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<title>yetis Welt</title>
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<title>Halle(n)terror ist anders!</title>
<description>Winterpause in der Regionalliga Nord und business as usual. Drittklassige Mannschaften tingeln durch die Republik, um bei kaum h&amp;ouml;herklassigen Hallenturnieren die Mannschaftskasse zu f&amp;uuml;llen. Da macht Union keine Ausnahme und w&amp;auml;hrend die meisten Turniere, aufgrund der astronomischen Preisgestaltung der Veranstalter, von der aktiven Fanszene boykottiert werden, fand sich zum Ford-Cup in Dessau ein stattlicher Mob Unioner an einem Bahnhof in Berlin ein. Etwa 120 Jugendliche m&amp;ouml;gen es zum Beginn der Reise gewesen sein, in Dessau stiegen letztendlich etwa 150 jugendliche Berliner aus dem Zug. Das Polizeiaufgebot am Bahnhof war enorm und so zog man es vor, dem Viehtrieb zur Halle durch schlichtes Warten auf dem Bahnsteig zu entgehen.

Wer schon mal in der Bauhaus-Stadt war, wird best&amp;auml;tigen k&amp;ouml;nnen, dass dort selbst an einem Samstag rein gar nichts los ist. Es gibt zwar Gesch&amp;auml;fte, die ge&amp;ouml;ffnet haben, hin und wieder f&amp;auml;hrt auch eine Stra&amp;szlig;enbahn, aber das war&amp;rsquo;s dann auch schon mit Leben in der Stadt. Stopp, da war ja noch die Radfahrerin, die den Hauptst&amp;auml;dtern vorwarf, doch vom Dorf zu sein, nur weil man auf dem Radweg lief. Nun gut, man konnte nun wirklich nicht damit rechnen, an diesem Tag noch Einwohner der Stadt zu sehen, theoretisch h&amp;auml;tte man sogar auf der Stra&amp;szlig;e laufen k&amp;ouml;nnen.

Unterdessen wurde der Unionmob von einer Abordnung Hallenser begr&amp;uuml;&amp;szlig;t, was wohl nicht f&amp;uuml;r jeden sehr gesundheitsf&amp;ouml;rdernd war. Ewiges Warten vor der Halle folgte, ehe auch die Unioner zum Eingang gelassen wurden. Dort schien man die Zeit allerdings nicht zur ausreichenden Vorbereitung genutzt zu haben und so erhielten einige Unioner die gr&amp;ouml;&amp;szlig;tm&amp;ouml;gliche Erm&amp;auml;&amp;szlig;igung am Einlass. Etwa 200 waren es zum Turnierbeginn, Halle unterst&amp;uuml;tzten ca. 40 Saalest&amp;auml;dter und 20 Lokis, Piesteritz war mit ca. 25 Leuten vor Ort, Dessau stellte einen Fanblock von 40 Leuten, darunter eine Frau im Pandakost&amp;uuml;m und damit wohl die meistfotografierte Person des Tages. Borussia Dortmund II und der FC Sachsen Leipzig waren die einzigen beiden Mannschaften ohne Unterst&amp;uuml;tzung von den R&amp;auml;ngen.

Zum ersten Spiel des FCU gegen den Gastgeber aus Dessau gab es eher durchschnittlichen Support von den R&amp;auml;ngen und einen 1:0-Sieg durch unser Nachwuchstalent Antunovic. Das sahen allerdings nicht alle, denn ohne Grund postierten sich gut 30 Beamte vor dem Unionblock und tr&amp;uuml;bten so etwas die Stimmung. Dessau mit zwei kleinen &amp;Uuml;berziehfahnen und ein paar Schnipseln, der Ger&amp;auml;uschpegel in deren Block war allerdings kaum h&amp;ouml;her, als das Verkehrsaufkommen in der Stadt an diesem Tag.

Halle nur im ersten Spiel gegen Chemie Leipzig mit aktiver Unterst&amp;uuml;tzung und der Freundschaftsfahne Halle-Lok. Danach fielen sie nur noch anderweitig auf, aber dazu sp&amp;auml;ter mehr. Zun&amp;auml;chst vergab der 1. FCU einen sicher geglaubten Sieg gegen Piesteritz nach 1:0 F&amp;uuml;hrung noch mit 1:2, stand aber als Gruppenzweiter dennoch im Halbfinale. Die ersten Aufreger gab es dann beim Spiel Leipzig - Dortmund, da der Schiedsrichter der U23 des BVB ein irregul&amp;auml;res Tor gab. Bierbecher flogen aufs Feld und die Polizei hatte sowohl vorm Halle-, als auch vorm Unionblock ihren Auftritt. Gemeinsame &amp;sbquo;Fu&amp;szlig;ballfans sind keine Verbrecher&amp;rsquo;-Rufe zeigten Einigkeit bei diesem Thema.

Leider kam es im Halbfinale nicht zum erhofften Aufeinandertreffen von Union und Halle. Die Saalest&amp;auml;dter mussten gegen Dessau ran, denen ein kleines Derby gegen die verhassten Piesteritzer ebenfalls versagt blieb. Nach einer Rangelei auf dem Spielfeld und einer unberechtigten roten Karte, setzte sich der Hallemob in Bewegung gen Spielfeld, wurde aber recht unsanft von der Polizei ausgebremst. In dem ganzen Trubel konnte sich ein Unioner nicht beherrschen und warf eine Flasche aufs Parkett, was eine langwierige Spielunterbrechung zur Folge hatte. Aufregung dann unter den korrekten Unionern, die wutgeladen nach dem T&amp;auml;ter suchten, ihn aber leider nicht ausfindig machen konnten. Als Konsequenz der Vorf&amp;auml;lle k&amp;uuml;ndigte der Veranstalter bereits an, Union und Halle nicht mehr zu diesem Turnier einzuladen.

Da Halle im Neunmeterschie&amp;szlig;en komplett versagte, stand mit Dessau der erste Finalteilnehmer fest. Danach war die Luft raus. Union machte es besser und begann mit zwei Zaubertoren von Gebhardt und Spasskov sogar noch den Gegner zu verarschen. 3:1 hie&amp;szlig; es am Ende gegen die U23 des BVB und die K&amp;ouml;penicker zogen ebenfalls ins Finale ein. Kurz davor vernahm man bereits erste Versuche eines Wechselgesangs mit Union, die Anh&amp;auml;nger von Gr&amp;uuml;n-Wei&amp;szlig; Piesteritz intonierten. Der Unionmob antwortete nicht und so kamen die Piesteritzer einfach in den Berliner Block, um uns gegen ihren Erzrivalen SV Dessau 05 im Endspiel zu unterst&amp;uuml;tzen. Die Meute lehnte erneut ab und bat die Bauern gepflegt arrogant zur&amp;uuml;ck in ihren Block. 

Im Finale kam es nach einem 1:1 in der regul&amp;auml;ren Spielzeit schlussendlich zum Neunmeterschie&amp;szlig;en, das Union mit 4:3 f&amp;uuml;r sich entscheiden konnte. Zwei Turniersiege in zwei Tagen, das l&amp;auml;sst sich doch gut an. Nach dem Spiel gab es eine 30min&amp;uuml;tige Blocksperre f&amp;uuml;r die Unioner, die von einigen durch einen Notausgang umgangen wurde. Ansonsten hatte die Polizei allerdings alles unter Kontrolle. Sogar der angepeilte Zug wartete auf die Berliner, die eine ruhige R&amp;uuml;ckfahrt verlebten.

Die Ank&amp;uuml;ndigung des Veranstalters, uns f&amp;uuml;rs n&amp;auml;chste Jahr auszuschlie&amp;szlig;en, d&amp;uuml;rfte wenig schmerzen, hatte Union die Antrittspr&amp;auml;mie f&amp;uuml;r vier Jahre doch schon 2004 im Rahmen der Aktion &amp;sbquo;BLUTEN F&amp;Uuml;R UNION&amp;rsquo; kassiert. Viel mehr schmerzt der Imageschaden f&amp;uuml;r den Verein, hervorgerufen durch den Idioten, der die Flasche warf und die schlichtweg &amp;uuml;bertriebene und teilweise auch falsche Berichterstattung der Medien. Da war dann n&amp;auml;mlich pl&amp;ouml;tzlich von &amp;sbquo;FlascheN&amp;rsquo; und &amp;sbquo;schweren Ausschreitungen&amp;rsquo; die Rede. Schade, aber kein Hindernis Union auch weiter hin und wieder in die Hallen der Republik zu folgen.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/yeti/453/</link>
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<title>Bauer sucht Tor</title>
<description>Der Tag begann fr&amp;uuml;h, denn bevor es zum letzten Heimspiel der ersten Mannschaft vor der Winterpause gehen sollte, galt die ganze Aufmerksamkeit unserer FII, die heute in der Halle antrat. Jeder der bisher glaubte, dass es nicht zur Sache geht, wenn Sechsj&amp;auml;hrige Fu&amp;szlig;ball spielen, sollte heute eines Besseren belehrt werden. Gr&amp;auml;tschen, voller K&amp;ouml;rpereinsatz, pr&amp;auml;zise Sch&amp;uuml;sse in den Winkel und mutige Paraden der Torh&amp;uuml;ter waren eher die Regel, als die Ausnahme. So macht Fu&amp;szlig;ball Spa&amp;szlig; und die glorreichen Kleensten konnten von den ersten drei Spielen zwei gewinnen. Das war&amp;rsquo;s dann aber auch schon wieder mit positiven Ereignissen an diesem Tag.

