Zweitplatzierte ermittelte nämlich in Aufstiegsspielen mit dem West-Berlin-Meister den letzten Aufsteiger. Hatten also der Norden und West-Berlin zusammen in etwa proportional gerecht zwei von acht Aufsteigern gestellt, so wurden nun diese zwei von ebenfalls acht Aufsteigern nicht mehr von den damaligen 4„½“ Bundesländern gestellt, sondern von 10 der 16 Bundesländer, die über 48% des Bundesgebietes ausmachen! Abstimmungstechnisch begegnet uns seit Jahren eine Allianz von Süd, Südwest und West gegen Nordost und Nord. In den Beschlüssen des DFB-Bundestages vom Oktober 1998 klang die Besitzstandswahrung freilich gefälliger, da man allzu starke „Eingriffe in den bisherigen Spielklassenaufbau verhindern“ wollte. Aha,... Eingriffe waren also nur durch Massenabstiege im Nordosten und Norden aufzufangen! Wie begründeten jedoch die Funktionäre die massiven regionalen Ungleichbehandlungen? Einziges Kriterium für die Aufteilung sollte die Anzahl der in den jeweiligen Bereichen spielenden Mannschaften sein, dies gemäß einer vor dem Bundestag 1998 einberufenen Sonderkommission unter dem Vorsitz Engelbert Nelles. Bei 170.480 Mannschaften im gesamten Bundesgebiet müssten im Idealfall jedem Oberligaeinzugsgebiet 21.310 Mannschaften zugeteilt sein. Von dieser Vorgabe waren die Funktionäre, wie wir noch sehen werden, jedoch Lichtjahre entfernt. Allein die zunächst einleuchtend klingende Vorgabe benachteiligt die mitgliederarme Ex-DDR gnadenlos. Deren soziologisch gewachsene Vergangenheit führte im Sport zu einer dichten Leistungsspitze bei wenig Basisarbeit - oder anders gesagt: Die fehlende Vereinsmeierei auf dem Dorf hat kaum den Spitzensport in den Städten behindert. Eine derartige Bemessungsgrundlage allein behindert zudem eine notwendige strukturpolitische Förderung. Übrigens: Der Nordosten liegt mit 22.826 Mannschaften ohnehin über der Optimalgröße. Die vom Thüringischen Landesverband abgelehnte Zusammenlegung des Verbandsgebietes mit der Oberliga Hessen hätte statt der Zwergoberliga Hessen mit 12.967 Mannschaften im zusammengeschlossenen Gebiet immerhin eine Oberliga mit einem Einzugsbereich von derzeit 16.789 Mannschaften entstehen lassen. Mit falsch verstandener „Ostalgie“ dürften die Thüringer dem übrigen Nordosten jedoch keinen Dienst erwiesen haben, fielen ihre Vertreter doch weiterhin der übergroßen Oberliga Nordost und mithin potentiell der Regionalliga Nord zur Last. Der Aufstieg Jenas 2005 blockierte den übrigen Nordosten so auch tatsächlich. Regionaler Proporz gerät in Gefahr "Pro-Regioanlliga-Reform-2012" ist an der Schwelle zwischen der von ihr avisierten Lösung einer Regioanlliga-Nord- und Südstaffel sowie der U-23-Liga als parallel existierende "Quasi-Regionalliga" sehr nachlässig: Im Entwurt heißt es lapidar "Die Aufstiegsregelung zur Regionalliga soll erhalten bleiben". Wie man dem oben genannten langen historischen Einwurf entnehmen kann, bin ich derzeit sehr glücklich, dass die alte Regionalliga Nord und Süd mit ihren 8 Aujfsteigern aus Gründen erschreckenster regionaler Ungleichgewichtigkeit nicht mehr besteht. Nun könnte also die - mit Verlaub - alte Schiße zurückkehren, die uns eben parallel einen Unterbau wie damals beschren könnte, denn der damalige Unterbau ist ja nur ein Spiegel der Mehrheitsverhältnisse im DFB-Verbandsuniversum. Nach Einführung der 3. Liga kam die ganz am Anfang beschriebene "Drittelparität", in der statt 8 nun gerechterweise "theoertisch" 9 Aufsteiger bestehen, was Nord und Nordost eben auch eigentlich einen Unterbau mit 3 Ligen bescheren sollte. Derzeit gibt es faktisch noch 10 Regionalligaaufsteiger, weil die Nordgruppe (die ja im Grundsatz für Nord und Nordost besteht) nicht 3 sondern 4 Absteiger verkraften muss, da der DFB für eine "Übergangszeit" ,die bislang nur verlängert wurde, 4 Aufsteiger (2 aus Nord, 2 aus dem Nordosten) gestattet (siehe § 55d DFB-Spielordnung: http://www.dfb.de/uploads/media/DFB_OM_5_2010.pdf). Dies wiederum ist Folge, da der Unterbau eine Klasse tiefer hier so schwer ist, wiel im Norden über 2/3 der Mannschaften des Regionalbereichs in einem der 4 Landesverbäande (Niedersachsen) kickt und man bislang nicht mal im Ansatz darüber nachgedacht hat, spielkassentechnisch hier die Verbandsgrenze Nord/Nordost zu sprengen. Das allerdings ist doch zwingend nötig, will man nicht mit 2 Klassen und der Relegation der beiden Regionalverbandszweiten im Aufstieg hantieren. Und genau das würde ja weiterhin bedeuten, dass der geografisch exorbitant zu große Nordosten als Oberligabereich doch wieder weiterbestünde. Überdies: Mit 6 (!) Landesverbänden (was zugleich den Direktaufstieg der Verbandsmeister so gut wie unmöglich macht).
Innerhalb der "Drittelparität" Nord/Nordost, West/Südwest, Süd muss Nord/Nordost endlich einen "gemeisamen" Unterbau finden. Über ein Drittel der Mannschaften hier stellt Niedersachsen allein, so dass gemeinsam mit Bremen eine Oberliga Niedersachsen/Bremen sowie eine Staffelung von Nordost gemeinsam mit Schleswig-Holstein und Hamburg eine völlig einfache Lösung wäre. In beiden Staffeln fände sich Platz für die 8 Verbandsmeister aus den Landesverbänden! Historisch übrigens auch recht passend, waren doch zumindest die Altmark und Mecklenburg Teil des Norddeutschen Verbandes vor dem Krieg und gab es doch eine später eine Gauliga Nordmark aus Mecklenburg, Schleswig-Holstein und Hamburg. Nach allem gesagten mag man nun verstehen, wo der Haken ist: Weiterhin 10 Aufsteiger auf eine Nord- und Südstaffel werden wohl nicht funktionieren, da unter diesen nicht zwangsläufig II. Mannschaften zu finden sein werden, womit pro Staffel Nord und Süd dann 5 Absteiger bestünden. Auch bei 9 (sofern Nord und Nordost es überhaupt endlich hinbekämen gemeinsam 3 Oberligabereiche zu installieren, statt komplizierter und regional nicht entlastender Relegationen) wäre zumindest eine Abstiegsrelegation der beiden Fünftletzten noch nötig. Auch eher unwahrscheinlich. Bei der magischen Zahl 8 wird es wieder heißen: Das geht... und natürlich wäre die Lösung das ganze Drama mit dem Unterbau Oberliga Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Südwest, Nordrhein, Westfalen (eventuell vereint mit 2 Aufsteigern), Nord und dem Exitusgebiet "Nordost kann gerne untergehen"! Sollte in diese Richtung eine Reform kommen, wäre der "Saupergau" auf ganz andere Weise da! Aus Gründen regionaler Gerechtigkeit wäre dann doch eher ein Sechserunterbau angezeigt, in dem Hessen und Südwest endlich zu einer Liga zusammenkommen, oder die NRW-Liga mit einem Aufsteiger zur Regionalliga weiterbestünde. Wie man es dreht und wendet. Bei sechs Absteigern kommt der (nicht gerechtfertigte) aber erbitterte Widerstand aus Südwest, Hessen und Nordrhein-Westfalen, bei 10 Aufsteigern indes wird sich "leider" auch keine Lösung finden lassen. Die eigentlich gute Reform könnte vielleicht aus Gründen regioanler Gerechtigkeit eine erneute Tragödie werden.
Würde man den bereits einmal von Egidius Braun formulierten naheligenden Gedanken aufgreifen, Thüringen und das oberligatechnisch viel zu kleine Hessen zu einer Oberliga zu vereinen, könnte man Nord/Norodst wie folgt auch in folgender Form in drei Spielklassen gliedern: Nedersachsen/Bremen (mit Unterbau: Weser-Ems, Bremen-Lüneburg, Hannover-Braunschweig / so bereits im Zuge der jetzigen Reformdebatte innerhalb des NFV diskutiert), Nord- und Ostsee (mit Unterbau Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern) und Nordost mit ebenfalls mit Direktaufsteigern bestehendem Unterbau: Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen. Sollte der eigentlich so überaus einfache Eingriff der Vereinigung Thüringens mit Hessen an Verbandsstarre im Süden oder dusseliger Ostagie in Thürigen scheitern, wäre ein Alternativmodell denkbar, in dem Berlin und Brandenburg eine gemeinsame Liga führen und auch hier 4 Direktaufsteiger in die verkleinerte Oberliga Nordost machbar wären. An anderer Stelle könnte (sofern sich Bremen nicht in einen Unterbau mit dem niedersächsischen Bezirk Lüneburg einfügen möchte) die Nord- und Ostseeliga auch um Bremen erweitert werden, da 4 Aufsteiger noch vorstellbar sind. Diese Liga wäre übrigens noch immer mit deutlich weniger Mannschaften ausgestattet als Niedersachsen allein! Für Niedersachsen könnte das in seinem Unterbau zudem bedeuten, dass man an den 4 Verbandsbezirken Weser-Ems, Lüneburg, Hannover und Braunschweig festhält und den Bezirksmeistern den Direktaufstieg in die Oberliga Niedersachsen ermöglicht.
Individuelle Magnettabellen
{ 10:22, 21-May-2010 }
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Aus der in Oppeln erscheinenden Zeitung Schlesisches Wochenblatt (www.wochenblatt.pl) vom 21.05.2010: Magnettabellen für Schlesien Marian Richtarski hat eine ungewöhnliche Leidenschaft – den Bau von Sport-Magnettabellen. Nicht selten passiere es ihm, dass er von Interessenten auf Polnisch angesprochen wird, berichtet er mir in einem Eiscafé in Hamburg-Harburg mit Hamburger Dialekt. Ich wunder mich fast, dass er mich nicht mit dem hier typischen „Hummel Hummel“ begrüßt. Aber Marian, der weder Polnisch oder Wasserpolnisch (Oberschlesisch) spricht, heißt so, weil die polnischen Behörden 1951 den von den Eltern gewünschten Vornamen Mario nicht akzeptierten, wie er mir fast entschuldigend berichtet. Die Eltern hatten ein Kolonialwarengeschäft in Hindenburg. Da eine gemeinsame Ausreise nicht möglich war, fuhren sie mit dem Zug auf Verwandtschaftsbesuch nach Deutschland – Klein-Marian wurde im Koffer „geschmuggelt“ und ahnte nichts von der Gefahr. Heute reist er einmal im Jahr zu Bekannten nach Schwesterwitz bei Kandrzin-Cosel, wo seine Mutter einst ein Hauswirtschaftsjahr absolvierte. Auf diese Weise kam er zu ganz neuen Aufträgen: „Eigentlich habe ich bislang vorwiegend Bundesligatabellen gebaut. Für Fans des Topklubs ZAK S.A. Kandrzin-Cosel habe ich nun schon polnische Volleyballtabellen angefertigt, und ein Sammler hat bei mir sogar eine historische Gauligatabelle Schlesien (Foto, vorne) in Auftrag gegeben“, freut sich Richtarski über die unerwarteten neuen Kontakte in seine Heimat.
Marian Richtarski (richtarski@gmx.de) fertigt auf Bestellung und bei Zusendung der entsprechenden Wappenvorlagen Magnettabellen für verschiedene Sportarten und auch unterklassige oder historische Spielklassen an. Individuelle Wünsche wie Hervorhebungen des eigenen Vereins, unterschiedliche Schriftarten, Rahmenfarben etc. sind möglich. Ewige Zuschauertabelle
{ 21:57, 8-May-2010 }
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Welche Klubs können welches aktuelle oder historische Zuschauerreservoir aufweisen? Eine Zusammenstellung der höchsten jemals im Saisonschnitt erreichten Zuschauerzahlen habe ich wie schon in den Saisons zuvor auch nach der Saison 2009/10 aktualisiert. Zur Vermeidung der Nennung heute nicht mehr existierender Vereine, habe ich nach Fusionen, Umbenennungen oder Neugründungen den jeweiligen Nachfolger genannt, auch wenn in einzelnen Fällen verschlungene Wege einzuschlagen waren. Tabellenveränderungen sind nach dieser Saison gering, haben doch nur die vier "Retortenklubs" Bayer 04 Leverkusen, TSG Hoffenheim, VfL Wolfsburg und SC Paderborn 07 geringfügige Verbesserungen verzeichnen können.
