Fußnoten zur Fußballgeschichte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Saison 1922/23 Danziger Sonderwege
{ 23:07, 27-May-2011 }
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SOFV-Meisterschaft 1. Ver. Breslauer Sportfreunde 6:2 Punkte 2. Beuthener SuV 09 6:2 Punkte 3. Cottbuser FV 1898 5:3 Punkte 4. ATV 1896 Liegnitz 2:6 Punkte 5. ATV Görlitz 1:7 Punkte Baltenmeisterschaft 1. VfB Königsberg 8:0 Punkte 2. Stettiner SC 2:6 Punkte 3. Preußen Danzig 2:6 Punkte Danziger Sonderwege 1920 wurde Danzig als „Freie Stadt“ vom Reich abgetrennt, da auf diese Weise die Wirtschaftsinteressen und Polens Zugang zum Meer erleichtert werden sollten, während sich die zu 96 % deutschsprachige Stadt so ohne Anschluss an Polen selbst regieren konnte. Im Fußball hatte das sogar die Folge, dass Danzig – obwohl nicht mehr zum Reich gehörig – in den Strukturen des Baltenverbandes und mithin dauerhaft im DFB verbleiben durfte – ein Staat ohne eigene Fußballmeisterschaft! Die zirka 5.500 Danziger Polen nutzten den neuen Status der Stadt jedoch am 15. August 1922 zur Gründung des KS Gedania Danzig, der am Heeresanger, der Hochburg der Danziger Polen, heimisch wurde. Der vorgesehene Name „Polonia“ und die blau-weißen Farben wurden von den Behörden jedoch zurückgewiesen, da auch andere Klubs wie der SC Lauental in diesen Farben spielten. 1924 wurde die nun weiß-rote Gedania in den Baltenverband aufgenommen. 1931 wurde der Klub Danziger Vizemeister hinter dem SV Neufahrwasser und spielte dank Danziger Sonderstatus in der von den Nazis geschaffenen Gauliga Danzig-Ostpreußen. Einen Tag vor Beginn des 2. Weltkriegs wurde der Verein verboten. Der Vorsitzende Kopacki und seine Stellvertreter wurden nach dem Einmarsch standrechtlich erschossen. Am 16. Mai 1945 wurde der Verein wieder gegründet, während nun sämtliche deutschen Klubs zwangsaufgelöst wurden, darunter natürlich auch der Danziger Meister im Gedania-Gründungsjahr 1922 SC Preußen. Die Preußen vom Stadion Bischofsberg (1909 Gründung Fußballabteilung im Turn- und Fechtclub; 1923 eigenständig) mit dem einzigen Danziger Nationalspieler Paul Matthies waren sicher der erfolgreichste Klub der Stadt und zogen 1934 und 1941 in die Endrunde der Deutschen Meisterschaft ein.
Deutsche Meisterschaft Viertelfinale: Arminia Bielefeld – Union Oberschöneweide (heute 1. FC Union Berlin) 0:0 nach Verlängerung und 1:2 nach Verlängerung, Hamburger SV – Guts Muts Dresden (heute SSV Turbine) 2:0, SpVgg Fürth – Breslauer Sportfreunde 4:0; Im Halbfinale gab es nicht den großen ostpreußischen Erfolg. Auf dem Platz von Preußen Stettin unterlag der VfB Königsberg dem Hamburger SV kanpp 2:3, während Union mit einem 2:1 gegen Fürth ins Endspiel einzog. „Eisern Union“ unterlag vor der neuen Rekordkulisse von 64.000 Zuschauern dem HSV im Finale. { Kommentar schreiben } { Letzte Seite } { Seite 8 von 69 } { Nächste Seite } |
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