Zum ersten Heimspiel der R&amp;uuml;ckrunde hatte der 1. FC Union Berlin knapp 1.000 Freikarten verteilt, die sicher auch an Bed&amp;uuml;rftige gingen, aber zum gro&amp;szlig;en Teil bei Leuten landeten, die sowieso immer da sind. Eine sch&amp;ouml;ne Geste des Vereins, der Sponsoren und einiger gro&amp;szlig;z&amp;uuml;giger Fans. Leider konnten nicht alle Tickets an den Mann gebracht werden, was mit Sicherheit auch der Fernseh&amp;uuml;bertragung des rbb geschuldet war. So fanden sich gerade mal 5.065 zahlende Zuschauer nach zuletzt spektakul&amp;auml;ren und erfolgreichen Heimspielen im Stadion An der Alten F&amp;ouml;rsterei ein. Union legte gut los und kam nach Vorlage von Patschinski und vier Minuten durch Spork in Front. Selbst der zwischenzeitliche Ausgleich konnte die K&amp;ouml;penicker nicht schocken, denn eine Minute danach netzte &amp;sbquo;Patsche&amp;rsquo; mit einem genialen Heber zum 2:1 ein. Ausrasten auf den R&amp;auml;ngen, der Mob war zufrieden und setzte das in eine ganz annehmbare Stimmung um. Union erspielte sich weitere Chancen, von denen Mattuschka noch vorm Pausentee eine zum 3:1 nutzen konnte, als er allein aufs Tor zul&amp;auml;uft und den Keeper in Torj&amp;auml;germanier aussteigen l&amp;auml;sst. 

Bis dahin konnte man noch zufrieden sein, doch was dann kommen sollte, grenzte schon an Bl&amp;ouml;dheit. Innerhalb von neun Minuten kommt eine bis dahin vollkommen unterlegene Ahlener Mannschaft zum Ausgleich, wobei das zweite Tor auf Glinkers Kappe geht, dem man das wohl mal zugestehen kann nach einer sensationell guten Hinrunde. Die knapp 50 Mitgereisten Bauern aus dem f&amp;uuml;rchterlichen Dorf Ahlen feierten das Ganze entsprechend emotional und konnten sich sogar dazu hinrei&amp;szlig;en lassen, ein wenig zu supporten, obgleich man davon so gut wie nichts h&amp;ouml;rte. Auf Heimseite gab es ein Spruchband zu der verbotenen &amp;sbquo;Stasi 2.0&amp;rsquo;-Fahne, die beim Spiel gegen L&amp;uuml;beck vom Ordnungspersonal aus dem Block geholt werden sollte. &amp;bdquo;Niemand hat die Absicht einen &amp;Uuml;berwachungsstaat zu errichten&amp;ldquo; stand in gro&amp;szlig;en Lettern auf Tapete. Sch&amp;ouml;ner Spruch, der hoffentlich bei den Verantwortlichen angekommen ist.

Auf dem Platz ging es weiter mit einem berechtigten Elfmeter f&amp;uuml;r Union, den Patsche bei seinem derzeitigen Lauf nat&amp;uuml;rlich souver&amp;auml;n verwandelte. Nun machte Ahlen auf und der FCU hatte Chancen im Minutentakt. Mangelnde Konzentration im Abschluss versagte uns jedes weitere Tor und statt 7:3 stand es weiter 4:3. Einmal mehr tat sich der so genannte St&amp;uuml;rmer Karim Benyamina hervor, der momentan in einem absoluten Formtief steckt. Er steht permanent im Abseits und wenn&amp;rsquo;s der Linienrichter mal nicht sieht und er vors Tor kommt, vergibt er kl&amp;auml;glich. Vielleicht hilft ihm ja die Winterpause wieder in Form zu kommen, vielmehr hoffe ich aber, dass uns in Form eines weiteren St&amp;uuml;rmers geholfen wird.

Wie es dann immer so ist, musste kurz vor Ultimo noch der ungl&amp;uuml;ckliche Ausgleich fallen und die Wut &amp;uuml;ber den Schiedsrichter, der letztendlich zwar einige komische Entscheidungen traf, aber nicht Schuld an der 4:4-Niederlage war, erfasste sogar unseren Pr&amp;auml;sidenten Dirk Zingler. Der lief wie von der Tarantel gestochen aufs Spielfeld und sagte dem Mann in Gelb ein ziemlich kritisches Weihnachtsgedicht auf. Danach war dann Bescherung angesagt und die Unioner verteilten gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gig volle Bierbecher an Herr Thielert, der jedoch vor der Flut an Geschenken fl&amp;uuml;chtete. So verpasste er zum Gl&amp;uuml;ck die beiden gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Pr&amp;auml;sente, eine volle Cola-Flasche und einen B&amp;ouml;ller, der in Deutschland mit Sicherheit nicht mal zu Silvester erlaubt ist. Wut und Ver&amp;auml;rgerung - okay, aber das Becherwerfen hat uns schon genug Geld gekostet. Als Wiederholungst&amp;auml;ter d&amp;uuml;rfte die n&amp;auml;chste Strafe im mittleren f&amp;uuml;nfstelligen Bereich liegen, was sich der Verein absolut nicht leisten kann.