Immerhin: Platz 64 für den 100jährigen Jubilar SV Arminia Hannover. Hier das Stadion am Bischofsholer Damm in der Saison 1930/31
79.647 BV Borussia 09 Dortmund 69.000 FC Bayern München 61.387 FC Gelsenkirchen-Schalke 04 56.008 Hamburger SV 53.069 Hertha Berliner SC 52.192 VfB Stuttgart 1893 49.324 1. FC Köln 01/07 49.183 Borussia VfL 1900 Mönchengladbach 48.324 Eintracht Frankfurt 43.496 1. FC Nürnberg VfL 41.932 TSV München von 1860 41.860 Hannoverscher SV von 1896 40.871 SV Werder Bremen 39.957 1. FC Kaiserslautern 35.270 Braunschweiger TSV Eintracht 1895 30.231 SG Dynamo Dresden 29.699 Karlsruher SC 1894 Mühlburg-Phönix 29.688 TSG 1899 Hoffenheim 29.294 TSV Bayer 04 Leverkusen 29.232 VfL Wolfsburg 27.413 FC Sachsen Leipzig 1990 27.316 VfL Bochum 1848 27.057 1. FC Saarbrücken 25.736 TSV Fortuna 1895 Düsseldorf 25.332 DSC Arminia Bielefeld 25.184 Meidericher SV 02 Duisburg 25.177 SV Waldhof Mannheim 07 24.571 Hallescher FC 24.485 SC Freiburg 23.563 FC Hansa Rostock 23.466 Wuppertaler SV Borussia 23.210 FC St. Pauli 1910 22.714 FC Rot-Weiß Erfurt 22.538 Chemnitzer FC 22.412 SC Rot-Weiß Essen 22.411 FC Augsburg 22.231 1. FC Magdeburg 21.733 SC Preußen Münster 21.284 SV Blau Weiss Berlin 20.747 TSV Alemannia Aachen 20.321 SSV Ulm 1846 20.212 1. FSV Mainz 05 20.066 Eintracht Duisburg 1848 19.795 Offenbacher FC Kickers 1901 19.400 SV Tasmania 73 Gropiusstadt 19.200 Kasseler SV Hessen 19.000 Sportfreunde Hamborn 07 18.933 SpVgg Greuther Fürth 17.933 SC Rot-Weiß Oberhausen 17.923 1. FC Union Berlin 17.800 Rheydter SV (Verein zur Pflege körperlicher Übungen) 17.538 Dresdner SC 1898 17.346 Berliner Tennis-Club Borussia 16.938 SV Dessau 05 16.933 SSV Jahn 2000 Regensburg 16.846 1.FC Lokomotive Leipzig 16.842 SV Stuttgarter Kickers 16.669 FC Energie Cottbus 16.538 Berliner FC Dynamo 16.400 SV 1912 Herne-Sodingen 15.818 Bremer SV 06 15.470 FSV Zwickau 15.194 Krefelder FC Uerdingen 05 15.137 SV Arminia Hannover 14.800 Essener Turnerbund Schwarz-Weiß 14.636 VfL 1899 Osnabrück 14.585 SV Darmstadt 98 14.346 FC Erzgebirge Aue 14.300 FSV Frankfurt 1899 13.654 FC Carl Zeiss Jena 13.545 SC Concordia Hamburg 12.867 SV Viktoria 01 Aschaffenburg 12.818 Berliner FC Alemannia 90 12.289 FC Wacker München 12.266 SCB Viktoria Köln 1994 12.222 SC Minerva 93 Berlin 12.159 SC Westfalia 04 Herne 12.033 Freiburger FC 11.906 Lauterer SV Viktoria 1913 11.899 SG 09 Wattenscheid 11.800 VfR Mannheim 11.733 TSV 1847 Schwaben Augsburg 11.567 SpVgg Bayern Hof 11.556 SC Fortuna Köln 11.533 VfB 1897 Oldenburg 11.246 TuS Koblenz 11.214 Meeraner SV 11.090 Kieler SV Holstein 1900 11.000 RSV Göttingen 05 11.000 1. FC Weißenfels 10.962 FC Stahl Brandenburg 10.866 Altonaer FC 93 (Altona 93) 10.733 VfB Lübeck 1919 10.299 OSC Bremerhaven 1972 10.235 SV Motor Altenburg 10.192 SC Union 06 Berlin 10.109 TSV Stahl Riesa 10.100 BSG Wismut Gera
Eigentlich wollte ich es bei Mannschaften belassen, die in einer Saison mindestens einen fünfstelligen Zuschauerschnitt erreichen konnten. Um jedoch alle ehemaligen Bundesligaklubs und Vereine, die bereits einmal Deutscher Meister werden konnten, zu berücksichtigen, habe ich die Liste folgend um einen Mindestzuschauerschnitt von 7.000 erweitert:
FSV 07/32 Witten 9.958, Sportfreunde Katernberg 1913 9.933, SV Babelsberg 03 9.857, Eimsbütteler TV 9.778, FC Heilbronn 9.763, SpVgg 1916 Erkenschwick 9.666, SG Rot-Weiß 01 Frankfurt 9.626, VfV Borussia 06 Hildesheim 9.566, ASV Bergedorf-Lohbrügge 85 9.533, Berliner SV 92 9.416,1. FC Schweinfurt 05 9.200, Sportfreunde Siegen 9.185, FSV Glückauf Brieske-Senftenberg 9.077, SpVgg Unterhaching 9.062, Frankfurter FC Viktoria 91 9.000, SV Wehen Wiesbaden 1926 8.988, SSV Reutlingen 8.867, 1.FC Neubrandenburg 04 8.808, Borussia VfB Neunkirchen 8.775, SV Stahl Thale 8.500, SV Rhenania Würselen 05 8.333, SC Paderborn 07 8.319, 1. FC Lok Stendal 8.154, 1. FC Phönix im Lübecker BV Phönix 1903 8.133, FC 08 Homburg (Saar) 8.111, SV Eintracht 05 Trier 8.000, Bischofswerdaer FV 08 7.961, VfR Neumünster 1910 7.933, SV Eintracht Osnabrück 08 7.875, SpVgg Ludwigsburg 07 7.853, SV Meppen 1912 7.851, FC Singen 04 7.832, Karlsruher FV 7.474, FK 03 Pirmasens 7.466, Duisburger FV 08 7.466, TSV Marl-Hüls 1912 7.439, SSV Hagen 7.297, Berliner FC Viktoria 1889 7.272, 1.FC Eintracht Bamberg 7.211, Bonner SC 01/04 7.066, VFC Plauen 1990 7.040 Fußball-Quartetts
{ 15:17, 15-Dec-2009 }
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In unserer Jugendzeit wurde auf den Schuhöfen noch eifrig die Zahl der Zylinder oder die Höchstgeschwindigkeit von Autos abgefragt. In den letzten Jahren erlebten Quartett- bzw. Trumpfkarten eine gewisse Renaissance - sie schwammen wohl auf einer gewissen Nostalgiewelle mit. Ob Papst- oder Dönerquartett, einige Spiele brachten es bereits zu gewissem Ruhm und großes Medieninteresse. Dass natürlich auch der Fußballmarkt ausgeschlachtet werden konnte lag nahe. Die Umsetzungen sind bislang jedoch noch nicht recht überzeigend gewesen (siehe z.B. http://www.kultquartett.de/?csid=5d6a65e81639d8e535f2bdb47b0b2403&catid=12&nid=1146), während manche große Vereine auch mit langweiligen Spielerquartetts (http://www.fussball-quartett.de/webkit/start.php) den Kleinen das Geld aus der Tasche ziehen. Wer jedoch leidenschaftlich gerne wie ich "herumfriemelt" und bereit ist ein paar Euro mehr zu investieren, kann sich im Internet unter http://www.meinkartenspiel.de/ Quartett- bzw. Trumpfspiele selber gestalten. Aus lizenzrechtlichen Gründen kann ich bis auf das selbst erstellte Spiel "Ostdeutsche Klubs" die anderen hier gezeigten Spiele jedoch nicht in den "Marktplatz" zum Verkauf an jedermann einstellen. Da der Marktplatz derzeit überarbeitet wird, dauert es auch noch etwas, bis das genannte Spiel über den Marktplatz platziert werden kann. Hier aber für Karten- und Fußballfans wie mich einige Ideen aus meinem Fundus, die Ihr gerne abkupfern dürft:
Das Spiel "Bundesliga 2008/09" mit den 18 Klubs der betreffenden Saison sowie 14 weiteren deutschen Topvereinen habe ich später auf ein quasi "64-Karten-Spiel" durch eine zweite Produktion (Deutsche Titelträger) aufgestockt. Beide Spiele zusammen beinhalten alle Vereine, die jemals in der Bundesliga gespielt haben, Deutscher Meister oder DFB- bzw. Tschammerpokalsieger geworden sind.
In dem Spiel "Norddeutscher FV" (also Norddeutscher Fußballverband) habe ich alle Vereine zusammengefasst, die im Profifußball vertreten waren oder den Norddeutschen Meistertitel errungen haben (Ausnahme: Borussia-Harburg-Nachfolger HSC habe ich außen vor gelassen, da der Verein wohl vor einer Fusion steht und ich zudem im Internet keine vernünftigen Fotos fand). Durch die Auswahl sind auch fast alle Vereine vertreten, die einst in der Oberliga Nord spielten. Zudem ist aus jeder Stadt mit über 100.000 Einwohnern ein Verein aufgenommen, so z.B. auch der eigentlich weniger erfogreiche SV Union Salzgitter.
Im Vorfeld der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine tut sich mittlerweile einiges in Sachen Stadienneubauten. Vor diesem Hintergrund habe ich das Spiel "PZPN - Polnische Fußballvereine sowie ihre Stadien und Stadionvisionen" erstellt, in denen auch einige Skizzen gezeigt werden, deren Umsetzungen noch nicht gesichert bzw. mittlerweile bereits gescheitert sind. Die Angaben beziehen sich dennoch auf Vereine, die die betreffenden Stadien nutzen bzw. nutzen wollen/wollten.
Wenn man schon mal dabei ist, kann man notfalls ja mal einen Blick auf den m.E. eher langweiligen Europapokalspielbetrieb legen. Mit dem Spiel "UEFA-Meisterliga" habe ich 32 europäische Topadressen zusammengestellt. Rechts unten im Bild auch der Beweis, dass ich mir bei der Rückseitengestaltung ebenfalls stets Gedanken gemacht habe.
