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<title>Friedrichstadt Blues</title>
<description>Der DSC in der Welt des Fußballs</description>
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<title>Der Fahrstuhl des Schreckens</title>
<description>&amp;bdquo;Der Fahrstuhl nach unten h&amp;auml;lt nicht an.&amp;ldquo; Das war sinngem&amp;auml;&amp;szlig; immer die Metapher, welche die S&amp;auml;chsische Zeitung in den letzten Jahren bem&amp;uuml;hte, wenn sie &amp;uuml;ber den Dresdner Sportclub berichtete. F&amp;uuml;r die Fans waren die letzten Saisons, metaphorisch gesprochen, ein Fahrstuhl des Schreckens.
 
Ungern erinnert man sich zur&amp;uuml;ck wie es war beim DSC, genau vor einem Jahr im Januar 2007. Nach unz&amp;auml;hligen Abstiegen sah es auch in der Bezirksliga alles andere als rosig aus. Mit nur 11 Punkten aus 15 Spielen stand der Sportclub mal wieder auf einem Abstiegsplatz. Besonders bitter f&amp;uuml;r die Fans waren die vielen hohen Niederlagen wie gegen Einheit Kamenz (0:8), Bischofswerda (0:5) oder im eigenen Stadion gegen Wesenitztal. (1:5), weshalb Andreas Pach durch den verdienten Ex-Spieler Andreas Diebitz im Traineramt abgel&amp;ouml;st wurde, was zumindest bei den &amp;auml;lteren DSC-Fans f&amp;uuml;r Begeisterung sorgte.
 
Doch bereits die Testspiele im Januar 2007 lie&amp;szlig;en nichts Gutes vermuten, 0:8 hie&amp;szlig; es es gegen die erste Mannschaft von Laubegast, wenige Tage sp&amp;auml;ter gab es dann noch eine 1:5 Pleite gegen deren zweite Mannschaft, die in jener Saison noch eine Liga unter dem Sportclub spielten. Da war dann auch dem letzten klar, dass uns der ungeliebte Lokalrivale aus dem Dresdner Osten nicht nur &amp;uuml;berholt, sondern inzwischen &amp;uuml;berrundet hatte, Das letzte Testspiel gegen den Kreisligisten Birkwitz-Pratzschwitz konnte zwar gewonnen werden, aber nur mit M&amp;uuml;he und Not 3:2.
 
Am Ende stieg der Sportclub mal wieder sang- und klanglos und auch v&amp;ouml;llig verdient ab. Die Gr&amp;uuml;nde daf&amp;uuml;r sind aus heutiger Sicht ziemlich offensichtlich. Mit einem, so hatte es zumindest den Anschein, uninteressierten Trainer, der das eine oder andere Training wegen seiner beruflichen Verpflichtungen nicht durchf&amp;uuml;hren konnte und w&amp;auml;hrend der Spiele rauchend und gelangweilt am Spielfeldrand stand, einer disziplinlosen Truppe, die ihr Potential zu keinem Zeitpunkt der Saison auch nur ann&amp;auml;hernd ausspielte und einer wegen der Insolvenz handlungsunf&amp;auml;higen Vereinsf&amp;uuml;hrung bleibt der Erfolg zwangsl&amp;auml;ufig aus.
 
Im Januar 2008 stellt sich die Situation dagegen sehr viel besser dar. Mit 30 Punkten steht der DSC auf Platz 4 in der Tabelle der starken Bezirksklasse IV. Zwar gab es in der aktuellen Saison auch einige schwache Spiele, wo unn&amp;ouml;tig Punkte abgegeben wurden, trotzdem stehen zur Hinrunde 30 Punkte aus 15 Spielen zu Buche. Besonders der 5:0 Ausw&amp;auml;rtssieg gegen Stahl Riesa im Oktober wird den DSC-Fans lange in Erinnerung bleiben.
 