Wie dem auch sei, Union hatte mal wieder einen kleinen Matchball vergeben und so blieb der Abstand zu Platz elf bei vier Punkten, statt auf sieben zu wachsen. Drei&amp;szlig;ig Gegentore stehen zu Buche, die uns in einer abwechslungsreichen Hinrunde einige Punkte kosteten. Dennoch sind es zu Platz zwei auch nur drei Punkte, die Liga ist also wieder &amp;auml;hnlich eng wie letzte Saison. Nun werden die Karten beim Wett(nach)r&amp;uuml;sten in der Winterpause wieder ganz neu gemischt und der geneigte Fu&amp;szlig;ballfan wird sich bis Mitte Februar wieder mehr Hallenturniere und Testspiele angucken, als er sich urspr&amp;uuml;nglich vorgenommen hatte. In diesem Sinne, fr&amp;ouml;hliche Weihnachten und niemals vergessen, Eisern Union.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/yeti/445/</link>
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<title>Ultras ohne Ehre</title>
<description>Samstag fr&amp;uuml;h um vier Uhr in K&amp;ouml;penick, alles schl&amp;auml;ft und &amp;auml;rgert sich &amp;uuml;ber die am Vortag in Oberhausen verschenkten drei Punkte. Am meisten wurmte das jedoch unseren Trainer Uwe Neuhaus, der die Mannschaft zu dieser nachtschlafenden Zeit zu einem 45min&amp;uuml;tiges Training auf den Platz bat. Mit Sicherheit nicht das gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Vergn&amp;uuml;gen nach einer anstrengenden R&amp;uuml;ckreise und so tat die Mannschaft gut daran, es in D&amp;uuml;sseldorf besser zu machen.
Der Tag begann entspannt, denn das Verkehrsmittel unserer Wahl war heute zun&amp;auml;chst ein InterCity nach M&amp;uuml;nster. Ungef&amp;auml;hr 50 Unioner machten es sich in dem leeren Zug gem&amp;uuml;tlich und verbrachten eine ruhige Fahrt, w&amp;auml;hrend der man sich im Wesentlichen aufs Reden und Bier trinken beschr&amp;auml;nkte. Es wurden weder Mitreisende bel&amp;auml;stigt, noch sonstiger &amp;Auml;rger gemacht - ja, auch das ist Union. Umsteigen in M&amp;uuml;nster und eine weitere Stunde Fahrt brachten uns z&amp;uuml;gig nach D&amp;uuml;sseldorf, wo schon reichlich Polizei auf uns wartete. Der Mob reiste allerdings in zivil und so konnte man mit 15 Leuten unbehelligt den Bahnhof verlassen, um sich in Richtung Altstadt zu bewegen. Unz&amp;auml;hlige Aufkleber fielen den bew&amp;auml;hrten Flaschen&amp;ouml;ffnern zum Opfer, die Sticker-Mafia hatte gute Arbeit geleistet.
In Stadionn&amp;auml;he fand man dann noch eine Pinte, die vollkommen mit Unionern besetzt war und nur noch zur Aufnahme eines Biers genutzt werden konnte, da die Zeit dr&amp;auml;ngte. Am Stadion angekommen war die Freude dar&amp;uuml;ber endlich mal wieder an einem Samstag nach D&amp;uuml;sseldorf zu fahren schnell wieder verflogen, hatte man doch schon fast vergessen, wie schlimm dieses Stadion doch wirklich ist.
Dem Niveau passte sich dann auch das Ordnungspersonal an, das einfach nicht begr&amp;uuml;nden konnte, warum man ein und denselben Block nur &amp;uuml;ber den Eingang betreten konnte, der auf der Eintrittskarte ausgewiesen war. Die Jungs und M&amp;auml;dels vom Cateringstand waren &amp;auml;hnlich clever, hatten sie doch gro&amp;szlig;e Probleme bei der Herausgabe des richtigen Wechselgelds. Wahrscheinlich fanden sie die Preise daf&amp;uuml;r einfach nur selber unversch&amp;auml;mt und gaben aus Verst&amp;auml;ndnis f&amp;uuml;r die armen Ausw&amp;auml;rtsfahrer mehr Wechselgeld raus als vorgesehen.
Gut gest&amp;auml;rkt ging es in H&amp;auml;lfte eins, ca. 800 Unioner mit gutem Support, w&amp;auml;hrend von D&amp;uuml;sseldorf bis auf den &amp;uuml;blichen Wechselgesang nichts zu h&amp;ouml;ren war. Ganz sch&amp;ouml;n bitter bei einem derart wichtigen Heimspiel mit vern&amp;uuml;nftigem Gegner. Auf dem Platz gab es nur vereinzelte Chancen, das 0:0 zur Pause ging in Ordnung, ebenso wie der Platzverweis f&amp;uuml;r Bemben. Ziemlich genau w&amp;auml;hrend der K&amp;ouml;lner Schieri die rote Karte zeigte, wurde Union in D&amp;uuml;seldorf erneut eine Fahne geklaut. War es beim letzten Mal noch die Fahne der Massaker Amigos, die mit einem Loch in der Mitte vorm Stadion zur&amp;uuml;ckgeholt werden konnte, musste man heute die der KariBikFraktion - kurz KBF - in fremden Hemden sehen. Schon damals war ich im Stadion und einfach nur w&amp;uuml;tend, doch heute war es anders, kannte man doch die Besitzer der Fahne und stand zum Teil sogar neben ihnen. Allerdings bemerkte zun&amp;auml;chst niemand den Diebstahl, denn die Fahne wurde nicht &amp;bdquo;erobert&amp;ldquo;, sondern ganz feige geklaut. Ein D&amp;uuml;sseldorfer kam durch eine Arbeitskarte zu einem Ordner vorm G&amp;auml;steblock und sagte ihm er wolle die Fahne umh&amp;auml;ngen. Der vollkommen ahnungslose Hirni sagte nichts und lie&amp;szlig; den D&amp;uuml;sseldorfer &amp;bdquo;Helden&amp;ldquo; gew&amp;auml;hren.
Sportlich ging es bem&amp;uuml;ht in die zweite H&amp;auml;lfte, die Rheinl&amp;auml;nder wussten ihre numerische &amp;Uuml;berlegenheit zun&amp;auml;chst nicht zu nutzen - im Gegenteil. Schulz kam nach einer Ecke zum Kopfball und verfehlt das Tor nur knapp. Das war der Wachmacher f&amp;uuml;r die Fortuna und die Glinker-Show konnte beginnen. Eine Chance nach der anderen vereitelte unser junger Schlussmann, bei dem Topleistungen dieser Art fast schon zur Gewohnheit werden. Als nach 85 Minuten alle mit einem torlosen Unentschieden rechneten, zeigten die D&amp;uuml;sseldorfer M&amp;ouml;chtegern-Ultras die angesprochene KBF-Fahne verkehrt rum im Block, kurz darauf schoss Patschinski das gl&amp;uuml;ckliche 1:0. Kaum Freude, nur Wut und Ohnmacht. Ein guter Freund beschrieb es so: &amp;bdquo;Das ist ungef&amp;auml;hr so, als ob dir deine Freundin kurz vorm Orgasmus den Namen ihres Ex-Freunds ins Ohr haucht.&amp;ldquo; 
Weite Teile des Blocks dr&amp;auml;ngten in Richtung Ausgang, um die Fahne von den ehrlosen Bastarden der Ultras D&amp;uuml;sseldorf zur&amp;uuml;ck zu holen. Die Sicherheitskr&amp;auml;fte stellten sich mit aller Macht dagegen, Leute sprangen von oben in deren Richtung, eine Verhaftung folgte. Einen der Besitzer der Fahne konnte nichts mehr bremsen, vier Leute hingen an ihm und hatten keine Chance. 
Inzwischen war das Spiel zu Ende, doch nach Feiern war im Block keinem so recht. Alle wollten nur noch raus. In den Katakomben des Stadions wurden dann die Personalien von dem Ordner aufgenommen, der das alles verursacht hatte. Der Heini lie&amp;szlig; es sich dann nicht nehmen einen unserer Fanbeauftragten als Rassisten zu beschimpfen, was nicht nur l&amp;auml;cherlich, sondern fast schon Verleumdung war. Das interessierte dann allerdings keinen so recht und es ging ziemlich w&amp;uuml;tend und vor allem mit dem Verhafteten zum Hauptbahnhof.
Dort standen sogar Mitglieder der Ultras D&amp;uuml;sseldorf und spielten sich wegen ihres &amp;bdquo;Erfolgs&amp;ldquo; ziemlich auf. W&amp;uuml;ste Beschimpfungen folgten, doch die Ultras ohne Ehre hatten nicht mal die Eier in der Hose die zahlenm&amp;auml;&amp;szlig;ig Unterlegenen Unioner in die Schranken zu weisen. Sie verteidigten den unehrenhaften Diebstahl der Fahne sogar noch und hatten au&amp;szlig;er &amp;bdquo;Schei&amp;szlig; Ossi-Ultras&amp;ldquo; nicht viel auf dem Kasten.
Ach doch, sie schafften es noch mit 15 Leuten zwei Spieler unserer Mannschaft zu bep&amp;ouml;beln, gaben dann aber nach einer kurzen Schubserei mit umstehenden Unionern Ruhe. Die beiden Spieler honorierten den Einsatz der Unioner mit einem Grinsen und einem Daumen. 
Im Bahnhofskonsum ging es dann kaum vorw&amp;auml;rts, was vornehmlich daran lag, dass die Mannschaft sich nicht einigen konnte, was auf der R&amp;uuml;ckfahrt getrunken werden sollte. Am Ende entschied man sich f&amp;uuml;r Dosenbier und Mixgetr&amp;auml;nke, die man allerdings nicht allein trinken wollte. Kaum hatten es sich die Reisenden im ICE gem&amp;uuml;tlich gemacht, standen auch schon Marco Gebhardt und Sebastian B&amp;ouml;nig in der T&amp;uuml;r, um mit den Fans zu feiern. Ohne Vorbehalte trank man gemeinsam das ein oder andere Bier und brachte sich die verschiedenen Sichtweisen des heutigen Tages n&amp;auml;her. Sp&amp;auml;ter gesellte sich dann auch noch Nico Patschinski zu dem illustren Haufen und entpuppte sich als Alleinunterhalter, der einem sogar ein Bier ausgab. Das verk&amp;uuml;rzte die Fahrt, die kurz vor Wolfsburg von einer &amp;bdquo;Herde Wildschweine&amp;ldquo; gebremst wurde, ungemein. In Wolfsburg bestand dann der Schaffner darauf, dass Beamte des BGS zusteigen, was nur an einer einzigen Frau lag. Die f&amp;uuml;hlte sich n&amp;auml;mlich durch die lauten Ges&amp;auml;nge bel&amp;auml;stigt und so stiegen tats&amp;auml;chlich drei Beamte zu, die nicht einschritten und einen ruhigen Abend verbrachten.
Kurz hinter Wolfsburg war dann das Bier alle und so war die Meute, inkl. Spieler, froh, nach kurzer Zeit Berlin zu erreichen. Hinter uns lag eine Fahrt, die nach dem Ausw&amp;auml;rtsspiel in Dresden einmal mehr zeigte, wie volksnah unsere Mannschaft ist. Keine Ber&amp;uuml;hrungs&amp;auml;ngste, Verst&amp;auml;ndnis f&amp;uuml;r Faninteressen und einfach nur ganz normale Menschen mit einem besonderen Beruf. Diese R&amp;uuml;ckfahrt entsch&amp;auml;digte f&amp;uuml;r Einiges und konnte nach dem Verlust der Fahne sogar dem Letzten ein L&amp;auml;cheln ins Gesicht zaubern. Was nach dem vierten Mal D&amp;uuml;sseldorf bleibt sind drei Punkte, Verachtung f&amp;uuml;r die ehrlosen Bastarde der Ultras D&amp;uuml;sseldorf und das gute Gewissen, keine S&amp;ouml;ldner zu unterst&amp;uuml;tzen.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/yeti/440/</link>
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<title>Kommerz lass nach!</title>
<description>&amp;bdquo;Oberhausen, Wiege der Ruhrindustrie&amp;ldquo;, so der Wahlspruch &amp;nbsp;der Stadt. Die Wiege des Fu&amp;szlig;balls liegt dort mit Sicherheit nicht, daf&amp;uuml;r aber das Niederrheinstadion, Heimat des Drittligisten Rot Wei&amp;szlig; Oberhausen, dem letzten Gegner des 1. FC Union Berlin in der Hinrunde. Den Spielplanern des DFB sei dank durfte man erneut an einem Freitag in den Westen Reisen und tat das seit Langem mal wieder mit dem VIRUS-Bus. 