Das Spiel "Ostdeutsche Klubs" (später wird dieses über den Marktplatz erhältlich sein) ist eine Kollektion von 32 Vereinen aus den ehemaligen Ostgebieten, also aus Pommern, Danzig, Ostpreußen und Schlesien. Und als Schlesier habe ich mich natürlich nicht nur auf den Fußball beschränkt, sondern auch ein Städteqaurtett mit 32 schlesischen Städten in Deutschland, Polen und Tschechien geschaffen:
Schlesienseminar
{ 23:15, 29-Nov-2009 }
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Das XIV. vom Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und der Diözese Oppeln ausgerichtete Schlesienseminar im September 2009 stand in diesem Jahr unter dem Motto „Vereine, Verbände, Bruderschaften, Bewegungen und ihre Bedeutung für Schlesien. Gestern-heute-morgen“ Im Rahmen dieses Seminars kam es zu einer Podiumsdiskussion, an der neben mir Dr. Piotr Greiner (Direktor des Staatsarchivs in Kattowitz), Sebastian Rosenbaum (Institut für Nationales Gedenken, Kattowitz) und Dr. Lech Krzyżanowski (Abteilung für Neuste Geschichte 1918–1945, Universität Schlesien, Kattowitz) teilnahmen und die sich dem Vortrag „Sportvereine in der Woiwodschaft Schlesien bis zum Jahr 1939“ von Dr. Antoni Steuer vom Museum für Geschichte der Stadt Kattowitz anschloss, der insbesondere für seine Erforschung der Entstehung des polnischen Vereins- und Verbandswesens durch das polnische Plebiszitkommissariats und die Entwicklung in der Zwischenkriegszeit bekannt ist. Da sich das Schlesienseminar grundsätzlich jedoch ganz Schlesien verpflichtet sieht, bot sich für mich daher im Rahmen der Podiumsdiskussion die Gelegenheit, insbesondere den Sport am Beispiel des beliebtesten Spiels überhaupt, des Fußballs, im Hinblick auch auf Nieder- und Westoberschlesien historisch sowie die nationale Komponente auch mit Blick auf Gegenwart und Zukunft zu beleuchten. Aus meinen Notizen sowie Stichworten aus der Diskussion kann ich meine Ausführungen im Folgenden weitgehend rekonstruieren, auch wenn sie hier neu aufbereitet sind: Schaut man sich die Stellung des Fußballsports in Polen an, so fällt auf, dass im zentralen Wohngebiet der deutschen Minderheit, der Wojewodschaft Oppeln, die Dichte an Vereinen im landesweiten Vergleich am höchsten ist. Auf 2.737 Einwohner fällt hier eine gemeldete Mannschaft. Die Dichte ist hier fast drei mal so hoch wie im landesweiten Durchschnitt, da polenweit auf 7.439 Einwohner eine Mannschaft kommt; am ungünstigsten stellt sich die Lage im Nordosten des Landes, in der Wojewodschaft Podlachien dar, wo auf 17.536 Einwohner eine Mannschaft fällt. Deutsche Vereinsmeierei Die hohe Dichte im Oppelner Gebiet kann sicher als ein soziales Vermächtnis gedeutet werden, da die autochthone Einwohnerschaft die Tradition „deutscher Vereinsmeierei“ ein Stück weit über die Jahrzehnte bewahrt hat. Gleichwohl erreicht die Vereinsdichte nicht die bundesdeutschen Werte von einer Mannschaft auf 836 Einwohner im gesamtdeutschen Schnitt. Führend ist übrigens das Saaraland mit einer Mannschaft auf 564 Einwohner, während in den einst sozialistisch dirigierten neuen Bundesländern (mit Berlin) der Schnitt mit 1.114 Einwohner, die auf eine Mannschaft fallen, am ungünstigsten ausfällt, selbst wenn dieser Wert immer noch doppelt so hoch wie in Westoberschlesien ist. Wir sehen also an diesen Zahlen, wie langlebig Mentalitäten auch im regionalen Sportgeschehen sind. Zunächst muss ich auf wesentliche Unterschiede der deutschen zur polnischen Sportgeschichte aufmerksam machen, damit nicht der Eindruck entsteht, die doch eher kleinräumigen und zeitlich sehr begrenzten Ausführungen Dr. Steuers besäßen Allgemeingültigkeit. Denn anders als in der polnischen Tradition begegnet uns im frühen deutschen Sport eine lange Konkurrenz von Turnen und Sport, die aus polnischer Sicht überraschend erscheinen mag. So war die Turnbewegung Anfang des 19. Jahrhunderts quasi aus den Napoleonischen Befreiungskriegen hervorgegangen, da sie dem Ziel der Wehrhaftigkeit der national zu formenden deutschen Jugend dienen sollte. Die Turnväter Jahn und Friesen traten so auch als erste Mitglieder überhaupt dem Lützowschen Freikorps bei, aus dem die deutschen Farben schwarz-rot-gold hervorgingen, als sie in Breslau weilten. Die Verankerung in der Schüler- und Studentenschaft brachte gleichwohl viele Probleme mit der Obrigkeit mit sich. 1837 stellte der preußische Staat es den Gymnasien frei wieder Gymnastik zu betreiben, nachdem in Breslau und Liegnitz 1818 zunächst die Turnplätze aufgrund der Breslauer Turnfehde geschlossen wurden und 1820 sogar eine allgemeine Turnsperre verhängt worden war. 1847 wurde in Görlitz Schlesiens erster Turnverein gegründet. Mit dem Scheitern der Revolution 1848 ließ das Interesse nach, während infolge des Coburger Turn- und Jugendfestes 1860 innerhalb von zwei Jahren deutschlandweit 1.000 Vereine aus dem Boden schossen. Frühe schlesische Turnvereine existierten in Breslau, Brieg, Grünberg, Haynau, Neumarkt, Landshut und Hirschberg. Als das 8. Deutsche Turnfest 1894 in Breslau begangen wurde, war das Turnen bereits so weit etabliert, dass der der erste Arbeiterturnvereins Breslaus gegründet wurde. Deutsches Turnen contra englischer Sport Von Außen gab es dennoch Kritik, wie Prof. Horst Ueberhorst in seinem Buch „Vergangen nicht vergessen – Sportkultur im deutschen Osten und im Sudetenland“ im Hinblick auf nur 11.500 Teilnehmer im Gegensatz zu 20.000 fünf Jahre zuvor in München unter Hinweis auf die Deutsche Turnerzeitung betont, die konstatierte: „Der Osten Deutschlands und seine Hauptstadt Breslau – seit jeher sind sie im Norden, Westen und Süden des Vaterlandes verkannt oder – unbekannt – verleumdet“, um weiter festzustellen, dass Breslau eine quasi „halbasiatische Stadt am verlorenen Ende“ sei.
Zwei Jahre zuvor war es am 6. September 1892 zu einem ersten öffentlich dargebotenen Fußballspiel in Breslau gekommen, aus der die Spielriege innerhalb des ATV hervorging und aus der 1898 der FC Breslau (später VfB) als erster Fußballklub Schlesiens gegründet wurde. Die Konkurrenz des Fußballs als „englischem Sport“ zum dem „deutschen Turnen“ hatte im bevölkerungsärmeren und weitläufigerem Osten weniger Sprengkraft als in anderen Teilen des Reiches. Während das starre Turnen als deutsch, von den jüngeren jedoch als oft langweilig empfunden wurde, konnte der Wettkampfgeist des englischen Sports mehr Anziehungskraft verbreiten. So fand auch die in den 1870er Jahren von Görlitz ausgehende Jugend- und Spielbewegung Emil von Schenkendorffs großen Zulauf, innerhalb der verschiedene Ballspiele auch dem Fußball den Boden bereiteten. Der 1886 in Zülz geborene Michael Münzer begründete aus ebenfalls sozialemanzipatorischen Gründen 1902 einen Sportverband, aus dem 1904 der Oberschlesische Spiel- und Eislaufverband hervorging. Der Lehrer Münzer sah sich damit insbesondere sozial und gesundheitlich schwachen Schülern verpflichtet. Mit diesem Wirken entfaltete der Sport durch die Einbindung unterprivilegierter Schichten auch eine nationale Integration im sprachlich vielschichtigen Revier. Den eigentlichen Siegeszug als Ballsportverband trat freilich nach dem 1. Weltkrieg der Deutsche Fußballbund an, dessen erster oberschlesischer Verein der SV Ratibor 03 war. Erstes Fußballspiel 1892 Dass Oberschlesien zunächst noch sportlich hinterherhinkte, ist auch daran ablesbar, dass der Südostdeutsche Fußballverband (SOFV) als Regionalverband des Deutschen Fußballbundes für Schlesien, die brandenburgische Niederlausitz und die Mark Posen 1906 nur aus der Vereinigung der regionalen Verbände Breslaus und der Niederlausitz (Hochburgen waren Forst und Cottbus) hervorging, während Oberschlesien verbandsmäßig noch nicht erschlossen war. Alle Meister des SOFV bis 1928 kamen aus Niederschlesien und Forst/Lausitz, während der Massensport Fußball mit der SOFV-Meisterschaft des SC Preußen Zaborze 1929 dort erst den sportlichen Durchbruch schaffte, den Beutehn 09 und Vorwärts-Rasensport Gleiwitz als danach führende Klubs gegenüber Breslau sogar festigen konnten. Der 1. Weltkrieg hatte an allen Fronten die breiten Schichten mit dem Fußball vertraut gemacht und in den Feuerpausen zu Freundschaftsspielen zwischen den Nationen geführt, die sich kurz darauf mit Waffen wieder gegenüberstanden. Die nationale Trennung im Sport traf so genau die Phase der explosionsartigen Ausbreitung des Fußballspiels. So initiierte das Polnische Plebiszitkommissariat quasi alle polnischen Vereinsgründungen im nun polnischen Ostoberschlesien, während die Pionierklubs als deutsche Vereine nun Hindernissen ausgesetzt waren. Auf die Entwicklung des FC Preußen 05 Kattowitz, dem späteren 1.FC brauche ich hier nicht näher einzugehen, da Adam Celder, Präsident des Vorstandes des 1. FC Kattowitz, im Laufe des Tages noch zu uns spricht und über die Reaktivierung des 1945 erloschenen 1. FC aus dem Kreis der Schlesischen Autonomiebewegung berichtet (Anm.: Celder betonte später, die Neugründung sei ein Stück der Wiedererlangung des historischen Erbes Schlesiens im Sport). Andere Vereinschicksale sind oft vergessen worden, wie die auf Druck erfolgte Inkorporation des Bismarckhütter BC in den neuen Klub Ruch Chorzów, die Ruch zu einem Spielgelände verhalf. Diesen Aspekt der Geschichte Ruchs hebe ich auch deswegen hervor, da der Polnische Fußballverband PZPN das in der Presse viel beachtete Ruch-Fantransparent „Oberschlesien“ (in deutscher Sprache) dieser Tage aus den Stadien verbannt hat, da es nationalen Unfrieden stifte. Aus meiner Sicht unverständlich, gerade wenn diese nationale Umformung vor Augen hat und meint ein nationales Exempel statuieren zu müssen. Eine nationale Gelassenheit scheint im Fußball der positiven Minderheitenrechtsgestaltung in Polen weit hinterherzuhinken. Europäische Standards Insofern möchte ich als einziger bundesdeutscher Diskutant mit einer Beobachtung schließen, die in die gleiche Richtung zielt. Mich wundert, dass in den zahlreichen Orten der Wojewodschaft Oppeln, in der die Deutsche Minderheit die Mehrheit der Bevölkerung stellt, bislang keine historischen Klubs im Rahmen der Traditionspflege wieder gegründet wurden. Diese nahe liegende Idee überließ man der nationalübergreifenden Autonomiebewegung für das Revier, die mit dem bereits erwähnten 1. FC Kattowitz den einzigen vor dem Kriege existierenden Verein Oberschlesiens neu schuf. Immerhin gibt es einige Vereine Oberschlesiens, die zumindest ein Vorkriegsgründungsjahr im Namen führen, das auf einen früheren Verein im Ort hinweist.
KS 06 Lechia Myslowitz (hervorgegangen aus Borussia 06 Myslowitz)
LKS 07 Markowitz
LZS TOR 1926 Groß Döbern (Tor ist eine Abkürzung und steht wohlgemerkt nicht für das „Tor“)
LKS Slask 1911 Reinschdorf Einziger mir bekannter Verein mit deutschem Namen in der Wojewodschaft Oppeln ist der LZS „DFK“ Lenschütz, der jedoch auch keinen historischen Namen führt, sondern vom DFK, als dem „Deutschen Freundschaftskreis“ als Ortsverband der Minderheit getragen wird und sich dabei den polnischen „Vornamen“ LZS leistet. Der den Oberschlesiern oft eigene vorauseilende Gehorsam hat sich m.E. in einem modernen Europa offener Bürgergesellschaften überlebt. Anhand einiger auf Folie gezeigter Vereinswappen möchte ich Sie daher mit der „Normalität“ ethnisch geformter Vereine aus Westeuropa vertraut machen, die häufig einen wichtigen emanzipatorischen Weg gehen und fester Bestandteil im Ligaalltag geworden sind.
FC Südtirol/Alto Adige Bozen/Bolzano: Mit der doppelten Führung in deutscher und polnischer Sprache richtet sich der Verein aus Südtirols Hauptstadt gleichberechtigt an beide Nationalitäten der Region
In der mehrheitlich deutschsprachigen Provinz hingegen, verzichtet der „italienische“ Klub Sportgemeischaft Rasen/Antholz/Olang wie fast alle Vereine der Region gänzlich auf die Beifügung des Namens in Italienisch
Polonia Wuppertal führt im Vereinswappen nicht nur den Namen Polonia, sondern vereint heraldisch den Bergischen Löwen und den Polnischen Adler, der die polnische Fahne schwenkt. Man stelle sich einen oberschlesischen Verein namens Germania und schwarz-rot-goldenen Farben vor. Der Skandal wäre perfekt. Poloniavereine bestehen in mehreren deutschen Großstädten.
Stellvertretend für die immense Anzahl türkischer Vereine, von denen bereits viele wegen ihrer Integrationsarbeit ausgezeichnet wurden, das Wappen von Türkiyemspor Wuppertal, das die Umrisse der Türkei zeigt. Deutschlands Umrisse bei einem deutschen Klub in Polen dürften heute ebenfalls kaum Akzeptanz finden.