Aber auch die Gr&amp;uuml;nde f&amp;uuml;r den pl&amp;ouml;tzlichen Aufschwung sind offensichtlich. Im Juli gelang es der Vereinsf&amp;uuml;hrung, den als absoluten Fu&amp;szlig;ballfachmann bekannten Trainer Harald Fischer zu verpflichten. Noch heute fragt sich mancher DSCer, wie wir zu diesem Trainer kamen, und vor allem, warum Dynamo so einen Fachmann ziehen l&amp;auml;sst und sich Leute wie Jan Seifert an die Linie stellt.
 
Fischer, der bereits den Bischofswerdaer FV in der DDR-Oberliga betreute, ist ein Fu&amp;szlig;balllehrer der alten Schule, der diesen Sport lebt wie kaum jemand anderes. Der selbst w&amp;auml;hrend der Ligaspiele an der Linie seinen Spielern Kommandos &amp;uuml;bers Feld schreit und jeden Schuss, jeden Pass und jedes Tor mitzuerleben scheint wie seine Spieler auf dem Platz. Der stets fordert, dass sein Team im Training wie im Spiel an die absolute Leistungsgrenze geht, auch wenn es nur Bezirksklasse-Fu&amp;szlig;ball ist. Der, wenn er zum Spieltag einmal verhindert ist, sich das Spiel auf Video aufzeichnen l&amp;auml;sst, um es sp&amp;auml;ter auszuwerten. Der allein durch seine Reputation einige wichtige Verst&amp;auml;rkungen zum Sportclub holen konnte. Der endlich wieder eine strikte Disziplin in die erste Mannschaft gebracht hat, in der ersten Halbserie wurde kein einziger Spieler des DSC vom Platz verwiesen. Letzte Saison flog in jedem dritten Spiel ein DSC-Spieler vom Platz, nicht selten wegen groben Unsportlichkeiten wie Zuschauerbeleidigung oder Anspucken des gegnerischen Torh&amp;uuml;ters.
Der wiedergekehrte sportliche Erfolg h&amp;auml;ngt aber auch eng mit der Arbeit der Vereinsf&amp;uuml;hrung zusammen. Am 01.07.2007 traten die Mitglieder des DSC Fu&amp;szlig;ball 98 wieder in den Gesamtverein als Fu&amp;szlig;ballabteilung ein, die horrenden Schulden war man dadurch los. Endlich wieder handlungsf&amp;auml;hig und mit Sicherheit f&amp;uuml;r die Zukunft ausgestattet, konnte man einen auch ein Konzept f&amp;uuml;r die Trendwende erstellen und somit einen Hauptsponsor, einen richtigen Trainer sowie die ein oder andere sportliche Verst&amp;auml;rkung zum Club holen. Ein echter Coup gelang im Januar, als man Bert Schindler vom zwei Klassen h&amp;ouml;her spielenden Sachsenligisten Bannewitzer SV verpflichtete. Schindler, der schon in der Jugend beim DSC spielte, gilt als echter Knipser und wird noch den einen oder anderen Bezirksklasse-Keeper zur Verzweiflung treiben. F&amp;uuml;r Verwunderung sorgte die Verpflichtung von Jens Fl&amp;uuml;gel als Co-Trainer. Fl&amp;uuml;gel war vor gar nicht langer Zeit noch Trainer des FV Dresden 06, und noch am Anfang der Saison h&amp;auml;tte man ihn mit Handkuss als neuen Headcoach beim Sportclub begr&amp;uuml;&amp;szlig;t. Man sollte meinen, Jens Fl&amp;uuml;gel ist f&amp;uuml;r die Rolle des Co-Trainers eines Bezirksklassisten v&amp;ouml;llig &amp;uuml;berqualifiziert.
 