Nach einem chaotischen Ultra-Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck ging es mit weiteren 30 Jungschen in das gut ausgestatte Vehikel, das uns heute zur Wiege der Ruhrindustrie bringen sollte. Die Fahrt begann wie immer, die ersten Bierflaschen gingen auf, Unmengen alkoholischer Getr&amp;auml;nke kamen zum Vorschein und ein kleiner Teil fing gleich mit Schnaps an. Dementsprechend wurde es mit jedem Kilometer lauter im Bus, bis die erste Rastst&amp;auml;tte angefahren wurde. Was dort raus getragen wurde spottet jeder Beschreibung, doch wie weit man wirklich gehen kann zeigte sich erst bei der zweiten Rast. Hier sa&amp;szlig; pl&amp;ouml;tzlich ein ziemlich angetrunkener Businsasse an der Kasse des Shops und erfreute die Unioner mit seiner kundenfreundlichen Preisgestaltung bei der Vergabe von Tabakwaren und Spirituosen. Was in dem Moment f&amp;uuml;r Viele lustig war, roch kurz darauf schon schwer nach &amp;Auml;rger. Die Polizei wurde gerufen, deren Ankunft jedoch die z&amp;uuml;gige Abfahrt des Busses zuvor kam.
In Oberhausen angekommen eskortierte man uns direkt vor den Eingang der Heimkurve, was viele dazu nutzen wollten sich abzusetzen. Die Polizei fing aber alle relativ unsanft wieder ein und begann die Meute zu schubsen. Dabei entglitt einem Unioner das W&amp;ouml;rtchen &amp;bdquo;Wessibulle&amp;ldquo;, was eine sofortige Verhaftung zur Folge hatte. Auf die Frage ob er denn ins Stadion k&amp;auml;me antworteten die Zivilbeamten mit &amp;bdquo;Wenn ihr im Stadion seid&amp;ldquo;. Das war nat&amp;uuml;rlich glatt gelogen und der Unioner kam erst nach dem Spiel wieder frei.
F&amp;uuml;r unerwartet g&amp;uuml;nstige 5,50 &amp;euro; ging es in den &amp;uuml;berdachten G&amp;auml;steblock in der Kanalkurve, gegen&amp;uuml;ber der Emscher Kurve. Man war also umgeben von Wasser, was nur so lange idyllisch klingt, bis man mal dort war. Insgesamt 350 Unioner waren schlussendlich im Stadion, wobei nur die H&amp;auml;lfte davon tats&amp;auml;chlich aus Berlin anreiste, der Rest kam aus dem Exil.
Die Heimkurve war heute ebenfalls gut gef&amp;uuml;llt und erreichte, bedingt durch den Spielverlauf und das Dach, teilweise eine ganz ordentliche Lautst&amp;auml;rke. 3.211 Zuschauer sahen 30 Minuten lang eine ausgeglichene Partie. Dann wurde Oberhausen st&amp;auml;rker und nutzte die erste Gro&amp;szlig;chance nach einem schlimmen Stellungsfehler zum 1:0. Verw&amp;ouml;hnt von der Aufholjagd gegen L&amp;uuml;beck und der Leistung in Magdeburg tat das der Stimmung im G&amp;auml;steblock jedoch keinen Abbruch. Mit dem Selbstvertrauen aus sieben Spielen ohne Niederlage lie&amp;szlig; sich die Mannschaft nicht beirren. Nur drei Minuten nach dem R&amp;uuml;ckstand wurde Patschinski im Strafraum in aussichtsreicher Position gef&amp;auml;llt. Alle warteten auf den Pfiff, doch Schiedsrichter Ittrichs Pfeife blieb stumm. Bezeichnend f&amp;uuml;r seine schwache Leistung, deren Konsequenz unm&amp;ouml;gliche Fehlentscheidungen f&amp;uuml;r und gegen beide Seiten waren.
Halbzeit im Niederrheinstadion bedeutete das, was das kostenlose Programmheft schon versprach: Reichlich Werbung in grausigem Rahmen. Das sollte seinen unr&amp;uuml;hmlichen H&amp;ouml;hepunkt bei den insgesamt f&amp;uuml;nf Auswechslungen finden, die mit einem f&amp;uuml;rchterlichen Jingle und einem elend langen Sponsorentext die Geh&amp;ouml;rg&amp;auml;nge der Freunde traditioneller Fu&amp;szlig;ballkultur vergewaltigte. 
Zu ertragen war das noch bei der Auswechslung von Benyamina, dessen Leistung in der ersten H&amp;auml;lfte noch schlimmer war als der angesprochene Jingle. F&amp;uuml;r ihn kam Streit, der das Angriffspiel auch nicht beleben konnte und so blieb Union &amp;uuml;ber weite Strecken des Spiels zu harmlos. Zu viele Ballverluste im Aufbauspiel, ungenaue P&amp;auml;sse und mittelm&amp;auml;&amp;szlig;iges Zweikampfverhalten hatten das verdiente 2:0 f&amp;uuml;r Oberhausen zur Folge. Der Platzverweis f&amp;uuml;r die Gastgeber gab den K&amp;ouml;penickern zwar noch mal ein wenig Auftrieb, doch wirklich zwingende Chancen ergaben sich daraus nicht mehr und so machte Terranova nach einem sch&amp;ouml;nen Konter alles klar. Die Mannschaft kam ziemlich bedr&amp;ouml;ppelt in die Kurve, doch der G&amp;auml;steblock nahm die Niederlage ziemlich gelassen hin. 
Oberhausen feierte seine siegreiche Elf mit einer Ufta in Dolby Surround, denn sie wurde &amp;uuml;ber s&amp;auml;mtliche Lautsprecher im Stadion in Konzertlautst&amp;auml;rke &amp;uuml;bertragen. Gruselig, also schnell raus aus dem K&amp;uuml;hlschrank Niederrheinstadion, hinein in den wohlig warmen Bus, den gleich sechs Einsatzfahrzeuge der Polizei und eine Pferdestaffel bewachten. Das war den Raubz&amp;uuml;gen der Hinfahrt geschuldet und so stand auch der erste Halt an einer Tankstelle unter strenger Polizeibewachung. Doch schon bei der n&amp;auml;chsten Rast war man wieder allein und so ging das Spielchen wieder von vorne los. 
Leider konnten sich einige Businsassen nicht benehmen und so sorgten zertrampelte Kekse, rausgerissene Noth&amp;auml;mmer und Unmengen an M&amp;uuml;ll f&amp;uuml;r einigen &amp;Auml;rger mit den Verantwortlichen des Busunternehmens und den Reiseleitern. Da braucht man sich nicht wundern, wenn kein Unternehmen mehr bereit ist, Unioner zu fahren. Schade jedoch f&amp;uuml;r all jene, die sich zu benehmen wussten und ihren Teil des Busses zwar nicht besenrein, aber eben auch nicht wie eine M&amp;uuml;llhalde hinterlie&amp;szlig;en.
So fand die Hinrunde ein eher bescheidenes Ende. Zwar ist das Mindestziel mit Platz zehn erreicht, allerdings trennt uns aber auch nur ein Punkt von Platz elf. In den Spielen gegen Babelsberg, Wuppertal, Verl und Magdeburg wurden insgesamt zehn Punkte verschenkt, die uns am Ende fehlen k&amp;ouml;nnten. 
Wie gut, dass nach sieben Gegentoren in den letzten drei Spielen mit D&amp;uuml;sseldorf eine der schw&amp;auml;chsten Angriffsreihen (17 Tore in 18 Spielen) der Liga wartet.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/yeti/434/</link>
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<title>Freie Meinungsäußerung?!</title>
<description>Nach dem schwachen Pokalspiel nun ein Versuch der Wiedergutmachung gegen den VfB L&amp;uuml;beck. Die &amp;uuml;berraschend schwachen Hansest&amp;auml;dter reisten mit der Empfehlung von f&amp;uuml;nf sieglosen Spielen an. 
So ganz hatten die Unioner den schwachen Auftritt unter der Woche wohl noch nicht vergessen und verpennten abermals die Anfangsphase. Zwei mittelschwere Fehler der Abwehr und Ersatztorwart&amp;nbsp; Hinz sorgten erneut f&amp;uuml;r einen 0:2 R&amp;uuml;ckstand nach 20 Minuten. Und dennoch kam das komische Gef&amp;uuml;hl auf, man w&amp;uuml;rde hier dennoch gewinnen und viel st&amp;auml;rker als der SV Empor Berlin sollten sich die L&amp;uuml;becker in Folge auch nicht pr&amp;auml;sentieren.
&amp;nbsp;Erfolgreich klaute Patsche Abwehrrecke Daniel Schulz sein Tor noch auf der Linie zum Anschlusstreffer, ehe Mouhani mehr oder weniger gekonnt den Ausgleich markierte. Verdient war das allemal, L&amp;uuml;beck spielte wie in Unterzahl und musste kurz vorm Pausentee unter Mithilfe von Schiri Gagelmann sogar den R&amp;uuml;ckstand hinnehmen.
F&amp;uuml;nf Tore zur Halbzeit, da hatte sich das Kommen des rbb doch glatt gelohnt. Dachten sich wohl auch die Gelegenheits-Stadiong&amp;auml;nger und verbrachten den Nachmittag lieber zu Hause auf der Couch, statt unsere einmalige Stadionatmosph&amp;auml;re vor Ort zu schnuppern. Besonders bitter, wenn man bedenkt, dass Union durch die &amp;Uuml;bertragung des Spiels nicht mal Mehreinnahmen entstehen. Im Gegenteil 4.113 Zuschauer stellten doch einen deutlichen Einbruch zu den vorangegangenen Heimspielen dar.
Halbzeit zwei wurde auf dem Platz durch Tristesse bestimmt, daf&amp;uuml;r wurde es auf den R&amp;auml;ngen interessant. Zun&amp;auml;chst zeigte der Heimblock in Gedenken an den verstorbenen R&amp;ouml;mer das Spruchband &amp;bdquo;Gabriele Sandri - Riposi in Pace!!!&amp;ldquo;, worauf ein Transpi mit der Aufschrift &amp;bdquo;Polizei: Freunde der L&amp;uuml;gen und Helfer des Todes!?!&amp;ldquo; folgte, was von den ca. 200 mitgereisten L&amp;uuml;beckern mit einem rythmischen &amp;bdquo;All Cops are Bastards&amp;ldquo; begleitet wurde. Die norddeutschen um das Ultrakollektiv legten allgemein einen soliden Auftritt hin, nur leiden sie doch sehr unter der fehlenden Masse und damit Durchschlagskraft. Allerdings kamen die solidarischen Lieder und die ersten beiden Torjubel ziemlich gut r&amp;uuml;ber.
&amp;nbsp;
Weiter ging der Reigen der Spruchb&amp;auml;nder mit &amp;bdquo;Zeugenaussage versprochen, daf&amp;uuml;r die Knochen verbrochen&amp;ldquo; als Anspielung auf eine brutale Kn&amp;uuml;ppelaktion der Polizei am Abend nach dem Spiel in Magdeburg.
Dazu wurde hin und wieder der Stasi 2.0 - Doppelhalter gezeigt, den ein Bild des Innenministers Sch&amp;auml;uble &amp;bdquo;ziert&amp;ldquo;. Der war jedoch seitens der Polizei unerw&amp;uuml;nscht und so wurde jedem der das harmlose St&amp;uuml;ck Stoff noch mal zeigen sollte mit Stadionverbot gedroht. Folgerichtig spr&amp;uuml;hte der Ultrahaufen schnell noch ein Spruchband mit der Aufschrift &amp;bdquo;Freie Meinungs&amp;auml;u&amp;szlig;erung?&amp;ldquo; und verlie&amp;szlig; geschlossen den Block. Sogar ein paar Leute von der Gegengerade schlossen sich dem konsequenten Handeln von WS und TSK an. Bitter, dass der Verein sich von der allgemeinen Panikmache der Polizei anstecken lie&amp;szlig; und per Hausrecht einen harmlosen DH aus dem Stadion verbannte. Das erinnerte ein wenig an die sinnlose Diskussion um die Fahne &amp;bdquo;Perverse Menschenfresser&amp;ldquo; der Zwickauer, die neuerdings auch wieder verboten ist.
Die Ultras Union werden dazu demn&amp;auml;chst noch eine Stellungnahme ver&amp;ouml;ffentlichen, die sich auch an die Mannschaft richten wird, der man damit nicht schaden wollte.
Was bleibt ist die gro&amp;szlig;e Entt&amp;auml;uschung dar&amp;uuml;ber, dass Repression und Unrecht auch in unserem Wohnzimmer Alte F&amp;ouml;rsterei salonf&amp;auml;hig gemacht werden sollen. Daf&amp;uuml;r spricht auch das Vorwort unseres Schiedsrichterobmanns im Programmheft, der schreibt, dass beim letzten Gastspiel im Mommsenstadion von Unionern versucht wurde die Haupttrib&amp;uuml;ne anzuz&amp;uuml;nden. Ganz peinlicher Fauxpas, der fast schon an Rufmord grenzt, denn viele Menschen k&amp;ouml;nnen bezeugen, wie kontrolliert und gesittet diese Pyro-Aktion vonstatten ging.
Hoffen wir auf eine kommunikative Woche, bis Freitag (!) in Oberhausen.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/yeti/433/</link>
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<title>Husch, husch, husch...</title>
<description>Dritte Runde des Paul-Rusch-Pokals, ein Gegner aus der sechsten Liga - eigentlich ein klarer Fall von ca. 1.000 Zuschauern &amp;sbquo;An der Alten F&amp;ouml;rsterei&amp;rsquo; und einem deutlichen Sieg f&amp;uuml;r Union. Denkste, denn der SV Empor Berlin wollte sein Heimrecht nicht wie &amp;uuml;blich mit Union tauschen und so musste die Partie im Jahn-Sportpark stattfinden.