Als Extrembeispiel liberaler Maßstäbe bei der Vereinszulassung möchte ich den arabischen FC Al-Kauthar Berlin anführen, der mir persönlich dann doch zu weit geht. Neben dem Bezug auf die in Mitteleuropa fragwürdige 108. Sure des Korans „Al-Kauthar“ (Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Wir haben dir die Überfülle gegeben. Darum bete zu deinem Herrn und schlachte. Wahrlich, der dich hasst, ist es, welcher der Amputierte ist) erschreckt das Vereinswappen dadurch, dass es die Umrisse des historischen Palästinas zeigt und damit indirekt Israels Existenzrecht in Frage stellt. Auch hier die Frage: Was wäre los, wenn ein deutscher Klub in Oberschlesien als Wappen Deutschland in den Grenzen von 1937 oder 1918 zeigen würde? Fazit: Nicht alles muss als Vorbild dienen, sollte jedoch die Augen öffnen, dass das Vereinswesen der deutschen Minderheit in Schlesien noch immensen Spielraum bei der Wiedererlangung unterdrückter Identität hat! Tabela magnetyczna Ekstraklasy
{ 10:04, 22-Nov-2009 }
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Dass ich ein großer Fan von Fußballmagnettabllen bin, war bereits im Eintrag http://blogs.die-fans.de/Ostfussball/517/Magnettabellen.html zum Ausdruck gekommen. Da ich in Polen lebe fehlte mir bislang natürlich eine Magnettabelle der "Ekstraklasa". (Ergänzung 21.05.2010: Die Anfertigung individueller Magnettabellen ist nun möglich: http://blogs.die-fans.de/Ostfussball/26635/Individuelle+Magnettabellen.html) Da es keinen Lizenznehmer für ein solches Produkt in Polen gibt half nur ein individuelle Lösung. Mit falscher "Überschrift" verwende ich nun eine frühere Kickermagnettabelle, bei denen ich selbst erstellte Magnetwappen einsetze. Als Grundlage dafür verwende ich die Aral-Magnetwappenserie aus der Saison 2008/09, die ich mit ausgedruckten Wappen der polnischen Erstligisten bedruckt habe (am besten eigenen sich dafür die Wappen des 1. FSV Mainz 05, die über den breitesten weißen Rand verfügen). Da die polnische Liga nur mit 16 Vereinen spielt, habe ich zwei DFB-Meisterschalen aus der Aral-Sammelserie 2009/10 als "Platzfüller" auf den 17. und 18. Platz gesetzt, zumal das zumindest optisch mit der DFB-Meisterschale auf der Magnettafel rechts korrespondiert. Im Grunde lege ich auf "Originalwappen" stets größten wert; im Falle von Korona Kiele habe ich jedoch das Vorgängerwappen ohne Sponsorennamenszug verwendet - dies deswegen, da das heutige Korona-Kielce-Wappen die größte heraldische Entgleisung im europäischen Spitzensport darstellt und auch in diesem Blog nicht abbildungswürdig ist! Und wenn es dann schon eine Ausnahme gibt, ist auch verzeihbar, dass ich mich bei Legia Warschau für Vorläuferform entschieden habe, da Legia derzeit auch nur ein hässliches L im schwarzen Schild ohne die grünen und roten Vereinsfarbenzusätze verwendet.
R.I.P. Robert Enke
{ 12:30, 15-Nov-2009 }
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Im Grunde müsste es nicht sein, die vielen Beiträge zum Tode Robert Enkes in Zeiten medialer Überfütterung durch einen weiteren zu ergänzen. Die heutige Trauerfeier im hannoverschen Niedersachsenstadion hat entgegen entsprechenden Befürchtungen um gröhlende Fans jedoch gezeigt, dass die Öffentlichkeit ein gutes Gespür für das richtige Maß gefunden hat. Es gibt viele Vorschläge, wie das Innehalten in der tief ergriffenen Stadt festgehalten werden kann. Diese Saison mit einer kleinen Nr. 1 auf jedem Trikot aufzulaufen ist einer, der breite Zustimmung findet - auch von mir. An dieser Stelle möchte ich einen weiteren Vorschlag aufwerfen, der dem Bundesligafußball in Gänze guttuen könnte: Wie wäre es mit einer Selbstbeschränkung in Sachen Berieselung vom Band vor und nach den Spielen und insbesondere in den Halbzeitpausen? Würde mal wieder Ruhe in der Zeit, in der nicht der Ball getreten wird, einkehren, wäre dies ein phantastisches, geradezu antizyklisches Verhalten in unserer allzu beschleunigten Welt, das Gespräche wieder erlauben würde und vielleicht sogar mal auf Jüngere wirkt, die in ihrem Leben nie anderes kennen gelernt haben als die Dauerbeschallung der heutigen Arenen. Die Anhänger hätten Gelegenheit, so auch über ihren Tormann Erinnerungen auszutauschen. Kann man sich wenigstens diese Saison diese Würde einmal erlauben - zumindest in Hannover? Welcher immense Wert so transportiert werden würde... Mir kommt es so vor, als müsste erst eines Tages ein Sponsor drei Minuten Ruhe "präsentieren", so wie der, der in manchen amerikanischen Restaurants ein ruhiges Wort wechseln möchte, sein Geld in die Musikbox werfen kann, um einmal drei Minuten Ruhe "ein"- bzw. die Musik abzuschalten. Der Das letzte Mal verlässt Robert Enke das Stadion durch den Spielertunnel
WKS Slask - Hearts
{ 11:39, 10-Jul-2009 }
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Wer meinen Blog etwas kennt, wird meine Beigesterung verstehen. Am Mittwoch, 08.07. kam es um 19.00 Uhr im Rudolf-Kalweit-Stadion meines SV Arminia Hannover zu einem Freundschaftsspiel meiner schlesischen Liebe WKS Slask Breslau gegen Europaligateilnehmer Heart of MIdlothian FC aus der nicht minder schönen schottischen Hauptstadt Edinburg. Am Ende stand ein müdes 1:0 für die Schlesier in einem Spiel ohne Höhepunkte. Schätzungsweise 120 Zuschauer mögen die Partie gesehen haben, darunter zirka ein Drittel Fans aus Breslau und Edinburg. Während die Schotten Neuigkeiten in die Heimat twitterten stimmten die Gäste von der Oder hin und wieder auch WKS-Schachtrufe an.
90 Minuten Mittelfeldgeplänkel. Zudem spielten beide Teams nicht in ihren jeweils unverkennbaren Farben, sondern leider in Ausweichtrikots.
Deutschlands, Polens, Hannovers und Schottlands Farben am Bischofsholer Damm.
Einst stand WKS für Wojskowy Klub Sportowy (Armeesportklub), seit einigen Jahren heißt man der Trägerschaft der Armee entledigt Wroclawski Klub Sportowy (Breslauer Sportklub). Slask ist die Übersetzung für Schlesien, dessen historische Hauptstadt Breslau ist und wo die heutige Wojewodschaft Niederschlesien ihren Sitz hat.
Sammlerherz, was willst Du mehr: Auf einem Plakat die Wappen des WKS Slask und des SV Arminia Hannover vereint! RasenBallsport Leipzig
{ 14:11, 31-May-2009 }
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„Na Endlich nimmt der Leipziger Niedergang ein Ende. Irgendwann hat man von jedem unbelehrbaren „Traditionsverein“ mal die Schnauze voll. Lok und Sachsen können einpacken - mein Mitleid ist längst verbraucht! Nanu, ausgerechnet aus meiner Feder findet sich zur Gründung von „RasenBallsport Leipzig e.V.“ durch den Red-Bull-Konzern ein solcher Eintrag in einem Fußballforum? Wer diesen Blog verfolgt, weiß doch eigentlich, dass hier aus jeder Pore die Leidenschaft für (Achtung Phrase) „ehrlichen Fußball von Unten“ und die Ehrfurcht vor Tradition dringt. Doch die Verhältnisse in Leipzig sind gänzlich andere als in Salzburg, wo Red Bull die örtliche Austria zerstört hat und ihre Geschichtskontinuität negiert. In Leipzig hatte die DDR diese Aufgabe längst erledigt und durch willkürliche Hin- und Herdelegierungen sowie politisch motivierte Umbenennungen eine „Traditionswüste“ hinterlassen, die heute mit Ehrfurcht vor Biographien schöngeredet wird. Deutlich daran ablesbar, dass die Probstheidaer Fußballfans sich lange nach der Wende (sic!) enger an eine rostige Lokomotive ankoppeln konnten als an einen stolzen VfB oder daran, dass man in Leutzsch bis heute nicht an TuRa anknüpfen will, sondern sogar den gar nicht so schlecht gewählten Namen FC Sachsen noch immer mit Chemieschlachtrufen besudelt. Was einst Opposition in der DDR „ihrer Möglichkeiten“ war ist heute längst tiefste, destruktive Ostjammerei aus dem Ghetto. Harmlose Rote Bullen, die allenfalls wegen ihres nervigen, deutsche Rechtschreibregeln brechenden Namens (Mitten im Wort ein großer Buchstabe) Ärger bereiten, können gar nicht soviel Brechreiz auslösen wie Schrottlokomotiven oder Chemieunfälle vom Schlage Bophal Leutzsch. Doch anstatt genau diese Leere zum Aufbruch zu Nutzen, verschanzte sich der pubertierende Fußballvolkssturm mit seinen Leuchtraketen immer tiefer in seine Stellungen im Westen und Südosten der vom Fußball befreiten Stadt. Mit einer Fanpolitik der verbrannten Erde wurden an den letzten für einen VfB Sachsen, der alle Traditionen hätte aufgreifen und miteinander versöhnen können, brauchbaren Fragmenten die Lunten auf dem Rückzug gezündet. Alles dahin, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung kann nun im Rahmen einer Schadensbegrenzungsaktion eine Aufbauarbeit begonnen werden die freilich nicht den Charme eines VfB Sachsen entfalten kann. Dennoch: Die Idee die Oberligafußballer des SSV Markranstädt aus ihrem Verein zu lösen und an ihre Stelle den Oberligisten RasenBallsport Leipzig zu setzen bedeutet immerhin, einen sportlichen Weg zu gehen und wirklich bei 0 anzufangen.
Sponsorennamen sind in Deutschland im Gegensatz zu Österreich nicht gestattet. Insofern steht RB in Leipzig bzw. Markranstädt offiziell für RasenBallsport, weist faktisch aber bereits auf Red Bull hin. Die Wappen der New York Red Bulls und von Red Bull Salzburg sind insofern fast identisch. Nur der Ortsname ist natürlich ein anderer, und Red Bull kann dort ganz offiziell ausgeschrieben stehen. Das hier gezeigte Wappen wurde dieser Tage im ehemaligen SSV Markranstädt- und jetzigen RasenBallsport-Forum präsentiert, das später jedoch herausgenommen wurde, da wohl noch keine Absprache zur Aufsicht des noch inoffiziellen Forums durch Redbull gegeben war. P.S.: Nach Freischaltung der RB-Leipzig-Homepage stellte sich heraus, dass nur die Schriftart bei Leipzig eine andere ist. Auf der Homepage finden sich zudem "dynamisierte" Bullen. Allerdings benutzt Red Bull auch im Falle Salzburgs und New Yorks parallel Logos mit beiden Bullenvarianten.
