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<title>Pro ehrlicher Fußball – für die Reservemannschaften eine Reserveliga!</title>
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<link>http://blogs.die-fans.de/proehrlicherfussball/</link>
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<title>Der Untergang des deutschen Vereinsfußballs</title>
<description>Eine Betrachtung zu den j&amp;uuml;ngsten Entwicklungen im Streit um die TV-Rechte im deutschen Fu&amp;szlig;ball.

von sig f&amp;uuml;r das Programmheft des 1. FC Union Berlin

&amp;bdquo;Krieg um Fu&amp;szlig;ball&amp;ldquo;, schreibt die &amp;sbquo;S&amp;uuml;ddeutsche Zeitung&amp;rsquo;. Ein &amp;bdquo;ungeheuerlicher Schlag&amp;ldquo;, meint Manfred M&amp;uuml;ller, Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrer bei Werder Bremen, der &amp;bdquo;den deutschen Profifu&amp;szlig;ball um Jahre zur&amp;uuml;ckwerfen k&amp;ouml;nnte&amp;ldquo;, so Reinhard Rauball, Liga-Verbandspr&amp;auml;sident, der f&amp;uuml;r die DFL &amp;bdquo;Fesseln wie in keiner anderen Liga&amp;ldquo; sieht. &amp;bdquo;Das schl&amp;auml;gt ins Kontor&amp;ldquo;, stimmt Karl-Heinz Rummenigge ein. Er bangt, die bittere Wahrheit (der Leistungsstagnation) irgendwann &amp;bdquo;dem Fan&amp;ldquo; mitteilen zu m&amp;uuml;ssen. Nun ist es raus, und der Aufschrei ist gro&amp;szlig;. Der deutsche Fu&amp;szlig;ball ist am Sterben. Schuld ist (nein, nicht unsere Nr. 4) - das Kartellamt. Das hatte entschieden, dass eine Zentralvermarktung der Fernsehrechte nicht einseitig die Verbraucher belasten d&amp;uuml;rfe. &amp;bdquo;N&amp;ouml;tigung&amp;ldquo; nennt M&amp;uuml;ller das. &amp;bdquo;Aufforderung zum Betrug&amp;ldquo; unterstellt Sirius-Manager Dieter Hahn den Wettbewerbsh&amp;uuml;tern, die Uli Hoene&amp;szlig; gar bei &amp;bdquo;den &amp;ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern unter Vertrag&amp;ldquo; vermutet.

Aber gehen wir der Reihe nach: Im April berichtet die &amp;sbquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;rsquo; &amp;uuml;ber ein internes Papier der DFL. Danach erh&amp;auml;lt die Leo-Kirch-Firma Sirius die Exklusivrechte zur TV-Vermarktung der Bundesligen. Berichte im frei empfangbaren Fernsehen werde es m&amp;ouml;glicherweise k&amp;uuml;nftig erst nach 22 Uhr geben, und es drohe eine weitere Aufsplitterung der Spieltage. 

Kurz vor der EM platzt die Bombe: Die DFL macht ihre Pl&amp;auml;ne zur Spieltagsgestaltung ab 2009 publik, mit bitteren Pillen f&amp;uuml;r jeden Fu&amp;szlig;ballanh&amp;auml;nger: An jedem Spieltag der ersten und zweiten Liga gibt es ab Sommer 2009 acht, zum Teil sogar neun unterschiedliche Ansto&amp;szlig;zeiten. Die zweite Liga erh&amp;auml;lt noch erheblich unattraktivere Termine als bisher: Freitags 18 Uhr, ein Spiel samstags, 13 Uhr, das Montagsspiel und vier Spiele am Sonntag. Uhrzeit: 12.30 Uhr. Fast die H&amp;auml;lfte aller Zweitligaspiele f&amp;uuml;r Ausw&amp;auml;rtsfahrer nur noch mit Urlaub erreichbar. Daneben die familienunfreundliche, den Amateurfu&amp;szlig;ball ebenso wie Kirchg&amp;auml;nger beeintr&amp;auml;chtigende Ansto&amp;szlig;zeit am fr&amp;uuml;hen Sonntagmittag. L&amp;auml;ngst vorbei die Zeiten, als man am Ende eines Spieles den neuen Tabellenplatz kannte. Die TV-Vermarktung bestimmt alles. Besorgte Fanvertreter fragen sich, ob die dritte Liga dann demn&amp;auml;chst 10 Uhr vormittags ihren Live-Sendeplatz erh&amp;auml;lt.

Das ist sogar Premiere zu viel des Schlechten. Michael B&amp;ouml;rnicke, Vorstandsvorsitzender, erkl&amp;auml;rt, dass &amp;bdquo;die Zerst&amp;uuml;ckelung des Spieltags in diesem Ma&amp;szlig;... nicht auf dem Wunsch von Premiere&amp;ldquo; beruhe. Vor allem aber schmeckt es Premiere nicht, dass die Kirch-Firma k&amp;uuml;nftig mitverdient und Premiere als Rechteerwerber die fertigen Sendungen von Sirius vorgesetzt bek&amp;auml;me, ohne sich noch selbst redaktionell einbringen zu k&amp;ouml;nnen. Das Bundeskartellamt wird angerufen. Dieses entscheidet, zum Missfallen auch von Premiere, dass der Vertrag der DFL mit Sirius zul&amp;auml;ssig sei, aber nur dann, wenn er die (Free-TV-)Konsumenten nicht unangemessen benachteiligt. W&amp;auml;hrend Liga-Spitzenmanager und Werbepartner unisono vor Wut sch&amp;auml;umen, scheint es, als h&amp;auml;tte die Sportschau im Ersten doch noch Zukunft. 