Die Kartenpreise waren mit f&amp;uuml;nf Euro nicht h&amp;ouml;her als an der AF, daf&amp;uuml;r aber die Schlangen an den Kassen. Erb&amp;auml;rmliche zwei davon hatte man ge&amp;ouml;ffnet und an beiden ging es kaum vorw&amp;auml;rts. Das Kassenh&amp;auml;uschen hinter der Haupttrib&amp;uuml;ne bot dann gro&amp;szlig;es Kino f&amp;uuml;r alle potentiellen Stadiong&amp;auml;nger. Die drei Opas, die dort Tickets an den Mann brachten, hatten die G&amp;auml;steliste eines Radiosenders direkt ans Fenster gelegt und so nahmen pl&amp;ouml;tzlich einige Leute ganz andere Namen an. Nat&amp;uuml;rlich verkaufte nur einer der drei die Karten, die anderen beiden standen daneben und gaben neunmalkluge Kommentare ab. Leute mit 50-Euro-Scheinen attestierten sie eine schlechte Spielvorbereitung und wiesen sie ab, von den Erm&amp;auml;&amp;szlig;igungsberechtigten lie&amp;szlig;en sich die leicht senilen Opis die Nachweise mindestens zweimal zeigen.

Im Stadion war heute nur die Haupttrib&amp;uuml;ne ge&amp;ouml;ffnet, wo sich am Ende 1.015 Zuschauer einfanden. Gef&amp;uuml;hlte null Grad, Popmusik in Konzertlautst&amp;auml;rke und ekelhafter Gl&amp;uuml;hwein - Fu&amp;szlig;ballherz was willst du mehr? Neuigkeiten von den Kassenopis zum Beispiel, die es doch tats&amp;auml;chlich geschafft hatten, bis kurz vor Anpfiff so viele Karten vor m&amp;ouml;glichen K&amp;auml;ufern zu besch&amp;uuml;tzen, dass die Partie um zehn Minuten verschoben werden musste. Bei Union w&amp;uuml;rde so was glatt als &amp;sbquo;professionelle Strukturen&amp;rsquo; &amp;ndash; kurz &amp;sbquo;profStruk&amp;rsquo; &amp;ndash; durchgehen.

Irgendwann hatten die Opis dann doch ein Einsehen und brachten die Tickets zu dritt an den Mann, womit das Spiel dann auch endlich beginnen konnte. Union bot mit Stuff und Ruprecht gerade mal zwei Stammspieler auf, der Rest rekrutierte sich aus Reservisten und jungen Spielern der A-Jugend, bzw. Union Zwee. Noch ehe sich die Ersten &amp;uuml;ber die K&amp;auml;lte aufregen konnten, netzte Empors Gaschekowski zum ersten Mal ein und sorgte noch f&amp;uuml;r Lacher. Als er dann nach zwanzig Minuten auch noch das 2:0 f&amp;uuml;r die Gastgeber besorgte, fanden das die ca. 800 Unioner schon gar nicht mehr so lustig. Ein unterirdisches Spiel, das jedem K&amp;ouml;penicker vor Augen f&amp;uuml;hrte, wie schlimm uns eine Verletztenmisere in dieser wichtigen Saison treffen k&amp;ouml;nnte. Der zweite Anzug passt einfach nicht. 