"Leichtathletik Rasensport" Ahlen hatte es bereits vorgemacht, wie man mit sportlichen Zügen getarnt, den Geldgeber zufrieden stellen kann (hier LR-Kosmetikversand)
Dass Neider nun Sabotagearbeit leisten könnten (die eine oder andere Rakete bei RasenBallsport-Heimspielen könnte vielleicht Punktabzüge provozieren - so krude denken einige Lokisten und Chemiker), wird die Solidarität der Masse der Leipziger vermutlich eher für den neuen Klub provozieren. Den Frust aufgreifend schreibt zum Beispiel „Chemie Uli“ im Forum von Nordostfußball: „(…) Ich weiß nicht, in welcher Welt ihr eigentlich noch lebt. Das sind Profis, echte, alle bewährt und nicht solche Nachtjacken wie sie bis jetzt bei Lok oder dem FCS die Chefsessel zerfurzten. Da ist alles seit Jahren geplant, da ist jeder Schritt schon lange dokumentiert. Das sind Wirtschaftsfachmänner, die lassen sich nicht von irgendwelchen Vorstadtfuzzis an die Karre fahren, das kann man sich abschmatzen. Das würden die auch solo durchziehen können, denn gegen Red Bull ist Hopp ein armes Schwein. Aber die haben ja sogar Politik, Wirtschaft und das riesengroße Eventpublikum auf ihrer Seite, welches die Schnauze gestrichen voll hat von den jetzigen Zuständen. Nicht zu vergessen die Presse, welche in der Lage ist, aus jedem viertklassigen Kleingärtnertreffen ein gesellschaftliches Ereignis zu kreieren und umgedreht. Ihr werdet euch putzen. Auf die 3.000 Flaschen, welche jetzt noch zu den Klubs pilgern, sind die doch gar nicht angewiesen. In 2-3 Jahren haben die das Dreifache. Alles schon geplant und berücksichtigt. Leute, die Ostzeiten sind vorbei, falls es hier noch keiner gemerkt hat. Genau das, was ihr sonst den „Idealisten“ in anderen Vereinen vorwerft, betreibt ihr doch selber, ihr „Kommunisten“ (…)“. Ob nun sarkastisch oder durch eigenes Fandasein von der Entwicklung angewidert, das Urteil ist einschränkungslos zu unterschreiben. Genauso zweideutig fragt „Lokist“ schon mal in die Runde: „Kauft mir jemand jetzt noch das ganze LOK-Zeuch ab oder muss ich über Ebay gehen?“ Natürlich weiß jeder, bei RB Leipzig wird es einen anderen Fußball geben. Einen Fußball der Kompromisse. Ich selber kenne das als hannoverscher Fußballfan. Mit dem Herz und mit der Bratwurst im Stadion in der Hand quasi zum Sonntagsausflug bei Sonnenschein beim SV Arminia, von dem man das ein oder andere Ergebnis schon mal verpasst. Anderen Tags dann, um nicht im sozialen Stadtraum zu vereinsamen sowie um den Lokalpatiotismus auf großen Niveau auch national zu fröhnen mit Sympathie und wenn man ehrlich ist auch mit Leidenschaft zum Verein in der AWD-„Arena“ bei 96 - hier allerdings ohne Bratwurst, weil die scheiße schmeckt und mit einer boykottierten Chipkarte zu zahlen ist. Im Fanforum von Nordostfußball stellt „Stellwerker“ dazu seinen Vergleich an: „Die ganze Brausegeschichte mal als wahr und in trockenen Tüchern unterstellt, darf man davon ausgehen, dass Traditionsfußball mit lecker Bratwurst vom Grill, Zigaretten- und Bierdunst in der Luft und siffigen Pissbuden (wer die denn braucht) in Leipzig weiterhin in blau-gelb und grün-weiß, aber allenfalls an der Spitze des Amateurbereichs stattfindet. Der Langnese-Familienblock ist - wie die rauchfreie RB-Arena im Profibetrieb - zukünftig vollbesetzt in rot-blau, die Einheitsbulette aus der Fabrik schmeckt auch nicht schlecht und es gibt Kannen- und Merchandisingstände ohne Ende. (…) Ich finde es ABSOLUT KRANK, dass sich „Fans“ aus dem blau-gelben und grün-weißen Lager nach jahrzehntelang gepflegter Antipathie plötzlich einig sind, wenn es „gegen etwas“ geht. Armleuchtern dieser Kategorie ist es zu danken, dass Fußball-Leipzig jetzt wohl da ist, wo es offensichtlich hingehört: In den Händen professioneller Planer, Macher, Geldverdiener“. Mit überzeugender Schlussfolgerung liefert der Stellwerker unfreiwillig sogar ein dickes Argument für den eigentlich unschönen Eventfußball, der in den Arenen durch sein All-you-can-fun-Dauerberieselungsterror jedes Halbzeitgespräch unmöglich gemacht hat. ENDLICH einmal Fußballgenuss ohne die Nikotinmaffia, die aufgrund des unzureichenden Nichtraucherschutzes im Freien sich weiterhin auf Kosten ihres Umfeldes austoben darf. Nicht zuletzt spricht noch ein anderes ganz dickes Argument für den Einstieg von Red Bull: Die pure geografische Gerechtigkeit. Wie soll die innere Einheit auf Dauer gelingen, wenn alle Chancen der Umstrukturierung (natürlich mit allen ihren Nachteilen) auf Dauer in einem deutschen West-Ost-Mezzogiorno zementiert werden? Die Bundesliga 2009/10 steht (abgesehen von der Insel Berlin) ohne einen einzigen Nordostklub da, obwohl ihrem Bevölkerungsanteil – und mithin zu erwartenden Faninteresse gemäß – 3 ½ Vereine der Bundsliga Nordostklubs sein müssten. Die Vertretung des Nordostens in den Spielklassen darunter ist ebenfalls bescheiden, was neben den wirtschaftlichen Nachteilen der Ostklubs auch darauf zurückzuführen ist, dass man den Nordosten ligastrukturell massiv durch West-DFB-Seilschaften benachteiligt hat, die zur Begründung ihrer Besitzstandswahrung nicht einmal ihren an sich schon abwegigen eigenen Vorgaben von im Spielbetrieb stehenden Mannschaften folgen. Nach der Wiedervereinigung wurde ein Oberligaunterbau installiert, in dem Hessen mit 13.000 Mannschaften und 5 Millionen Einwohnern die gleichen Aufstiegschancen in den Regionalligafußball (und damit die Einstiegsebene zum Profifußball) genoss wie der Nordosten mit 22.000 Mannschaften und 17 Millionen Einwohnern. Diese Zeiten werden übrigens nach der nächsten Saison zurückkehren, wenn der Norden und Nordosten (derzeit vorübergehend mit vier Aufsteigern in die Regionalliga berücksichtigt) auf 3 Aufsteiger reduziert werden, während man erneut Hessen oder die ähnlich kleine Südwestoberliga, die man perfekt zusammenlegen könnte, umbeschadet lässt. Sind wir mal ehrlich: Im Nordosten gab es keinen wirtschaftlichen Erfolg eines Hopp, der seine Region hochhievte, im Nordosten gibt es keinen etablierten Konzern wie in Wolfsburg oder Leverkusen, der sportlich ähnliches erreichen könnte, der Nordosten hat in den Großstädten keine Basis für einen Sponsorenpool, der einem etablierten Verein für Spitzenfußball reichen könnte, der Nordosten wurde durch eine Ligareform nach der anderen sportlich immer weiter gesäubert. Jetzt ist die Stunde gekommen, im Bunde mit Geld von Außen mal die eigenen Zähne zu zeigen. Leipzig ist dafür der ideale Standort, da es hier nur noch verbrannte Erde gibt. Also am Sonnabend Spitzenfußball in einer Red-Bull-Arena und meinetwegen am Sonntag in Leutzsch oder Probstheida ´ne Stadionbratwurst (falls die Knallerei der Durchgeknallten und ULTRAbekloppten mal aufhört). Strecken wir den Arschlöchern die Zunge raus, die von Traditionen faseln, nur um z.B. ihre vielbeschworene Zwergregion Osthinterpfalz (Kaiserslautern) zu retten oder sich als Gralshüter anderer Traditionsklubs generieren, obwohl sie in ihrem Leben noch nie etwas von Namen wie Arminia Hannover, Karlsruher FV, Viktoria 89 Berlin oder Westfalia Herne gehört haben. Ewige Zuschauertabelle
{ 18:03, 24-May-2009 }
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Welche Klubs können welches aktuelle oder historische Zuschauerreservoir aufweisen? Eine Zusammenstellung der höchsten jemals im Saisonschnitt erreichten Zuschauerzahlen habe ich wie schon nach der Saison 2007/08 (http://blogs.die-fans.de/Ostfussball/490/Ewige+Zuschauertabelle.html) auch nach der Saison 2008/09 aktualisiert. Zur Vermeidung der Nennung heute nicht mehr existierender Vereine, habe ich nach Fusionen, Umbenennungen oder Neugründungen den jeweiligen Nachfolger genannt, auch wenn in einzelnen Fällen verschlungene Wege einzuschlagen waren. Na gut - das ist eine Interpretationsfrage… Wir finden viele bekannte oder heute auch unbekannte Namen. Auffällig ist z.B. der stolze Zuschauerschnitt von 20.666 Fans, den der Duisburger Spielverein 1956/57 erzielen konnte. Nachdem der Lokalrivale MSV jedoch statt des DSV in die Bundesliga einzog versuchte der Spielverein mittels einer Fusion mit dem TuS 48/99 Anschluss zu halten. Als Eintracht vereint ging es dann aber nur noch bergab. Den größten Sprung in dieser Tabelle machte Bundesliganeuling TSG 1899 Hoffenheim, der in Aufstiegssaison der 2. Bundesliga noch durchschnittlich 5.984 Zuschauer zählte und vor zwei Jahren als Drittligist mit einem damaligen Rekord von 3.022 Zuschauern im Schnitt in dieser Übersicht noch gar nicht vertreten war.
Niedlich - die Sinsheimer brachten zum Auswärtsspiel in Hannover in ihren Fanblock sogar zwei Fähnchen und drei Transparente mit
Auch Meister VfL Wolfsburg konnte sich natürlich einige Plätze nach oben schieben. Der VfL steht dabei jedoch noch einen Platz hinter dem FC Sachsen Leipzig, der als BSG Chemie Leipzig vor Einführung der Bundesliga die Spitze dieser Tabelle 1963 noch mit seinen 27.413 Zuschauern aus der Sasion 1953/54 angeführt hatte.