Im ersten Testspiel des Jahres wurde die zweite Mannschaft von Laubegast, inzwischen eine Liga &amp;uuml;ber dem DSC, locker mit 6:0 geschlagen. Gegen deren erste Mannschaft gab es zwar eine 3:0-Niederlage im nachfolgenden Testspiel, allerdings spielte der DSC sehr ordentlich gegen den Spitzenreiter der Landesliga. Sp&amp;auml;ter gab es noch einige Testspielniederlagen, aber die konnte man dieses Jahr mit den schweren Beinen der Spieler erkl&amp;auml;ren, die sie durch die hohe Trainingsintensit&amp;auml;t hatten. Letzte Saison gab es f&amp;uuml;r die schlechten Testspiele eigentlich nur eine Erkl&amp;auml;rung, die Mannschaft war, auf deutsch gesagt, einfach zu schei&amp;szlig;e.
 
Der Fahrstuhl ist erstmal gestoppt und hat seinen Schrecken verloren, und man darf sicher sein, dass es fr&amp;uuml;her oder sp&amp;auml;ter wieder aufw&amp;auml;rts geht. Ob es diese Saison mit dem Aufstieg bereits klappt, ist fraglich. Sieben Punkte R&amp;uuml;ckstand auf den Lommatzscher SV sind eine ganze Menge, aber das von der Mannschaft selbst gestellte Ziel, Platz 2, wird es schon werden.</description>
<link>http://blogs.die-fans.de/FriedrichstadtBlues/455/</link>
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<title>Das Stadion Primorje....</title>
<description>..... in der russischen Hafenstadt Nakhodka macht von au&amp;szlig;en einen &amp;auml;u&amp;szlig;erst interessanten Eindruck. 


Leider fand hier noch nie ein Fu&amp;szlig;ballspiel statt, es ist die gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Investruine in der Stadt. 

Hinter den blauen Scheiben gibt es keine Logen, keine Fanartikelst&amp;auml;nde, keine Spielerkabinen. Im Inneren keine Trib&amp;uuml;nen, keine Werbebanden und Anzeigetafel, kein Rasen und keine Tore. 


Wie man sieht wird es als Parkplatz &amp;quot;genutzt&amp;quot;, als Bootsabstellplatz gar, das Unkraut steht meterhoch. Da, wo sich die reichen Sponsoren zum Sekt treffen sollten, befinden sich jetzt Ramschl&amp;auml;den, in denen man gef&amp;auml;lschte Markenklamotten oder schwarzgebrannte Software und Filme kaufen kann. Jedem Fu&amp;szlig;ballfan blutet bei diesem Anblick das Herz.

Warum das Stadion nie fertig gebaut wurde, konnte mir niemand sagen. Wahrscheinlich war es irgendwann Anfang der 90iger, als Okean Nakhodka in der ersten russischen Liga spielte, der st&amp;auml;dtische Wunderst&amp;uuml;rmer Oleg Garin die Leute verzauberte und ZSKA Moskau mit 5:2 aus der Stadt gefegt wurde. Wahrscheinlich war das alte Stadion nicht mehr gut genug f&amp;uuml;r die gro&amp;szlig;en Fu&amp;szlig;balltr&amp;auml;ume dieser kleinen Stadt im vergessenen Fernen Osten Russlands. 

Wie auch immer, das Stadion Primorje wurde nie fertig gestellt, Okean Nakhodka spielt auch heute noch im altehrw&amp;uuml;rdigen Stadion Vodnik. 


Mit 5000 Sitzpl&amp;auml;tzen bietet es gen&amp;uuml;gend Platz f&amp;uuml;r die Zuschauer des Drittligisten. Ein Casino oder Bierstand gibt es nicht, die Leute bringen sich zu den Spielen ihr eigenes Bier mit. Daf&amp;uuml;r kann man Sonnenblumenkerne am kleinen Fanartikelstand kaufen. 

Aber vielleicht, irgendwann, wird auch im Stadion Primorje der Ball rollen......
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<link>http://blogs.die-fans.de/FriedrichstadtBlues/451/</link>
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