Als Stuff nur vier Minuten sp&amp;auml;ter zum Anschlusstreffer eink&amp;ouml;pfte, konnte man noch glauben, Union habe die Partie nun im Griff. Das hielt allerdings nicht lange, denn kurz darauf scheiterte Empor nach einem sch&amp;ouml;nen Spielzug nur knapp am Pfosten. Halbzeit zwei kn&amp;uuml;pfte nahtlos an die erste H&amp;auml;lfte an, erst als nach einer Stunde mit Benyamina und Mattuschka zwei weitere Stammkr&amp;auml;fte den Platz betraten, wurde Union endlich besser. Tusche selbst drehte mit zwei gelungenen Toren das Spiel, ehe Stuff zehn Minuten vor Abpfiff alles klar machte. Damit wurden alle vier Uniontore an diesem Abend von Stammspielern erzielt, die Reservisten konnten ihre Chancen nicht nutzen.

Bedeutend erheiternder als das Spiel war die Anwesenheit dreier Mexikaner, die ein paar Anekdoten ihrer Fu&amp;szlig;ballkultur zum Besten gaben. So ist es in Mexiko zum Beispiel &amp;uuml;blich, zwei verfeindete Fu&amp;szlig;ballgruppen nach einer Rauferei in dieselbe Zelle zu stecken, wo es dann logischerweise weiter zur Sache geht. Aber das nur am Rande, zur&amp;uuml;ck ins eisige Berlin, wo am Samstag gegen L&amp;uuml;beck wieder die Pflicht ruft und die hei&amp;szlig;t drei Punkte. Dann wohl ohne die drei lahmen Opis, daf&amp;uuml;r aber wieder mit allen verf&amp;uuml;gbaren Stammkr&amp;auml;ften, schmackhaftem Gl&amp;uuml;hwein und vor allem in unserem Wohnzimmer, dem Stadion &amp;sbquo;An der Alten F&amp;ouml;rsterei&amp;rsquo;.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/yeti/432/</link>
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<title>Dekadente Dampffahrt</title>
<description>Duplizit&amp;auml;t der Ereignisse, wohin man auch schaute. Bew&amp;auml;ltigte man letztes Jahr noch die Strecke zum Ausw&amp;auml;rtsspiel in Magdeburg mit dem Rad, w&amp;auml;hlte man heuer wieder einen f&amp;uuml;r Fu&amp;szlig;ballreisen besonderen Weg. Auch Stimmung und Spiel waren aus Union-Sicht wieder &amp;uuml;berragend, doch der Reihe nach. Sch&amp;ouml;neweide, 8.30 Uhr morgens an einem Samstag. Normalerweise ist zu der Zeit nicht viel los. Normalerweise, denn wer an dem Tag durch den Bahnhof schlenderte sah ca. 270 relativ finstere und breite Gestalten, die auf etwas ganz Besonders warteten: Einen Zug, der &amp;auml;lter ist als 99 Prozent seiner Insassen. Nein, hier machten sich keine vom Leben entt&amp;auml;uschten Eisenbahnfreaks auf den Weg zu einer nostalgischen Kaffeefahrt, sondern Unioner zum Spiel ihrer Mannschaft nach Magdeburg.

An der Spitze des Zuges war eine uralte Dampflok, deren Front der Schriftzug &amp;sbquo;Eisern Berlin&amp;rsquo; und der Berliner B&amp;auml;r zierte. Dahinter waren Wagen, die zum Teil noch aus dem Jahre 1936 stammen und ein dementsprechendes Flair verspr&amp;uuml;hten. Nackte Holzb&amp;auml;nke gab es darin ebenso, wie nobel gepolsterte Ohrensessel, die ein wenig an das komfortable Zugreisen im Film &amp;sbquo;In 80 Tagen um die Welt&amp;rsquo; erinnerten. In der Mitte des Zuges befand sich der sogenannte Buffetwagen, der bis oben hin mit Suff beladen war und die gesamte Fahrt auch dementsprechend gut frequentiert wurde.

Fast alle Fenster konnte man problemlos &amp;ouml;ffnen und so war zum Beginn der Fahrt so ziemlich jedes von einem faszinierten, erwachsenen Kind besetzt, das total begeistert von dem schnaubenden Unget&amp;uuml;m an der Spitze des Zuges nach vorn starrte. Herrlich&amp;hellip;wenn M&amp;auml;nner spielen.

Irgendwann gingen die gro&amp;szlig;en Kinder dann aber zum Wesentlichen &amp;uuml;ber und tranken alle reichlich, was irgendwann dazu f&amp;uuml;hrte, dass sie ihre Notdurft verrichten mussten. Doch wer eine Toilette suchte, wurde entt&amp;auml;uscht. Die stillen &amp;Ouml;rtchen hie&amp;szlig;en in dem Zug n&amp;auml;mlich noch Abort, was s&amp;auml;chsisch ausgesprochen nicht nur cool klingt, sondern auch dementsprechend urig aussah. Die Fahrt verging sehr schnell und kurz vorm Bahnhof Magdeburg-Herrenkrug kam die Nachricht, dass es von dort einen Shuttle per Stra&amp;szlig;enbahn geben sollte. Da die Meute jedoch nicht aussteigen wollte, hielt unser Dampfzug auf der zweigleisigen Strecke alles auf, darunter auch einen Regionalzug mit weiteren Unionern. 

Als dann irgendwann alle aus dem Zug in die Stra&amp;szlig;enbahn gefallen waren, ging es dann endlich los, bis ein leicht angetrunkener aber nicht minder witziger Mensch auf die Idee kam, die Fahrt per Notbremse zu verlangsamen. Nat&amp;uuml;rlich flog alles durcheinander, was die Insassen der Tram ziemlich spa&amp;szlig;ig fanden. Das realisierte auch der witzige, angetrunkene Mensch und trieb das lustige Spielchen noch einige Male, bis es den Herren in gr&amp;uuml;n nach einer Station und ca. sieben Notbremsungen zu viel wurde. Alle raus aus der Bahn, die f&amp;uuml;nf Kilometer werden gelaufen. Nat&amp;uuml;rlich nicht allein, denn die Insassen des Zuges, der zuvor noch auf freier Strecke wegen uns warten musste, kamen auch noch dazu und erh&amp;ouml;hten den Assifaktor ums Tausendfache. Pfui!

Irgendwann erreichte der nun ca. 800 Mann starke Mob dann auch das Stadion, wo nach kurzer Zeit jeder den G&amp;auml;steblock betrat, der nicht noch die geplante Choreo fertig stellen musste. Das klappte gerade noch bis zum Anpfiff und so boten die ca. 2.500 Unioner den insgesamt 12.874 Zuschauern im charmelosen Stadion Magdeburg die Fortsetzung der Choreo des letzten Jahres. Dunkelblaue Folien, 64 Pappsterne, ein gro&amp;szlig;er roter Stern mit Logo und dazu ein gro&amp;szlig;es Spruchband mit der Fortsetzung eines bekannten Union-Lieds &amp;sbquo;&amp;hellip;wie ein Stern am Himmelszelt&amp;hellip;&amp;rsquo;. Meiner Meinung nach bis auf den gro&amp;szlig;en Stern absolut gelungen, was man von der Anfangsphase des Spiels leider nicht sagen konnte. Schon nach zwei Minuten netzte unser ehemaliger Publikumsliebling Florian M&amp;uuml;ller, der jetzt im Trikot der Magdeburger spielt, mit der ersten Chance zur F&amp;uuml;hrung f&amp;uuml;r die B&amp;ouml;rdebauern ein. Doch weder das Team, noch die mitgereisten Unioner lie&amp;szlig;en sich davon schrecken und gaben weiterhin alles. Magdeburg sowohl auf den R&amp;auml;ngen, als auch auf dem Platz absolut unterirdisch und so kam das &amp;sbquo;Hier regiert der FCU!&amp;rsquo; nicht von ungef&amp;auml;hr. Leider vermochte die Mannschaft zun&amp;auml;chst ihre &amp;Uuml;berlegenheit nicht in Tore umzum&amp;uuml;nzen. Ecken ohne Ende, doch wirklich zwingende Chancen ergaben sich daraus nicht.

Zur zweiten Halbzeit nahm der Autor des Berichts dann einen Blockwechsel vor und fand sich nach dem Vollquatschen eines Ordners im Sitzplatzbereich wieder. Auch hier eine bombastische Stimmung und so schaffte die Mannschaft durch einen herrlichen Kopfball von Ruprecht 15 Minuten vor Schluss tats&amp;auml;chlich noch den Ausgleich. Ekstase pur im G&amp;auml;stebereich und auf dem Platz blieb Union auch weiter am Ball. Leider ohne Erfolg, denn es blieb beim Unentschieden. Geblieben war nach Spielschluss auch der Gro&amp;szlig;teil des G&amp;auml;steanhangs, der noch eine halbe Stunde nach Abpfiff die Mannschaft zum gemeinsamen Feiern aus der Kabine holte. 