79.647 BV Borussia 09 Dortmund 69.000 FC Bayern München 61.387 FC Gelsenkirchen-Schalke 04 56.008 Hamburger SV 53.069 Hertha Berliner SC 52.192 VfB Stuttgart 1893 49.324 1. FC Köln 01/07 49.183 Borussia VfL 1900 Mönchengladbach 48.324 Eintracht Frankfurt 43.496 1. FC Nürnberg VfL 41.932 TSV München von 1860 41.860 Hannoverscher SV von 1896 40.871 SV Werder Bremen 39.957 1. FC Kaiserslautern 35.270 Braunschweiger TSV Eintracht 1895 30.231 SG Dynamo Dresden 29.699 Karlsruher SC 1894 Mühlburg-Phönix 28.076 TSG 1899 Hoffenheim 27.413 FC Sachsen Leipzig 1990 27.408 VfL Wolfsburg 27.316 VfL Bochum 1848 27.057 1. FC Saarbrücken 27.026 TSV Bayer 04 Leverkusen 25.736 TSV Fortuna 1895 Düsseldorf 25.332 DSC Arminia Bielefeld 25.184 Meidericher SV 02 Duisburg 25.177 SV Waldhof Mannheim 07 24.571 Hallescher FC 24.485 SC Freiburg 23.563 FC Hansa Rostock 23.466 Wuppertaler SV Borussia 23.210 FC St. Pauli 1910 22.714 FC Rot-Weiß Erfurt 22.538 Chemnitzer FC 22.412 SC Rot-Weiß Essen 22.411 FC Augsburg 22.231 1. FC Magdeburg 21.733 SC Preußen Münster 21.284 SV Blau Weiss Berlin 20.747 TSV Alemannia Aachen 20.321 SSV Ulm 1846 20.212 1. FSV Mainz 05 20.066 Eintracht Duisburg 1848 19.795 Offenbacher FC Kickers 1901 19.400 SV Tasmania 73 Gropiusstadt 19.200 Kasseler SV Hessen 19.000 Sportfreunde Hamborn 07 18.933 SpVgg Greuther Fürth 17.933 SC Rot-Weiß Oberhausen 17.923 1. FC Union Berlin 17.800 Rheydter SV (Verein zur Pflege körperlicher Übungen) 17.538 Dresdner SC 1898 17.346 Berliner Tennis-Club Borussia 16.938 SV Dessau 05 16.933 SSV Jahn 2000 Regensburg 16.846 1.FC Lokomotive Leipzig 16.842 SV Stuttgarter Kickers 16.669 FC Energie Cottbus 16.538 Berliner FC Dynamo 16.400 SV 1912 Herne-Sodingen 15.818 Bremer SV 06 15.470 FSV Zwickau 15.194 Krefelder FC Uerdingen 05 15.137 SV Arminia Hannover 14.800 Essener Turnerbund Schwarz-Weiß 14.636 VfL 1899 Osnabrück 14.585 SV Darmstadt 98 14.346 FC Erzgebirge Aue 14.300 FSV Frankfurt 1899 13.654 FC Carl Zeiss Jena 13.545 SC Concordia Hamburg 12.867 SV Viktoria 01 Aschaffenburg 12.818 Berliner FC Alemannia 90 12.289 FC Wacker München 12.266 SCB Viktoria Köln 1994 12.222 SC Minerva 93 Berlin 12.159 SC Westfalia 04 Herne 12.033 Freiburger FC 11.906 Lauterer SV Viktoria 1913 11.899 SG 09 Wattenscheid 11.800 VfR Mannheim 11.733 TSV 1847 Schwaben Augsburg 11.567 SpVgg Bayern Hof 11.556 SC Fortuna Köln 11.533 VfB 1897 Oldenburg 11.246 TuS Koblenz 11.214 Meeraner SV 11.090 Kieler SV Holstein 1900 11.000 RSV Göttingen 05 11.000 1. FC Weißenfels 10.962 FC Stahl Brandenburg 10.866 Altonaer FC 93 (Altona 93) 10.733 VfB Lübeck 1919 10.299 OSC Bremerhaven 1972 10.235 SV Motor Altenburg 10.192 SC Union 06 Berlin 10.109 TSV Stahl Riesa 10.100 FV Gera Süd
Eigentlich wollte ich es bei Mannschaften belassen, die in einer Saison mindestens einen fünfstelligen Zuschauerschnitt erreichen konnten. Um jedoch alle ehemaligen Bundesligaklubs und Vereine, die bereits einmal Deutscher Meister werden konnten, zu berücksichtigen, habe ich die Liste folgend um einen Mindestzuschauerschnitt von 7.000 erweitert:
FSV 07/32 Witten 9.958, Sportfreunde Katernberg 1913 9.933, SV Babelsberg 03 9.857, Eimsbütteler TV 9.778, FC Heilbronn 9.763, SpVgg 1916 Erkenschwick 9.666, SG Rot-Weiß 01 Frankfurt 9.626, VfV Borussia 06 Hildesheim 9.566, ASV Bergedorf-Lohbrügge 85 9.533, Berliner SV 92 9.416,1. FC Schweinfurt 05 9.200, Sportfreunde Siegen 9.185, FSV Glückauf Brieske-Senftenberg 9.077, SpVgg Unterhaching 9.062, Frankfurter FC Viktoria 91 9.000, SV Wehen Wiesbaden 1926 8.988, SSV Reutlingen 8.867, 1.FC Neubrandenburg 04 8.808, Borussia VfB Neunkirchen 8.775, SV Stahl Thale 8.500, SV Rhenania Würselen 05 8.333, 1. FC Lok Stendal 8.154, 1. FC Phönix im Lübecker BV Phönix 1903 8.133, FC 08 Homburg (Saar) 8.111, SV Eintracht 05 Trier 8.000, Bischofswerdaer FV 08 7.961, VfR Neumünster 1910 7.933, SV Eintracht Osnabrück 08 7.875, SpVgg Ludwigsburg 07 7.853, SV Meppen 1912 7.851, FC Singen 04 7.832, SC Paderborn 07 7.718, Karlsruher FV 7.474, FK 03 Pirmasens 7.466, Duisburger FV 08 7.466, TSV Marl-Hüls 1912 7.439, SSV Hagen 7.297, Berliner FC Viktoria 1889 7.272, 1.FC Eintracht Bamberg 7.211, Bonner SC 01/04 7.066, VFC Plauen 1990 7.040 Supergau Bischofshol
{ 20:46, 21-May-2009 }
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Überraschende Auswärtssiege gegen starke Mannschaften, aber Heimniederlagen gegen die unmittelbare Konkurrenz - zuletzt eine 4:5-Niederlage gegen Heeßel, bei der man übereifrig dem Gegner vier Kontertore bei eigener Überlegenheit gewährte und dann in den letzten Minuten verzweifelt von 1:5 auf 4:5 verkürzte, während man in Heeßel kurz zuvor 8:1 gewonnen hatte... Das war typisch für die Blauen in der Saison 2008/2009, die in der nächsten Saison auch dank der Kaskade von Ligareformen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte nur noch sechstklassig und im Bezirk spielen, nachdem Nachholspiele an gestrigen Mittwoch mit Siegen der Konkurrenz auch theoretische Klassenerhaltshoffnungen zerstreuten. Jetzt hülfen nur noch Lizenzentzüge. Den Verein hat der sportliche Supergau ereilt, während für die Lokalpresse in Hannover schon heute die Handballer vom TSV Hannover-Burgdorf oder die Tischtennisfrauen der 96er interessanter sind. Der Strukturwandel hat die Bischofsholer eingeholt - sie erleben derzeit das, was der Freiburger FC oder Wacker München schon lange hinter sich haben. Sie transformieren von ambitionierten Aushängeschildern einer Region zu Klubs, die hin und wieder mal "ein Talent nach oben bringen" und bei sich die Fanartikelverkaufswagen des benachbarten Erstligisten aufstellen dürfen, damit im Herz der Tradition der Stachel noch tiefer sitzt.
Sportlich bleibt eigentlich nur die Hoffnung, dass angeischts der Fusion der beiden Oberligastaffeln in Niedersachsen nach der Saison 2009/10 die Qualifikation für die eingleisige Liga über die Meisterschaft in der Bezirksoberliga Hannover leichter zu bewerkstelligen sein könnte als eine solche über die Platzierung in der ersten Tabellenhälfte der Niedersachsenoberliga West. "Und bei alldem wird (für die nächste Saison) an Spielern geholt, was in und um Hannover nicht rechtzeitig auf die Bäume kommt", so User Dino im Fanforum "Die Fußballecke". So will der Verein nach dem Supergau 2009 wohl noch die letztmögliche Schadensbegrenzung zum 100. Geburtstag im kommenden Jahr verhindern. Blicken wir dennoch einmal darauf, wie sich die historische Schere zwischen dem SV Arminia und 96 entwickelte. Vor dem Bindestrich die Spielklasse von Hannover 96, hinter dem Strich die des Lokalkonkurrenten Arminia.
Es gibt jedoch auch eine zweite Strategie, wie sich der SV Arminia retten möchte. Der Verein weiß, dass in den heutigen Zeiten sein Stadion in alter Form auch nur zu halten ist (d.h. z.B. die Ränge nicht wie vielerorts kostengünstig zu begrünen sind), wenn Sportveranstaltungen anderer Art für Betrieb sorgen. Seit geraumer Zeit läuft ausgerechnet ein Traditionsklub wie Arminia dem Zeitgeist hinterher und nimmt "Eventsportarten" in sein Programm auf: Ob nun Inlineskater oder American Footballer, was hat das alles noch mit dem eigentlichen Profil des Vereins zu tun, wo doch die Footballer ihren "Gastverein" nach Insolvenz ihres eigenen Gebildes nicht einmal damit belohnen als SV Arminia, sondern als "Hannover Spartans" (bzw. noch schlimmer als "Sprada Spartans") anzutreten. Dies zudem in einem Stadion, das in der Rugbyhochburg Hannover einst als Rugbystadion begründet wurde! Siehe: http://blogs.die-fans.de/Ostfussball/585/Rudolf-Kalweit-Stadion.html In der Transformation also die Flucht mit dem Zeitgeist nach Vorne? Der Charme des SV Arminia geht spätestens mit den Mallinien der Footballer weiter flöten. Rugby statt American Football? Zum Schluss ein unorthodoxer Vorschlag von mir: Anstatt sich dem American Football anzubiedern sollte man vielleicht gerade auf die angesprochene Rugbytradition setzen. Einen sportlichen Niedergang wie der SV Arminia erlebt derzeit ja auch der gesamte Rugbysport in Hannover. Wie wäre es z.B. mit einem VfR Arminia 06 Hannover aus dem SV Arminia und dem VfR 06 Döhren, der "um die Ecke" spielt. Mit dem hervorragenden Stadion der Arminia und Unterstützung der ambitionierten Rugbyszene der Stadt könnte man hier etwas schaffen, das zur Geschichte der Arminia passt und den Rugby der Stadt neues Leben einhauchen könnte. Die zuletzt im Rudolf-Kalweit-Stadion durchgeführten Rugbyländerspiele haben die Rugbyhochburg doch bereits mit diesem herrlichen Sportfeld infiziert (P.S. Der "VfR Arminia" ist eine fixe aus diesem Blogeintrag gewachsene Idee, die niemand in beiden Vereinen je von mir zu Hören bekommen hat ;-). Mal sehen, ob innovative Querdenker in diesen Vereinen mitlesen... Roter oder blauer Willi?
{ 18:11, 26-Apr-2009 }
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Tja..., wird das mal ein Roter (ein 96-Fan) oder ein Blauer (Arminia-Hannover-Fan) fragt sich der Autor des Blogs und stolzer Papa von Wilhelm Bolko Wratislaus (geb. 17.04.2009)? Willi präsentierte sich immerhin zu seinem ersten Fototermin als angehender Südstädter stolz in den Farben der Bischofsholer. Nach einer 0:1-Niederlage gegen Nordhorn gratulierten die Blauen mit einem 8:1-Auswärtssieg in Heeßel, während auch die Bundesligakicker vom HSV von 1896 ihren Gruß in Form eines 2:1 über den 1.FC Köln sandten.
Natürlich ist Willi nicht nur ein kleiner Hannoveraner, sondern auch eine echte schlesische Lärge. Der Piastenname Bolko sowie der 3. Vorname Wratislaus deuten bereits darauf hin. Herzog Wratislaus von Böhmen war Gründer und mithin Namensgeber Breslaus, also der Stadt in der sich Mama und Papa kennenlernten. Slask Breslau empfahl sich ebenfalls in der ersten Lebenswoche Willis - nach einem 1:1 bei Cracovia wurde in Breslau-Gräbschen Jagiellonia Bialystok 2:0 geschlagen. Nordvier 2008/09
{ 19:36, 1-Mar-2009 }
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Das mittlerweile vierte Saisonsonderheft von "Nordvier" ist endlich auf dem Markt.
Als durch die Straffung der Ligapyramide zahlreiche Traditionsvereine in der Regionalliga gelandet waren, konnte man viele Jahre unterhalb der 1. und 2. Bundesliga Saisonsonderhefte mit farbigen Mannschaftsfotos nur aus den Bereichen des Westdeutschen Verbandes und nach der Wiedervereinigung auch aus dem Nordosten finden. Der Norddeutsche Fußballfan unterhalb vom HSV, Werder und 96 war sowieso mehrmach gestraft. Einzig der Ballungsraum Hamburg ragte angesichts seines Sportmikrophons etwas heraus - ansonsten Ebbe. Insbesondere der NDR verhalf den Fans zu machen Qualen. Eine lausige Fernsehberichterstattung, die nur aus der 3.-5. Wiederaufarbeitung der Spiele der vorgenannten Vereine und natürlich der hamburgegozentrischen NDR-Sicht entsprechend auch vom FC St. Pauli bestand sowie ein desaströser Videotext in Vorinternetzeiten waren die Spitze des Eisberges (es dauerte ewig, bis die Ergebnisse eintrudelten). All die leidtragenden Traditions- oder ambitionierten Provinzvereine haben jedoch seit 2005 ein mittlerweile etabliertes Sprachrohr gefunden: Nordvier. Der spärliche Blick auf den "großen Fußball" tut gut und findet auch nur dort statt, wo über die Fußballkultur als solche berichtet wird. Man will ja in Sachen Konserve nicht dem NDR nacheifern. Dass Nordvier dennoch ein Schattendasein fristet hängt einzig mit der Monokultur zusammen, die uns Ligareformen, NDR und natürlich auch die Weitläufigkeit des Nordens mit wenig Derbys außerhalb Hamburgs beschert haben. Dass das Saisonsonderheft 2008/09 dann quasi durch ein massiv verspätetes Erscheinen zu einem Rückrundensonderheft geworden ist kann man so den idealistischen Machern verzeihen. Eher hegt man Groll z.B. auf den SC Vahr-Blockdiek, der es selbst mit einem halben Jahr Verspätung nicht geschafft hat, den Mannschaftskader und ein Mannschaftsfoto beizusteurern. Dabei sind die Bremer Wiederholungstäter, die es bereits letztes Jahr als einzige nicht gebacken bekamen. Ja für wen macht man sich denn die Arbeit, wenn nicht für die geschundene Basis?
Einzig das mittlerweile vierte und sammlerunfreundliche Heftformat ist zu bemängeln sowie für mich als Wappenfreak das Ärgernis, dass wie im leztzen Jahr bei den Mannschaftsfotos von Hannover 96 (schwarz-weiß) und Hannover 96 II (farbig - so stimmt die Gewichtung) wieder das veralterte Vereinslogo die Abbildung ziert. Aber wichtiger ist aus hannoverscher Sicht ohnehin, dass hier auch Arminia oder der TSV Havelse ihren Platz finden. Danke an die Nordvier-Redaktion (redaktion@nordvier.de; www.nordvier.de)! Übrigens: Die ersten 150 Zuschauer der Begegnung SV Arminia Hannover - BSV Schwarz-Weiß Rehden (dank Schiri 2:2 aus Rehdener Sicht) erhielten das Sonderheft, das mit 6,80 € gut finanzierbar ist, als Sponsorengeschenk des Sporthauses Gösch in Hannover-Misburg. Beim Eintrittspreis von 8,- € lag dieser heute also quasi bei nur 1,20 €.