Tats&amp;auml;chlich wird die Kirch-Firma unter diesen Bedingungen nicht wie geplant 0,5 Mrd. Euro pro Saison an die DFL &amp;uuml;berweisen (derzeitige Einnahme 420 Mio. Euro). Den Clubs geht damit Geld verloren. Rauball droht bereits mit h&amp;ouml;heren Eintrittspreisen. Dass eine Sendung wie die Sportschau dem Pay-TV nicht nur Kunden entzieht, sondern ma&amp;szlig;geblich dazu beitr&amp;auml;gt, das Bed&amp;uuml;rfnis nach (TV-)Fu&amp;szlig;ball auf hohem Niveau zu halten, und somit praktisch eine kostenlose Dauerwerbung f&amp;uuml;r die Liga ist, spielt kurzfristig f&amp;uuml;r die Vermarkter keine Rolle. Proficlubs verlieren mehr und mehr ihren Charme als bodenst&amp;auml;ndige Sportvereine und unterwerfen sich als Unternehmen den knallharten Gesetzen der Geldverwertung. Die Beteiligten in dieser Verwertungskette k&amp;ouml;nnen kaum noch anders denken: Geld = Erfolg. Und umso gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Betr&amp;auml;ge im Spiel sind, desto h&amp;ouml;her die eigene Marge. Einem Uli Hoene&amp;szlig; f&amp;auml;llt es entsprechend schwer, zu begreifen, dass es FC-Bayern-Mitglieder gibt, die sich von anderen Werten leiten lassen, als dem Vergleich mit europ&amp;auml;ischen Spitzenclubs. 

Dahinter verbirgt sich freilich ein ganz grundlegender Kulturstreit. F&amp;uuml;r die meisten von uns, die wir Woche f&amp;uuml;r Woche ins Stadion pilgern, egal in welcher Liga unser geliebter Verein spielt, ist der sportliche Erfolg wichtig und reizvoll &amp;ndash; noch bedeutender aber ist f&amp;uuml;r uns, dass wir wir bleiben. Dass wir die Traditionen des Vereins weiterf&amp;uuml;hren und unsere Fankultur ausleben. Dazu sind Champions-League-Triumphe von Bayern M&amp;uuml;nchen nicht erforderlich, wohl aber Spieltermine, die uns den Stadionbesuch erlauben. - Daneben gibt es die gro&amp;szlig;e Gruppe derer, denen die Farben des Vereins eigentlich egal sind; Hauptsache, Massenevents und das Gef&amp;uuml;hl, Weltspitze zu sehen. Wenn der Fu&amp;szlig;ball das nicht mehr leistet, geht man eben zum Basketball, zum Techno-Umzug oder zum Musikantenstadl. 

Fu&amp;szlig;ball ist f&amp;uuml;r alle da, auch f&amp;uuml;r Erfolgsfans, die letztlich ebenso wie alle anderen Spa&amp;szlig; haben wollen. Die Gegner unbeschr&amp;auml;nkter Kommerzialisierung haben aber eben auch ihren Anspruch auf den deutschen Spitzenfu&amp;szlig;ball und sind gut beraten, ihre Stimme zu erheben. Fanorganisationen wie Pro-Fans, die eher den aktiven Teil der Zuschauer vertreten (also diejenigen, die auch schon Fans waren, bevor der inflation&amp;auml;re Gebrauch dieses Begriffes einsetzte), nehmen die Bedrohung der Fankultur nicht schweigend hin. Protestpostkarten an die DFL werden vorbereitet, die von m&amp;ouml;glichst vielen abgesendet werden sollen. Der &amp;sbquo;VIRUS&amp;rsquo; wird sich beteiligen, so dass die Karten im September auch in unserer Fanszene verteilt werden k&amp;ouml;nnen. Ein bundesweiter Fan-Protesttag steht ebenso in Rede wie eine gemeinsame Demo in Frankfurt. Der Erfolg ist fraglich, aber wer sich aufgibt, ist verloren. 

F&amp;uuml;r den deutschen Vereinsfu&amp;szlig;ball an Europas Spitze gibt es vielleicht trotzdem noch eine Chance. In einem kleinen Nest im Badischen scheint es an Geld nicht zu mangeln. Die TSG 1899 Hoffenheim als Champions-League-Sieger 2010 - das w&amp;auml;r&amp;rsquo;s doch!</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/proehrlicherfussball/529/</link>
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<title>Gesucht werden Infos und Fotos von Protesten gegen Reserveteams</title>
<description>Ich m&amp;ouml;chte in diesem Blog gern Fotos und Artikel von Protesten gegen Reserveteams sammeln. Dazu werde ich aber Eure Hilfe ben&amp;ouml;tigen. Wenn Ihr in einem Stadion ein entsprechendes Plakat oder Banner seht, dann fotografiert das bitte und schickt es an srt@nofb.de. Falls Ihr auf einer der gro&amp;szlig;en Videoplattformen ein Video von Protestaktionen oder Schm&amp;auml;hges&amp;auml;ngen gegen Reserveteams findet, dann schickt es an srt@nofb.de. Und wenn Ihr Informationen &amp;uuml;ber eine Protestaktion habt, dann schickt es an srt@nofb.de. Zu guter Letzt noch ein Aufruf an die Fanvertreter und Fanclubvertreter der Regionalligavereine, die ja derzeit am H&amp;auml;rtesten von den zweiten Mannschaften betroffen sind: Bitte meldet Euch bei mir, falls Ihr Interesse an einem Interview zum Thema habt. Vielen Dank.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/proehrlicherfussball/521/</link>
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