Da der R&amp;uuml;ckweg ca. 100 motivierten Leuten zu monoton erschien, versuchten sie aus dem Polizeikessel auszubrechen, was beim zweiten Versuch auch klappte. Flinken Fu&amp;szlig;es bewegte sich der Mob auf zwei Kneipen voller Magdeburger zu, die sich jedoch in ihrer eigenen Stadt lieber darin versteckten und einen Harten machten. Nun ja, ein paar Schellen gab es dann doch noch, ehe &amp;sbquo;Team Green&amp;rsquo; wieder alles im Griff hatte und die Meute zur&amp;uuml;ck zu ihrem glamour&amp;ouml;sen Zug brachte. Eingestiegen, Beine hoch und Augen zu&amp;hellip;w&amp;auml;re die jugendfreie Variante, tats&amp;auml;chlich entwickelte sich aber eine Party, die ihres Gleichen sucht. Kein Durchkommen mehr zur Bar, so voll war es. Leute, die es dann doch mal geschafft hatten, zogen gleich mit vier Getr&amp;auml;nken von dannen und dementsprechend stieg auch die Stimmung im Zug. Zumindest ein Wagen kochte, als ein gar nicht mehr so junges Geburtstagskind sein Geschenk anprobierte: Ein String aus Bonbons, den jede vorbeikommende Frau an der &amp;sbquo;richtigen Stelle&amp;rsquo; anknabberte. Nachdem das einige Kerle nachgemacht hatten, stand der gar nicht mehr so junge Mann dann nackt da und fand es total geil. Was darauf folgte, war dem Anlass angemessen und muss hier nicht weiter beschrieben werden.

Nach ca. vier Stunden Fahrt fielen alle ziemlich fertig aus dem Zug und zumindest ich w&amp;uuml;rde am liebsten zu jedem Ausw&amp;auml;rtsspiel derart dekadent reisen, auch wenn es nicht ganz preiswert ist. Ein rundum gelungener Tag, dem nur ein Union-Tor zur Perfektion fehlte.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/yeti/428/</link>
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<title>Bitterer PunktVERLust</title>
<description>Vier Siege aus den letzten vier Spielen - gro&amp;szlig;artige Bilanz, besonders wenn man betrachtet gegen wen sie errungen wurden. Tat man sich vergangene Saison noch besonders mit den Zweitvertretungen der Bundesligisten und Ostmannschaften schwer, konnte man in der aktuellen Spielzeit gegen die Wettbewerbsverzerrer verlustpunktfrei bleiben und in den Ostduellen zumindest vier von neun Punkten einfahren. Besonders wertvoll dabei nat&amp;uuml;rlich der unglaubliche Sieg bei den Steineschmei&amp;szlig;ern aus Dresden.

Zum Heimspiel gegen die ausw&amp;auml;rtsstarken Verler, hatte das Wuhlesyndikat zur Aktion &amp;sbquo;Mehr-Fahnenmeer&amp;rsquo; aufgerufen. Im und uns Stadion sah man vor dem Spiel tats&amp;auml;chlich recht viele Winkelemente, doch was dann zum Einlaufen der Spieler geboten wurde, sah maximal hinterm Zuckertor nach Fahnenmeer aus. Schade, ein wenig mehr Farbe an diesem grauen Herbsttag h&amp;auml;tte sicher nicht geschadet. Auf dem Platz gab es n&amp;auml;mlich auch nicht viel zu sehen, au&amp;szlig;er dem Patentrezept f&amp;uuml;r alle spielerisch chancenlosen Kellerkinder der Liga: Spiel zerst&amp;ouml;ren, mit zehn Mann verteidigen und auf Fehler der Heimelf warten. Klappte aus Sicht der Westfalen auch ganz gut, mussten die 5.236 Zuschauer doch bis kurz vor Schluss auf die erste und einzige Gro&amp;szlig;chance des Spiels warten. So pr&amp;auml;zise wie unsere Offensivabteilung zuletzt traf, bugsierte Patschinski das Leder aus drei Metern ausgerechnet dahin, wo der Torwart stand. Der konnte ihn allerdings nicht festhalten und so blieb die Kugel auf der Torlinie liegen, was ein wildes Rumgestocher im F&amp;uuml;nfmeterraum der Bahnhoflosen zur Folge hatte. Leider brachte auch das kein Tor und so blieb es beim leistungsgerechten Remis.

Auf den R&amp;auml;ngen war es stimmungsm&amp;auml;&amp;szlig;ig recht d&amp;uuml;rftig. Lediglich die Solidarisierung mit den Rostockern wusste noch zu gefallen. Auf drei Spruchb&amp;auml;ndern, u. a. mit der Aufschrift &amp;sbquo;DEN KOMMERZ BEK&amp;Auml;MPFEN&amp;rsquo;, zeigten die Ultras Union der Fanszene Rostock, dass sie bei ihrem Kampf gegen Repression und Polizeiwillk&amp;uuml;r nicht allein sind. 

Im G&amp;auml;steblock sorgte ein Komiker unter den ca. 30 mitgereisten Westfalen per Megaphon f&amp;uuml;r Erheiterung auf den R&amp;auml;ngen, hatte er doch ein paar ulkige Lieder aus seinem Dorf mitgebracht. Das war&amp;rsquo;s dann aber auch schon und so kann man sich wieder gro&amp;szlig;en Spielen zuwenden, wie dem Knaller in Magdeburg am kommenden Wochenende. Vergangenes Jahr gab es dort gegen den Fastaufsteiger nicht nur die beste Saisonleistung der Mannschaft zu bestaunen, sondern auch den besten Ausw&amp;auml;rtsauftritt der gesamten Spielzeit auf den R&amp;auml;ngen. Man darf also gespannt sein und freut sich schon darauf, der mit Sicherheit stattfindenden Deportation der G&amp;auml;ste entfliehen zu k&amp;ouml;nnen.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/yeti/422/</link>
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<title>Seltenes Glück</title>
<description>Dresden gegen Union klang auf dem Papier sehr viel versprechend, bis zumindest die Berliner im letzten Jahr bitterb&amp;ouml;se entt&amp;auml;uscht wurden. Karten f&amp;uuml;r den G&amp;auml;steblock gab es nur in Verbindung mit Zugfahrkarten. Dazu ein bescheidenes Spiel, ziemlich lahme Stimmung und na ja, vom Wetter will ich gar nicht reden&amp;hellip; Au&amp;szlig;erdem noch die erb&amp;auml;rmliche Bilanz gegen die Ostteams der Liga in der vergangenen Saison. In sechs Spielen gab es nur einen mageren Sieg und auch dieses Jahr schienen wir mit einem Unentschieden gegen Babelsberg und einer Niederlage in Erfurt wieder zu den Ostloosern zu avancieren.

Dementsprechend motiviert war man dieses Jahr erneut in die Landeshauptstadt Sachsens zu reisen. 1.400 Gute konnten sich dann doch aufraffen, darunter etwa 100 dunkel gekleidete Jungsche, die einen alternativen Anreiseweg w&amp;auml;hlten. In aller Herrgottsfr&amp;uuml;he traf man sich in K&amp;ouml;penick, um der Polizeibegleitung zu entgehen, was dank zweier Zivis allerdings schon von Beginn an scheiterte. Bei den zwei Beamten blieb es dann auch bis Senftenberg und w&amp;auml;ren die nicht dabei gewesen, h&amp;auml;tten die Diskoprolls aus KW ihre gro&amp;szlig;e Klappe sehr schnell bereut. So begann aber eine sehr entspannte Fahrt mit netten Gespr&amp;auml;chen und dem ersten Sudel, bis dann beim Umsteigen die n&amp;auml;chsten zwanzig Beamten bereit standen, um uns vor &amp;sbquo;blutr&amp;uuml;nstigen&amp;rsquo; Senftenbergern zu besch&amp;uuml;tzen.

Die 45 Minuten Wartezeit vertrieb sich das jungsche Volk mit diversen Mobfotos und Stagediven auf der Treppe zum Bahnsteig. Im nun bereit stehenden Zug nach Dresden hatten die Beamten unterdessen extra einen Wagen f&amp;uuml;r uns reserviert. Das nutzte die Polizei auch gleich um die ersten Leute nach Drogen zu durchsuchen, was nat&amp;uuml;rlich erfolglos blieb. In Dresden angekommen wurden die etwa 100 Jungschen zu einem Nebenausgang des Bahnhofs eskortiert, wo die Situation kurz eskalierte. Geschubst von vorne, in den R&amp;uuml;cken getreten von hinten - Deeskalationstaktik sieht anders aus, liebe Polizei. Kurz nach uns kam dann auch der Sonderzug an, in den sich schon wieder einige Suffprolls verlaufen hatten. Mittels Sonderbussen ging es zum Stadion und w&amp;auml;ren die Dresdner mutig gewesen, h&amp;auml;tten sie die Scheiben unserer Vehikel nicht nur eingeworfen, sondern w&amp;auml;ren auch stehen geblieben.