Playmobil-Fußball
{ 15:05, 13-Feb-2009 }
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Zum Tode von Hans Beck Schon Helge Schneider bekannte in einem seiner Programme, auf dem Weg zum Südpol mit Reinhold Messner nicht ohne Playmobil-Ritterburg ausgekommen zu sein. Was hätten wir Mitte der 70-er Jahre nicht alles für Playmobils neues Fußballfeld gegeben, statt immer nur auf Bauerbeiter, Cowboys oder notfalls sportlich auf die Play Big-Skiläufer zu setzen? Egal, wurde das Playmobil-Fußballfeld eben mit 30 Jahren Verspätung nach der Weltmeisterschaft angeschafft. Farblich kommen die Plastikmännchen im Rot-Weiß Essen gegen Waldhof Mannheim-Design daher, obwohl der Kenner eher mit einem Lizenzprodukt der SpVgg Greuther Fürth gerechnet hatte. Trotz fehlender FIFA-Lizenz sind auch Spieler in den Trikotfarben Deutschlands, Brasiliens, der Schweiz, Österreichs oder Belgiens etc. erhältlich. Der Modus ist arg beim bewährten Tipp-Kick abgekupfert, wobei nicht die Farbe des Balls über den Besitz des Spielgerätes entscheidet, sondern dessen Position auf der beim Mähen erzeugten Färbung des Grüns. Weil die Beine der Akteure frei schwingen und die Zielgenauigkeit somit passend zum Leistungsvermögen des Gastgeberlandes der von Uli Hoeneß 1976 entspricht, gibt es jedoch Abzüge in der B-Note. Bei diesem Schuss in die 3. Etage waren die Playmobilmännchen übrigens erst seit zwei Jahren auf dem Markt. Im Rahmen der Ölkrise hatte die Firma Geobra Brandstätter 1971 ihrem Konstrukteur Hans Beck den Auftrag erteilt, „aus kleinen, beweglichen Figuren und passenden Accessoires ein Systemspielzeug zu entwickeln, das immer wieder ergänzt wird und durch relativ kleine Teile eine hohe Wertschöpfung aus dem teuren Material Kunststoff bietet“, da man sich in der Kunststofffirma von kleinteiligem Plastikspielzeug eine bessere Wertschöpfung versprach als z.B. von Plastikeimern, deren Größe aufgrund des immens gestiegenen Rohstoffpreises ein Nachteil war. Der aus Thüringen stammende Hans Beck verstarb am 2. Februar 2009 im Alter von 79 Jahren. Im Jahre 2000 wurde er im Rahmen der Expo 2000 in Hannover mit einer Statue im deutschen Pavillon geehrt - eine Ehre die nur 100 Deutschen zuteil wurde.
Anlässlich einer Playmobilsonderausstellung 2006/07 im Schloss Wolfsburg wurde auch diese, von einem Sammler gestaltete Mannschaft des VfL Wolfsburg gezeigt. Fußballbücher Ratibor
{ 21:47, 8-Feb-2009 }
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Ratibor ist stolz darauf, dass hier im Jahre 1903 Oberschlesiens erster Fußballklub gegründet wurde. Innerhalb der Wojewodschaft "Schlesien", die allerdings nur Teile Oberschlesiens und verwirrenderweise Kleinpolens umfasst ist der Kreis Ratibor das Hauptsiedlungsgebiet der deutschen Minderheit, die in einigen Ratibor umgebenden Ortschaften sogar mehrere Bürgermeister stellt. Während anderenorts in Schlesien mit dem völligen Bevölkerungsaustausch nach dem Kreig auch das Wissen um die Vorkriegsgeschichte des Fußballs verlorgen ging, ist man sich in Ratibor der Pionierrolle im oberschlesischen Fußball auch durch die teilweise Siedlungskontinuität bis heute bewusst.
Das Wissen um Ratibors Pioniertradition beflügelte zumindest namentlich auch das 2003 erschienene Buch "100 lat pilki noznej na ziemi raciborskiej" (100 Jahre Fußball im Ratiborer Land) von Jerzy Kwasny. Angesichts der spärlichen Literatur zur schlesischen Fußballgeschichte schien der Kauf für mich damals Pflicht zu sein, zumal der teure über 360-seitige Farbband immense Erwartungen weckte. Bei erster Durchsicht stellte sich jedoch die größte Ernüchterung ein, die mir eine Neuveröffentlichung bereiten konnte. Der Autor schaffte das Kunststück, das wohl langweiligste Fußballbuch überhaupt zu veröffentlichen. Das Buch gliedert sich ausschließlich nach den in der Saison 2002/03 im Kreis Ratibor gemeldeten Vereinen, von denen dann Saison für Saison sich wiederholende Abschlusstabellen wiedergegeben sind, die mit immerhin zahlreichen Schwarz-Weiß- und Farbfotos des Saisonkaders unterfüttert sind. Angsichts dessen, dass Dorfvereine im sozialistischen Polen sowieso durchweg LZS hießen eine unerträgliche Statistikqual, die uns Jerzy Kwasny hier zumutete. So beschränkte sich der historische Wert des Buches auf die mageren 9 Seiten im Anhang "Z archiwum" (aus dem Archiv), in der wir kommentarlos Manschaftsfotos aus der Vorkriegszeit von Ratibor 03 und Preußen 06 finden. Nicht ganz... Die scheinbar aus der Vertriebenenpresse gesammelten Bilder wurden mit den deutschen Bildunterschriften abgescannt. Auf diese Weise ist gleich als erstes vor einem Tor die "Handballmanschaft des ATV" zu sehen. Eine Komplettaussage zur Qualität des gesamten Buches.
Zwei Bücher, deren Qualität kaum gegensätzlicher sein kann 2006 erschienen, doch erst jetzt von mir im Buchhandel entdeckt, hat Piotr Sput mit seinem viel bescheidener daherkommenden Titel "Z dziejow raciborskiego sportu" (Aus den Annalen des Ratiborer Sports; ISBN 83-89802-13-9) und trotz des Anspruches über den gesamten Sport zu berichten, viel mehr aus der Fußballgeschichte offengelegt. Einige der im Buch behandelten Themen fanden sich bereits in Aufsätzen des Lehrers an der Ratiborer Mechanikerschule in der Zeitschrift "Ziemia Raciborska" (Ratiborer Land) und anderen lokalen Schriften. Als Kenner des Themas konnte ich zwar kaum grundsätzlich neue Erkenntnisse aus der Lektüre mitnehmen, doch bereits die Bibliografie beweist, dass Sput in mühevoller Arbeit den Weg in Archive nicht gescheut hat. Da seine Frau als Germanistin tätig ist, dürfte ihm die Auswertung der umfassenden Presseorgane der Vorkriegszeit sowie der nahezu deutschprachigen Literatur nicht übemäßig schwergefallen sein. Vor dem Hintergrund des tiefen historischen Einstiegs bildet der Titel auch eine erfrischende Ausnahme in der Sportliteratur in den polnischen Westgebieten, die meist "historisch" im Jahre 1945 einsetzt. In seiner deutschsprachigen Zusammenfassung erinnert Sput gleichwohl daran, dass angesichts des immensen Verlustes an Primärquellen durch den Zwieten Weltkreig eine vollständige Erforschung der Vorkriegsgeschichte des Ratiborer Sports mehr möglich ist. Obwohl damit auch für mich viele Fragen nach der Lektüre offenblieben, überwiegt die Dankbarkeit, dass ein Autor die sonst vergessene Sportgeschichte der Vorkriegszeit auch der heutigen polnischen Bevölkerung überliefert hat. Einzig die schlechte Reproduktionsqualität vieler historisch interessanter Abbildungen mindern den insgesamt hervorragenden Eindruck etwas. Rudolf-Kalweit-Stadion
{ 20:18, 30-Nov-2008 }
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Eine der wohl schönsten und vor Atmosphäre und Geschichte nur so strotzenden Fußballstadien nennt der SV Arminia Hannover sein Eigen. Dank eines hervorragenden Beitrages von Christian Wolter (Wolter, Christian: Zur Geschichte der Fußballstadien in Hannover. In: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge Band 60, Hrsg. Landeshauptstadt Hannover, Hannover 2006, ISSN 0342-1104, ISBN 978-3-7752-5960-6) konnte ich die Geschichte des Rudolf-Kalweit-Stadions detailliert zusammenfassen: Stolz wie einst begrüßt der SV Arminia auch heute seine Gäste Zum Preis von 20,- Mark jährlich hatte die Stadt Hannover einen 1901 erbauten Sportplatz, der sich zirka 300 Meter südlich des heutigen Rudolf-Kalweit-Stadions befand, an den rugbytreibenden SV Merkur 1898 vermietet. Eine Kündigung ereilte den SV Merkur 1909 aufgrund von Wiederaufforstungsmaßnahmen am Rande der Eilenriede. Mit einer Entschädigung in Höhe von 600,- Mark sowie der Parzelle Heidorn XIII 15 bis 17 am Bischofsholer Damm im Rücken war im Dezember 1910 vom SV Merkur ein Sportareal geschaffen worden, dem vergleichbares in der Stadt nur der benachbarte FC Eintracht entgegenstellen konnte. Dem auch durch Kriegsopfer bedingten Spielermangel begegnete der SV Merkur 1898 durch Fusion mit dem im Fußball aufstrebenden FC Arminia am 23. August 1918. Schon 1920 krönte der neue Fusionsklub seinen Boom mit der Norddeutschen Fußballmeisterschaft. Das Aufstreben des Vereins fiel genau in die Zeit des allgemeinen Fußballbooms, der den Bischofsholern 1921 bereits 1.000 Mitglieder beschert hatte. Von diesen 1.000 Mitgliedern war der Großteil in den 24 Fußball- und 12 Hockeymannschaften aktiv. Im Jahre 1921 wurde zudem eine Laufbahn errichtet, und die Erweiterung des Areals durch den Erwerb zweier benachbarter Parzellen glückte. 250.000,- Mark waren bis dahin bereis größtenteils vereinsintern aufgebracht worden. Der epochale gesellschaftliche wie auch sportliche Wandel mag im Spätsommer 1921 auch der Grund für die Trennung der Merkurianer und Arminen gewesen sein, wobei die genauen Hintergründe des Vorgangs nicht überliefert sind. Während es die Merkurianer an die Vahrenwalder Heide zog, hatte der nun in SV Arminia umbenannte Restverein seinen Platz am Bischofsholer Damm gefunden. Das hervorragende sportliche Niveau bescherte dem Verein und mithin dem Stadion in der Zwischenkriegszeit namhafte Gäste wie UTE (heute Ujpest Budapest), Vienna Wien oder Galata-Serail Konstantionopel (Galatasaray Istanbul).