Bis dahin war der Tag also schon mal deutlich ereignisreicher als letztes Jahr und auch am Stadion gab es keine Entt&amp;auml;uschung, funktionierte der Zugang zum G&amp;auml;steblock doch dieses Mal ohne Chaos und Schiebereien. Zum Auftakt der Partie gab es auf beiden Seiten Gesang, der im G&amp;auml;steblock schon nach drei Minuten in Gep&amp;ouml;bel gegen den benachbarten Heimblock umschlug. Erste Leuchtraketen wechselten den Besitzer, vier Becher voll mit Berliner Urin gab es obendrauf und ehe man sich versah, war das Motto f&amp;uuml;r den heutigen Tag gefunden: &amp;sbquo;Kloparty in Dresden&amp;rsquo;. Als Zugabe flogen n&amp;auml;mlich noch mehrfach insgesamt vier Klob&amp;uuml;rsten von Block zu Block. F&amp;uuml;r mich erstaunlich wie mit den Teilen umgegangen wurde. Statt einfach zur Seite zu gehen, wenn eine B&amp;uuml;rste kam, wurden diese am &amp;sbquo;hygienischsten Ende&amp;rsquo; mit der Hand aus der Luft gefischt. Cleverchen gibt&amp;rsquo;s&amp;hellip;

Auf dem Rasen zeigte sich Dresden in der ersten H&amp;auml;lfte &amp;uuml;berlegen und h&amp;auml;tte zur Halbzeit in F&amp;uuml;hrung liegen m&amp;uuml;ssen. Gut f&amp;uuml;r uns, dass ihr etatm&amp;auml;&amp;szlig;iger Knipser Dobry verletzt war.
Unterdessen gab es immer wieder P&amp;ouml;beleien auf den R&amp;auml;ngen, die jedoch nicht eskalierten. Angeheizt davon war die Stimmung im G&amp;auml;steblock recht passabel, auch wenn man im Heimsektor sicher nicht viel davon geh&amp;ouml;rt hat.

In Halbzeit zwei zeigte Dresden eine ganz ansehnliche Schnipselchoreo mit mehreren Anl&amp;auml;ufen und sah auch ansonsten recht gut aus. Besonders die Beteiligung bei H&amp;uuml;pfeinlagen und die Koordination des geh&amp;uuml;pften &amp;sbquo;S &amp;ndash; G &amp;ndash; D&amp;rsquo; wussten zu gefallen. Im G&amp;auml;steblock wurde weiter flei&amp;szlig;ig die Kloparty zelebriert und so fand neben weiteren Bechern voller Urin sogar eine T&amp;uuml;te mit etwas &amp;sbquo;festeren&amp;rsquo; F&amp;auml;kalien den Weg in den Nachbarblock. Ein wenig &amp;uuml;bertrieben, wie ich finde, aber gut.

Das Spiel pl&amp;auml;tscherte dann nur noch vor sich hin, kaum Chancen, h&amp;uuml;ben wie dr&amp;uuml;ben. Als es dann eine Viertelstunde vor Schluss Eckball f&amp;uuml;r Union gab, dachte niemand auch nur im Entferntesten daran, dass dieser auch nur irgendwie Gefahr erzeugen k&amp;ouml;nnte, bei keinen Standards ist Union harmloser. Mattuschka bringt die Kugel ausnahmsweise mal nicht auf den Kopf eines Gegenspielers am kurzen Pfosten, sondern direkt auf die R&amp;uuml;be von Daniel Schulz, der ungewohnt souver&amp;auml;n zur F&amp;uuml;hrung einnetzte. Im G&amp;auml;steblock war jetzt nat&amp;uuml;rlich die H&amp;ouml;lle los, alles flog durcheinander und freute sich. F&amp;uuml;r mich der mit Abstand emotionalste Torjubel der Saison.

Wer nun dachte, Dresden w&amp;uuml;rde uns &amp;uuml;berrennen, sah sich get&amp;auml;uscht, denn unsere Mannschaft spielte das Ganze erschreckend souver&amp;auml;n zu Ende. Der vierte Sieg Unions in Folge, doch das beste am ganzen Tag sollte noch kommen. Nachdem die standardm&amp;auml;&amp;szlig;ige Welle mit der Mannschaft zelebriert war, bestieg Sebastian B&amp;ouml;nig den Zaun, nahm sich das Megaphon, richtete sein Wort an Mannschaft und Fans und intonierte das melodische &amp;sbquo;Schei&amp;szlig; Dynamo&amp;rsquo;. Die im Hintergrund mith&amp;uuml;pfende Mannschaft sang voller Inbrunst mit, so was gab es schon lange nicht mehr bei Union - G&amp;auml;nsehaut pur. 

Da konnten auch die nun wild p&amp;ouml;belnden Dresdner nicht st&amp;ouml;ren. Nach Abpfiff ging es wieder in die bereit stehenden Busse, die auf der R&amp;uuml;ckfahrt wieder mit Steinen attackiert wurden. Bis auf ein wenig Rumgepose war das aber auch schon alles, was die Sachsen heute zu bieten hatten. Man wollte wohl hinsichtlich des sonnt&amp;auml;glichen Spiels gegen Lok Leipzig nichts riskieren.

Die R&amp;uuml;ckfahrt wurde ganz entspannt im Sonderzug verbracht, dem schon zwei Stunden vor Berlin das Bier ausging. Letztendlich nicht nur ein erfolgreicher, sondern auch kurzweiliger Tag, den man so nicht erwartet h&amp;auml;tte.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/yeti/414/</link>
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<title>Magerkost und Pflichterfüllung</title>
<description>Nachdem zuletzt die Zweitvertretungen von Bremen und Cottbus souver&amp;auml;n mit 2:0 besiegt werden konnten, stand an einem sonnigen, aber kalten Samstag das Spiel gegen die U 23 vom Hamburger SV auf dem Plan.
Ein Sieg musste her, stand Union doch vor diesem Spieltag nur auf Platz elf, der nicht zur Teilnahme an der neuen dritten Liga berechtigt. Mittelm&amp;auml;&amp;szlig;ige 4.519 Zuschauer, wovon handgez&amp;auml;hlte 12 den G&amp;auml;steblock bev&amp;ouml;lkerten, sahen eine konzentrierte Unionelf, die ganz gut loslegte und durch Schulz beinahe kurz nach Anpfiff in F&amp;uuml;hrung gegangen w&amp;auml;re. 
&amp;nbsp;In der Folge des Spiels scheiterte Benyamina noch zweimal am starken Hamburger Torwart H&amp;ouml;cker, ehe &amp;ldquo;Publikumsliebling&amp;ldquo; Spork&amp;nbsp; zur verdienten F&amp;uuml;hrung eink&amp;ouml;pfen konnte. Wer nun dachte Union spielt das Ganze souver&amp;auml;n zu Ende, sah sich get&amp;auml;uscht, denn keine f&amp;uuml;nf Minuten sp&amp;auml;ter konnte der einzige Profi im Aufgebot von Hamburgs U 23, Collin Benjamin, nach krassem Abwehrfehler zum Ausgleich einnetzen. &amp;Auml;u&amp;szlig;erst &amp;auml;rgerlich, denn pl&amp;ouml;tzlich war irgendwie die Luft raus aus dem Spiel, was sich auch auf die eh schon stimmungsarmen R&amp;auml;nge &amp;uuml;bertrug. So gab es bis zur Halbzeit nichts Z&amp;auml;hlbares und das einzig Erfreuliche war die gewohnt gute Stadionmusik. 
Halbzeit zwei&amp;nbsp; brachte nach zehn Minuten Tristesse einen Elfmeter f&amp;uuml;r Union, nachdem Patschinski auf wundersame Weise an der Strafraumgrenze zu Fall kam. Gebhardt nahm sich die Kugel und hatte Gl&amp;uuml;ck, dass der Hamburger Keeper den Ball nur streifte - 2:1. Nun blieb Union am Ball und h&amp;auml;tte durch Patschinski, der freistehend das leere Tor nicht trifft, alles klar machen m&amp;uuml;ssen, aber so hie&amp;szlig; es Zittern. Allerdings nicht, weil Hamburg so gef&amp;auml;hrlich angriff, sondern weil man bei Union nie sicher sein kann. Zu oft gab es kurz vor Schluss noch den Ausgleich. Das blieb uns heute zum Gl&amp;uuml;ck erspart und so kann man auf eine grandiose Bilanz gegen die Zweitvertretungen der Bundesligaklubs schauen: 5 Spiele, 5 Siege, 12:2 Tore. So kann es gerne weiter gehen, vielleicht ja schon am kommenden Wochenende, wenn es zum Hochsicherheitsspiel ins Elbflorenz Dresden geht.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/yeti/403/</link>
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