In den 30er Jahren standen die Zuschauer auf der Gegengeraden noch ebenerdig Der Bau der am 10. August 1924 im Rahmen eines Spiels gegen die SpVgg Fürth (2:2) eingeweihten Tribüne für 800 Zuschauer gab dem Stadion Vorbildcharakter für viele andere Sportstätten. Dabei war die Tribüne aus Holz und Ziegeln und nicht aus Beton errichtet worden, da man diese bei einer eventuellen Pachtkündigung durch die Stadt theoretisch hätte versetzen können. Mit dem Bau der Tribüne war nun das gesamte Sportfeld mit Zuschauerplätzen umgeben, wobei die noch nicht terassierten Stehdämme in etwa die Höhe des Stehbereichs vor der heutigen Tribüne hatten. Trotz der Laufbahn konnte das Stadion mit seinen zirka 10.000 Plätzen (mit Bänken im Innenraum bis zu 12.000) durchaus als reines Fußballstadion aufgefasst werden, da sich diese auch in den Kurven engst an die Spielfeldabmessungen anschmiegte. 1925 genehmigte die Stadt das Anbringen von Reklame. Die Verschuldung durch die Tribüne erforderte dies. Bei schlechtem Wetter reduzierte sich das Zuschaueraufkommen von sonst zirka 6.000 auf ein Drittel. Vermeintlich schlechtere Verbindungen zu den Nationalsozialisten und auch die überraschende Fußballmeisterschaft von Hannover 96 1938, dessen Heimat die nur 700 Meter nördlich befindliche Radrennbahn war, nahmen dem SV Arminia bald die fußballerische Führungsrolle, was natürlich ebenfalls Auswirkungen auf das Zuschaueraufkommen hatte. Nach zügig behobenen Bombenschäden vom 22. September 1943 war das Stadion im Zweiten Weltkrieg später durch Bombentrichter sowie Schäden an der Tribüne und auf den Stehrängen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Doch zum Start der Oberliga Nord 1947 waren diese Schäden behoben. Mitte der 50er Jahre wurde die Stadionkapazität auf 18.000 erweitert - ein Zuschauerschnitt von um die 6.000 Besucher und ein Andrang im fünfstelligen Bereich bei Spitzenspielen hatte dies erfordert. Den Zuschauerrekord erlebte das Stadion im April 1961 bei dem mit 6:1 vom SV Arminia gewonnenen Aufstiegsspiel zur Oberliga Nord gegen den Bremer SV vor 20.000 Zuschauern. Die Kapazitätserweiterung erfuhr das Stadion durch den Bauunternehmer und langjährigen Paltzobmann Lahmann, der Kriegsschutt aus der Südstadt, die oft als ideelle Heimat der SV Arminia verstanden wurde, zur Erweiterung der Stehwälle auf die heutige Höhe hatte anfahren lassen. Noch immer wird zu seinen Ehren der vom Fanclub 77 stimmgewaltig besetzte nordöstliche Hintertorbereich (-hol, -hol, Bischofshol) als "Lahmann-Hügel" bezeichnet. Die Anlegung echter Ränge in Form von Betonfertigteilen wurde freilich erst im Herbst 1976 nach dem Aufstieg in die 2. Liga Nord durch Freiwillige bewerkstelligt. Knapp dem Abriss entgangen Im Jahre 1963 stand die Sportanlage kurz vor dem Abriss, denn die Stadt Hannover wollte den Bischofsholer Damm ausbauen. Doch der Fußballverein weigerte sich die Anlage zu verkaufen und musste dafür die südwestliche Hintertorseite mit 2.500 Plätzen dem Straßenbauprojekt opfern. Mit der Spielfeldverlagerung gen Lahmann-Hügel kam auch das Ende für die ohnehin nie wettkampftaugliche Laufbahn. Diese Maßnahmen berührten das Stadion gleichwohl vergleichsweise geringfügig. Die Stadt hatte zunächst einen Abriss und Neubau eines reinen Fußballstadions mit 22.000 bevorzugt, bei dem das Spielfeld um 90 Grad gedreht und die Haupttribüne zur Hintertortribüne geworden wäre. Das Vorhaben scheiterte an den Baukosten von drei Millionen Mark. Auch ein Umzug an die Hildesheimer Straße wäre denkbar gewesen, womit man wieder zum Nachbarn des SV Eintracht geworden wäre, dessen im Kaiserreich noch vorbildliches und benachbartes Stadion auf der Bult nach dem Zweiten Weltkrieg und der einhergehenden sportlichen Talfahrt des Vereins nicht wieder hergestellt worden war. Heute ist die Lage dieses 1954 eingeebneten Platzes mit seiner 600 Zuschauer fassenden Tribüne nicht mehr erkennbar und das Gelände von den Nebenplätzen des SV Arminia überbaut. Der Name Eintrachtweg als Parallelstraße zum Bischofsholer Damm erinnert jedoch an die dortige Vergangenheit dieses Klubs. Neben den Traversenarbeiten des Jahres 1976 hatte sich das Bild des Stadions Mitte der 70er Jahre zudem durch den Austausch der Tribünenüberdachung gewandelt. 1975 hatte Präsident Otto Höxtermann seine guten Kontakte zu seinem einstigen Verein Borussia Dortmund spielen und von dort auf Tiefladern einen Teil der die Gegengerade des Stadions Rote Erde abdeckenden Überdachung nach Hannover verfrachten lassen, um mit dieser das alte marode Dach zu ersetzen. Nach dem Abriss der sich südlich des Bischofsholer Damms unmittelbar anschließenden Pferderennbahn auf der (Alten) Bult 1970 (1973 wurde vom Hannoverschen Rennverein die Neue Bult in Langenhagen bezogen) ist die Tribüne im Rudolf-Kalweit-Stadion mit ihren Holzbänken trotz ihres "neuen" Dachs die älteste dieser Art in Hannover. Bis zum Jahre 2040 ist die Zukunft des in Erbpacht dem SV Arminia überlassenen Geländes gesichert.
Anfang 2004 wurde das Stadion am Bischofsholer Damm in Rudolf-Kalweit-Stadion umbenannt. Kalweit, ein hannoverscher Gastronom, der 2002 im Alter von 96 Jahren verstorben war, gehörte der Arminia seit 1925 an und hatte dem Verein ein Millionenerbe hinterlassen. Der SV Arminia Hannover als Eigentümer des Stadions umriss den Stellenwert seiner traditionsreichen Anlage im Januar 2008 auf seiner Homepage unter "Philosophie" wie folgt: „Zudem sind wir gewillt, das Rudolf-Kalweit-Stadion für Veranstaltungen mit einem Potential von 5.000 bis 10.000 Zuschauern zu einer in Hannover einmaligen Sportstätte zu machen. Es werden, unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Mittel, fortwährend Baumaßnahmen durchgeführt, um Stück für Stück Komfort, Sicherheit und Optik zu verbessern. Der SV Arminia beabsichtigt, fester Austragungsort für Jugendländerspiele zu werden. Im Rahmen eines in Kooperation mit der Stadt Hannover durchgeführten energetischen Sanierungsprogramms soll in diesem Jahr eine Solaranlage installiert werden, um Energieverbrauch und -kosten zu sparen. Der Verein versucht, hierdurch ein Zeichen für Energiebewusstsein zu setzen“. Die Installation von Wellenbrechern auf der Gegengerade sowie von Leuchtreklame über der Haupttribüne setzte auch optisch bereits nachhaltige Zeichen. In den Rahmen des Bemühens um Sportveranstaltungen mit einem Potential von 5.000 bis 10.000 Zuschauern fallen auch Rugbyländerspiele, die in der Rugbyhochburg Hannover sehr guten Anklang gefunden haben und weiter finden sollen. Zugleich knüpft man damit an die Wurzeln des Stadions an, die beim rugbyreibenden SV Merkur 1898 liegen. Auch mit der Aufnahme der sportartverwandten Amarican Footballer 2006 in den Verein öffnete sich das Stadion neuem Zuschauerzulauf, den die Fußballer in Zeiten der strukturbedingten Monokultur kaum mehr erwirken. Das Stadion ist mit der Linie 6 der Stadtbahn Hannover zu erreichen (Station Bult/Kinderkrankenhaus).
Am Bildrand rechts oben gut zu erkennen: Dieses Foto wurde durch den Zaun vom Fußgängerweg am Bischofsholer Damm aus geschossen - dort wo die Verbreiterung der Straße zur Entfernung der Hintertortribüne geführt hat. Die wenigen Zuschauer begründen sich durch ein Jugendspiel, wenngleich der SV Arminia in der Niedersachsenliga West derzeit auch nur zirka 300 Zuschauer pro Heimspiel mobilisiert. Voller ist es derzeit beim American Football, das jedoch so unschöne Mallinien nach dem Spiel hinterlässt. Irgendwie tragisch, dass ausgerechnet American Footballer im so rugby-traditionsträchtigen Hannover und auch im Stadion, das der Rugby spielende SV Merkur in die Ehe mit den Arminen einbrachte, heute die Oberhand gewinnen. Schwarz-weiß-grün?
{ 19:40, 4-Oct-2008 }
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Vor einiger Zeit hatte ich mich bereits im Beitrag http://blogs.die-fans.de/Ostfussball/294/Wappenverwirrung+perfekt.html mit der mangelden Pflege der "Insignien" von Hannover 96 beschäftigt. Mit der neuen Außendarstellung habe ich mich mittlerweile optisch doch recht gut anfreunden können, zumal der Verein nun konsequent auch das Fanartikelsortiment, die Homepage etc. auf die tatsächlichen Farben umgestellt hat. Vor diesem Hintergrund kann ich sogar recht gut mit den eigentlich ahistorischen weißen Feldern innerhalb der Ziffern 9 und 6 leben. Sorge bereitet da eher noch die mangelnde Vermittlung des neuen Wappens nach Außen, bedenkt man allein, dass bei der Präsentation des Spielplans vor Saisonbeginn die DFL auf ihrer Pressekonferenz das alte 96-Wappen verwendete. Der HSV muss das einfach besser in den Griff bekommen. Im Netz bin ich jedoch auf zwei witzige Fanartikel aus der Vergangenheit gestoßen, die beweisen, dass der Verein eine noch stärkere Tradition in Sachen Wappenverwirrung betrieben hat, als ich dies in der Rückschau annahm:
Für Außenstehende: So viele Farbfolgen gibt es bei drei Farben nun auch nicht - beide stimmen jedoch nicht! Wehmutsderby SVA-96
{ 22:44, 6-Sep-2008 }
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Vielleicht können es nur noch Fans meiner Generation verstehen. Ich trauere den Zeiten hinterher, in denen Fußball zwar schon ein Geschäft, die Vereine jedoch Vereine und noch keine Konzerne waren. Wie in vielen Städten (Eintracht und FSV Frankfurt; VfB und Kickers Stuttgart oder Rot-Weiß und Schwarz-Weiß Essen) blühte auch noch in Hannover Konkurrenz, wo heute Monokultur regiert. Das lokale Gegeneinander brachte mehr Spaß als das dröge und in Hannover ernüchternde Rennen der 96er um Teilnahme am Europapokal. Ein Gegeneinander das heute im Grunde nur noch Legende ist, als solches jedoch immerhin 2.784 Zuschauer anlockt.
So weist Hannover sogar die Besonderheit auf, dass hier 1979/80 mit 96, Arminia und dem OSV drei Mannschaften aus einer Stadt in einer Profiliga vereint waren. Gestern ergriff mich dies wieder mit Wehmut, als auf den ehrwürdigen Rängen des Stadions am Bischofsholer Damm 96 beim SV Arminia zu Gast war. Doch Rot gegen Blau ist heute ein ungleiches Duell geworden, das erwartungsgemäß der Erstligist mit 8:0 gewann. Das letzte Pflichtspiel zwischen beiden Klubs gewann übrigens der SV Arminia durch ein 4:3-Tor in der 90. Minute von Markus Erdmann am 13. Februar 1998. Doch schon damals hatte sich die Öffentlichkeit innerlich auf die Monokultur eingestellt. Für 96 war es eine bittere Niederlage im Aufstiegsrennen der 2. Liga, die der NDR in seinem damaligen TV-Sportprogramm nicht nur einmal als Partie Hannover gegen den SV Arminia (sic!) bezeichnete. Torschütze Markus Hoffmann wurde ebenso folgerichtig wie peinlich nach dem Spiel auch nicht vor die Kamera zum Interview gebeten. Es galt damals schon nur bei 96 zu hinterfragen, wieso "Hannover" im Aufstiegsrennen gegenüber Eintracht Braunschweig an Boden verloren habe. Eine andere Sicht der Dinge war damals schon ungewöhnlich (Interview mit dem damaligen Torschützen Markus Hoffmann unter: http://www.svarminia.de/index.php?action=showarticle&pgn=1&openfile=20080905-125810-de&set_filter=&set_modul=news).
Bitter: Am Bischofsholer Damm ist heute nicht mehr die Arminia das Maß der Dinge. Das Proletariat braucht den großen Hype der Bundesliga und Seele und Stolz des Heimatvereins treten zurück. Die Geschäftsstelle der Arminia mit dem Fanartikelverkauf befindet sich in Blickrichtung und symbolisch versteckt genau unter der Trbünenseitenfront hinter dem mobilen Fanartikelverkauf der Roten. Dass das ganze als Freundschaftsspiel wenig Spaß macht, sah man auch am sonst umtriebigen Fanblock der Arminiafans. Als der erste 96-Angriff bereits zum Tor führte und der Erstligist schon 2 Minuten später nachlegte war die Luft raus. Kein einziger Fangesang war über die Partie mehr zu hören, und dort wo sonst eher die Arminiarenter die Ränge bevölkern, schwenkten Kinder 96-Fähnchen und freuten sich über das Spiel von "Hannover" bei "irgendeinem" anderen Verein.
Erst 27 Sekunden sind gespielt, und in zwei Sekunden steht es bereits 0:1 Als der Stadionsprecher im Rahmen der Tombola verkündete, nun werde der "Kultpreis" des Tages, eine Arminiasaisonkarte verlost, schallte es von meinen Nachbarn mit 96-Käppi "Ha, ho, ho, wer will denn sowas haben?" Unverständniss und irritierte Gesichter als ich sagte "Ich tausche die gegen meine VIP-Karte 96-VfL Wolfsburg" (die ich freilich gar nicht gewonnen hatte).
Unter den Senioren auf der Tribüne war Blau noch mit vielen Sympathien vertreten.
Der 1976 zum Zweitligaaufstieg erweiterte Lahmannhügel beim Einlauf der Mannschaften. Hinter dem Tor der gestern stumme Arminiafanblock.
Die Gegengerade oder mehrheitlich "feindliche Übernahme".
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